2017 war für Mouser ein erfolgreiches Jahr, sagten Graham Maggs, Vice President of EMEA Marketing, und Mark Burr-Lonnon, Senior Vice President, EMEA, Asia and Global Service. Auf dem Mouser-Presseevent  im Dezember 2017 gaben sie Ein- und Ausblicke in das Innenleben des Distributors. So bilanzierten sie zum einen das vergangene Jahr und gaben einen Ausblick auf die Pläne 2018. So setzte sich im Jahr 2017 die Entwicklung der letzten Jahre fort, nach der der zunächst auf die USA fokussierte Distributor zunehmend im EMEA-Gebiet Fuß fassen konnte.

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Distributor Mouser wickelt seinen gesamten Warenverkehr über sein Zentrallager im texanischen Mansfield ab. Mouser

Demnach legte die Region EMEA gegenüber dem Vorjahr um 32 % an Umsatz zu, auf dem amerikanischen Kontinent waren es 19 %. „Als wir 2007 in Europa starteten, waren wir dort noch ein Niemand“, erinnert sich Mark Burr-Lonnon. Heute hat sich das Bild gewandelt. Zwar machen die Americas mit 48 % Gesamtanteil auch heute noch das Gros der erzielten Firmenumsatzes aus, jedoch stellen EMEA und der asiatisch-pazifische Raum zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte mehr als die Hälfte des Umsatzes. Innerhalb Europas entfällt der Bärenteil des Umsatzes (25,6 %) auf Deutschland, das mit 33,6 % auch einen ordentlichen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichnete.

„Der Markt brummt kräftig und die Führungskräfte mehrerer Hersteller von Halbleiterbauelementen haben uns gesagt, dass ihre Fertigungskapazitäten für die nächsten sechs Monate komplett ausgelastet sind“, beschreibt Graham Maggs den Hintergrund des Wachstums. Zu den Entwicklungstreibern zählt Maggs unter anderem den beschleunigten Umstieg auf Hybrid- und Elektroautos, zunehmend aufkommende IoT-Anwendungen, den erhöhten Bedarf an Sicherheitstechnik oder die praktische Realisierung von leistungssteigernden Technologien wie GaN.

Design-Prozess treibt Geschäftsmodell

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Graham Maggs erwartet auch für 2018 eine positive Geschäftsentwicklung für den Distributor. Mouser

„Unser Geschäftsmodell treibt nicht so sehr die Produktion an, sondern mehr der Design-Prozess“, sagt Mark Burr-Lonnon. So bedient Mouser zwar gleichermaßen die Design und Supply Chain, ist aber stets bestrebt, sich so weit vorne wie möglich im Prozess als Partner des Entwicklungsingenieurs zu positionieren. Zu den anvisierten Feldern zählen etwa das Functional Engineering, das Product Design und die bereits fortgeschrittenere Forschung & Entwicklung. Die Massenproduktion und das Maintenance-Segment sind dagegen keine Fokusbereiche.

Ähnlich wie der direkte Konkurrent Digi-Key fährt auch Mouser eine Ein-Lager-Politik: Aus dem hoch technisierten Logistikzentrum am Firmenstammsitz in der Nähe von Dallas (USA/Texas) wird weltweit ausgeliefert – Bestellungen, die bis 20 Uhr eingehen, erhalten Amerikaner in der Regel am nächsten Tag, Chinesen müssen vier bis fünf Tage auf ihre Bestellungen warten, der Rest der Welt erhält sie zwei Tage nach  Bestellung. Im Rahmen eines Expansionsplans wurde das Vertriebszentrum zuletzt auf eine Größe von 57.000 m² Lagerfläche ausgeweitet.

In einer zweiten Phase, die bereits angelaufen ist, soll das Inventar ausgeweitet werden – so investierte der Distributor über die letzten fünf Jahre hinweg 297 Millionen US-Dollar in seinen Produktbestand. „Wir glauben an ein breites Inventar-Profil“, erklärt Burr-Lonnon. „Speziell Entwickler mögen es nicht, wenn sie keine Auswahl haben.“ Die Lagerstrategie des Distributors sieht demnach vor, gleichermaßen Neuentwicklungen wie etablierte Bestseller aber auch Longtail-Standardprodukte vorzuhalten – und zwar nicht nur für spezialisierte Bedürfnisse sondern über die Produktgruppen hinweg.

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