Mit dem Aufkommen des Internets der Dinge (IoT) sind immer mehr einfache Geräte mit interaktiven Bildschirmen ausgestattet, was für Entwickler neue Herausforderungen mit sich bringt. Die Integration einer grafischen Benutzeroberfläche (GUI) in ein Embedded-Design dient funktionsgebundenen und ästhetischen Zwecken. Eine der am meisten übersehenen und nützlichen Funktionen einer GUI ist die Kommunikation der Markenidentität. Laut Rachel Remington von shuksanweb.com setzt sich die Markenidentität aus einer Reihe visueller Merkmale zusammen, die eine Marke oder ein Unternehmen darstellen: das Logo, die Farbe und die Schriftarten.

Markenidentität ist wichtig, weil sie grafische Elemente verwendet, um die Persönlichkeit, Stimmung und/oder Werte eines Unternehmens zu vermitteln. Konzentriert sich die Markenidentität eines Unternehmens nicht auf ein positives Benutzererlebnis, wenn beispielsweise statische, überladene oder veralteten GUI-Designs im Einsatz sind, kann dies dazu führen, dass Nutzer keine wiederholte positive Erfahrung über das Produkt empfinden. Diese anhaltende Suche nach einer erwarteten Erfahrung heißt Präferenz.

Eck-Daten

Ein eine GUI ist ein hervorragendes Mittel, die Markenidentität zu kommunizieren, stellt Entwickler jedoch vor allem wegen des Speicherbedarfs vor Herausforderungen. Insbesondere Anzeigen mit hoher Farbtiefe werden vom Kunden als qualitativ hochwertig eingestuft. Anstatt von einem MCU-Design auf eine MPU zu wechseln, besteht die Möglichkeit, Grafik-MCUs wie den PIC32MZ-DA von Microchip einzusetzen. Die Grafik-MCU verfügt mit 32 MB Speicher über ausreichend Kapazität, interaktive Grafiken in 32-Bit-Farben zu ermöglichen.

Endverbraucher, die Präferenzen für bestimmte Marken haben, sind in der Regel bereit, mehr für den Zugang zu dieser Marke zu zahlen. Dies wiederum erhöht den Gewinn für diese begehrte Marke. Markenwiedererkennung in Kombination mit einem positiven Benutzererlebnis erhöht somit den Profit. Eine Möglichkeit dies zu realisieren ist, dass Marketing-Abteilungen erhebliche Ressourcen in die „Erziehung“ der Kunden stecken, um Produkte und die zugehörige Produkterfahrung zu fördern, die Kunden erwarten. Dafür gibt es verschiedene Methoden: Anzeigen in Fachpublikationen sowohl im Print- als auch im Online-Bereich, Social Media, E-Mails, Radio, TV-Spots etc.

Unternehmen, die am meisten von einer exzellenten Markenidentität profitieren, legen besonderen Wert darauf, wie die Marke über das Produktdesign kommuniziert wird. Dies gilt vor allem für die Mensch-Maschine-Schnittstelle. Im Extremfall kann das kreative und präzise Branding einer Benutzerschnittstelle (UI, User Interface) wie eine Plakatwand für ein Unternehmen wirken, die sich auf jedem verkauften Produkt befindet.

MCUs für innovative Grafikfunktionen

Bild 1: Die Grafik für das Touchdisplay erzeugt die PIC32MZ-DA-MCU. Für das zoombare Bild sind 12 MB Speicher erforderlich.

Bild 1: Die Grafik für das Touchdisplay erzeugt die PIC32MZ-DA-MCU. Für das zoombare Bild sind 12 MB Speicher erforderlich. Microchip

Bild 2: Für das interaktive Display einer Kaffeemaschine fallen etwa 3 MB an Speicherkapazität an.

Bild 2: Für das interaktive Display einer Kaffeemaschine fallen etwa 3 MB an Speicherkapazität an. Microchip

MCU-Anwendungen, die grafische Benutzeroberflächen enthalten sollen, wurden bisher mit externen Grafikcontrollern oder einer statischen, direkt angesteuerten DMA-basierenden Grafikzusammenstellung ausgestattet, um Vollbilder auf Displays mit Auflösungen bis zu WVGA (800 x 480 Pixel) anzuzeigen. Externe Grafikcontroller sind eine zusätzliche Komponente im Embedded-Design, die zu unerwünschten Mehrkosten, einer größeren Leiterplatte und mehr Designkomplexität führen. Grafikanforderungen wie große Farbtiefe, Farbformatkonvertierung, Alpha-Blending und Animation können Embedded-Designs dazu zwingen, einen Mikroprozessor (MPU) einzusetzen.

MPUs bieten in der Regel eine höhere Leistungsfähigkeit als MCUs, erhöhen aber auch die Komplexität. Der Umstieg von einem MCU- auf ein MPU-Design erfordert aber auch das Wissen über neue Software- und Hardware-Paradigmen, mit denen Entwicklungsteams unter Umständen nicht ausgestattet sind. Jüngste Fortschritte in der Grafiktechnologie ermöglichen nun anspruchsvolle Grafikdesigns, die sonst nur mit MPUs möglich wären, ohne in neue Hardware- und Software-Designmethoden investieren zu müssen. Während bestimmte Anwendungen unbedingt eine MPU erfordern, können viele Entwickler von aktuellen Grafikmöglichkeiten profitieren, die jetzt mit MCUs zur Verfügung stehen (Bild 1 und 2). Dieser Beitrag beschreibt, wie einige dieser Fortschritte dazu beitragen, die Markenwiedererkennung zukünftiger GUI-basierender Embedded-Designs zu erhöhen.

 

Auf der folgenden Seite erfahren Sie mehr über den integrierten Grafikcontroller der MCU und was der ausschlaggebende Faktor für mehr Benutzererlebnis bei grafischen Darstellungen ist.

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