Mit Hilfe der Radiofre­quenz‑Identifikation (RFID) werden die mehrlagigen Blumenwagen vollautomatisch durch die Auktionshalle bewegt. Auf diese Weise können sie sofort mit ihrer Ladung dem entsprechenden Käufer zu­geordnet werden, der die verschiedenen, von ihm ersteigerten Char­gen zu seinem Lkw zugeordnet bekommt. Texas Instruments (TI) liefert die RFID‑Technologie, die die Blu­menwagen wie von Zauberhand zu jedem Punkt der Auktionshalle bewegt und alle Bewegungen nachverfolgt. Sie besteht aus einem Transponder (Mikrochip mit Antenne), der einen einzigartigen Code enthält.


Der EAN­Code (Europäische Artikelnummer) wird in die Transponder program­miert. Das Gegenstück des Transponders ist eine Lese‑Einheit, die über einen Funkimpuls die Daten des Transponders ausliest und zur Verarbeitung an einen Zentralrechner weiter gibt. Jeder Wagen kann somit automatisch von den Lesestationen im Boden erfasst und damit auch individuell gelenkt und verfolgt werden. Das ist eine wichtige Voraussetzung für das neue Distributionssystem NDS, das für die Versteigerungen eingeführt werden soll.


Texas Instruments liefert die Basistechnologie für die Transponder, die Antennen und die Lesegeräte. Systemingratoren haben diese Komponenten in ein Gesamtsystem eingebunden. Die Identifikation der Blumenwagen mit RFID eröffnet ein gänzlich neues Funktionsspektrum – insbesondere die Rückmeldung der Da­ten vom Kunden zur Auktionslogistik (Kettenumkehr) und von Pro­zessdaten an den Kunden zur Qualitätskontrolle. Die Holländische Blumenauktion führt gegenwärtig zahlreiche Initiativen zur Verfol­gung und Aufspürung (Tracking and Tracing), Qualitätssicherung und Produktidentifikation durch. Die Identifikation der Wagen ist hierbei ein wichtiger Faktor.