Als Komplettanbieter in Sachen Safety baut Pilz sein Produktprogramm zügig aus. Neben der notwendigen Safety-Sensorik umfasst das auch die Integration der betriebsmäßigen Komponenten über ein gemischtes Remote-IO (PSSuniversal) und die Migration von Safetybus p zu Ethernet (Safetybus p net). Und wer genau hinschaut, entdeckt sogar einen Erlkönig.
„Mit Blick auf das sichere, offene Bussystem Safetybus p haben wir Pionierarbeit geleistet“, erklärte Renate Pilz auf der Pilz-Pressekonferenz, „im technischen Sinne den Beweis der Machbarkeit angetreten und im Marktsinne programmierbaren Sicherheitssteuerungen und sichereren Bussystemen zur Anwenderakzeptanz verholfen.“ Parallel entwickelt sich Pilz vom Komponenten- zum Systemanbieter. Das zeigt sich einerseits im Bereich sicherer Sensorik (Not-Aus-Taster, Schutztürschalter sowie Sicherheits-Lichtvorhänge und -gitter), andererseits aber auch im Ausbau der Sicherheitssteuerungen, die verstärkt auch Standardsteuerungsfunktionen abdecken.
„Zwar haben die Sicherheitssteuerungen PSS 3000 von Anfang an einen Standardteil und – über spezielle Mechanismen und Zugriffsrechte separat geschützt – einen Sicherheitsteil, richtig propagiert haben wir das allerdings nie“, gibt Klaus Stark, Leiter Produktmanagement bei Pilz, zu. Aber die Zeiten und damit die Anforderungen haben sich gewandelt: Den künftigen Anforderungen nach höherer Verfügbarkeit, technischen Trends, wie Ethernet für Standard und Sicherheit, und auch ersten Lösungen im Bereich der sicheren Aktorik will man bei Pilz Rechnung tragen. „Daher werden wir die aktuellen Produktplattformen wie das Sicherheitssystem Pnozmulti und die programmierbaren Sicherheitssteuerungen um weitere Merkmale, Eigenschaften und Funktionalitäten erweitern“, so Stark.
Im Steuerungsbereich werden die existierenden Plattformen für Steuerungen und Safetybus p um eine Lösung erweitert, die sowohl Standard- als auch Sicherheitsfunktionen abdeckt: PSSuniversal. Als dezentrale E/A-Plattform ermöglicht sie im ersten Ausbauschritt die Kommunikation über alle gängigen Feldbusse in Kombination mit Safetybus p. Als besondere Merkmale nennt Stark das lokale Zustimmprinzip oder die integrierte Blockabschaltung. Danach folgen Kopfmodule mit integrierter dezentraler Intelligenz und die Migration in ein Ethernet-basiertes Kommunikationskonzept – Safetybus p net. Stark: „Auf der Hannover Messe wollen wir das System dann der breiten Öffentlichkeit vorstellen.“ Nächste Ausbauschritte sind Kopfmodule mit integrierter dezentraler Intelligenz und die Migration in ein Ethernet basiertes Kommunikationskonzept.
Bei dem safetybus p net- Konzept sollen Standard- und Sicherheitsapplikationen in einem Medium abgebildet werden. „Dennoch werden Merkmale wie Rückwirkungsfreiheit, separater Schutz und weitere Mechanismen für die spezifischen Anforderungen der Sicherheitstechnik sorgen“, betont Stark. Gateways werden die Anbindung bestehender Safetybus-Applikationen und damit den Investitionsschutz sicherstellen.
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