Mit 2458 Ausstellern, gegenüber 2302 in 2012 sowie vier Prozent mehr Fläche mit 245.000 Quadratmeter verzeichnete die Frankfurter Messe in allen Bereichen ein klares Plus.

Die auf der Messe dominierende Licht- und Gebäudetechnik machte eines klar: Ressourcenschonung und Energieeffizienz treiben den Lichtmarkt. Die Umstellung der traditionellen Beleuchtungsquellen auf energieeffiziente Lösungen steht dabei im Fokus. Rund 20 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verschlingt die Beleuchtung. Moderne LED-Technik mit intelligentem Lichtmanagement ermöglicht hier eine Senkung der Energiekosten bis zu 70 Prozent.

Ein wesentlicher Punkt ist, dass die Digitalisierung des Lichts neben Design- und Einrichtungsoptionen auch Komfort und Sicherheit mit sich bringt. Dementsprechend war ein Schwerpunkt der Light + Building 2014 der Themenkomplex Mensch und Licht. Dabei ging es unter anderem um die Wirkung des Lichts auf den Menschen sowie die Auswirkungen des Lichts auf dessen Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.

Wohin das Auge blickt

Was die Light + Building so besonders macht, ist die Kombination von faszinierenden Lösungen und der Möglichkeit sich mit den kreativen Köpfen dahinter im Dialog direkt auszutauschen. Die innovativen Produkte und die Technik dahinter sprechen für sich: ob es sich nun um einen Lichttunnel mit hunderten von Retrofitleuchtmitteln von Philips handelte, der die Besucher in eine fast unwirkliche Dimension entführte, um ein strahlendes LED-Modul mit sagenhaften 8000 Lumen von Cree oder eine Lampe in Röhrenform von Osram, die nur halb so viel Strom wie aktuell gebräuchliche Leuchtstoff- und LED-Röhren benötigt.

Besonders faszinierten viele Besucher die LED-Retrofits von Sengled; eingedreht in eine vorhandene Fassung lassen sich Wohnräume logischerweise mit Licht aber auch zusätzlich noch mit Sound versorgen; auf ihre Weise genauso spannend wie die LED-Leuchten auf flexiblem Trägermaterial von Cooledge. Im Fokus dieses Jahr standen vermehrt reinweiße Retail-Beleuchtungen wie sie Bridgelux und Zumtobel präsentierten. Die Hülle und Fülle von Ansteuerungen und Peripheriegeräten wie von M+R Multitronik, Wieland, General Electric oder Phoenix Contact umfasste gleich mehrere Messehallen.

Manfred Diez, der Vorsitzender des ZVEI Fachverband Licht sagte: „Licht ist Leben; das Licht macht nicht einfach nur hell. Die Applikationsmöglichkeiten mit LED und Lichtsteuerung stellen zunehmend den Menschen in den Mittelpunkt. Das spürt die Lichtindustrie. Ein gesteigertes Interesse an Lichtthemen zeigte ein grandioser Besucheransturm zur Light + Building 2014.“

Explore Technology for Life

Die Schwerpunktthemen der Light + Building 2014 zogen sich quer durch das Rahmenprogramm. Neben der Sonderschau Smart Powered Building erfreuten sich unter anderem das E-Haus, das Technologieforum, das Trendforum mit den Wohntrends für die kommende Saison, das Outdoor-Design-Plus-Areal im Innenhof sowie der Treffpunkt Zukunft eines großen Zuspruchs. Zu den stärksten Besuchergruppen der Light + Building gehörten Architekten, Planer, Ingenieure und – wie schon in den Jahren zuvor – das deutsche Handwerk.

Ingolf Jakobi, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), unterstrich die Bedeutung der Light + Building für das Handwerk: „Mit dem Schwerpunktthema Energieeffizienz ist uns eine Punktlandung gelungen. Die Light + Building wird für das E-Handwerk zu einer immer wertvolleren Plattform zum Austausch mit der Politik und unseren Partnern aus den Ministerien.“

Frankfurter Romantik und Moderne

Ein besonderes Spektakel senkte sich über Frankfurt am Main und Offenburg sobald die Dunkelheit über die Stadt brach. Lichtspiele wohin man schaute. Zu den rund 180 Schauplätzen in Fabrikhallen, Parks, in Kirchen, Museen, auf Plätzen, Brücken, in Bahnhöfen und Hochschulen zählten der in allen Farben schillernde Hauptbahnhof, die Twinkle-Light-Skulptur auf dem Vorplatz der Deutschen Bank-Türme, die rötlich schimmernde Alte Oper, die Origami-Blumen auf dem See im Palmgarten oder die sternenspotartige Lichtinstallation Seelenfünklein in der Katharinenkirche.

Ein Meer von Licht, Farben, Figuren und Formen erstrahlte; auch auf den staunenden Gesichtern der Betrachter. Sowohl die ältere als auch jüngere Generation begeisterten die Skulpturen, Installationen und Vorführungen, die von Künstlern, Architekten und Designern aus mehr als 12 Ländern stammten. Die Luminale verzauberte wieder einmal das Publikum und für die meisten der Gäste war eines klar: „In zwei Jahren sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei.“

Die nächste Light + Building kombiniert mit der Luminale findet vom 13. bis 18. März 2016 statt.