Craig Hayman, Chief Executive Officer von Aveva: „Der Zusammenschluss bringt die Kompetenzen von Aveva in den Bereichen Design, Engineering und Konstruktion mit dem Industrie-Software-Geschäft von Schneider Electric zusammen.“

Craig Hayman, Chief Executive Officer von Aveva: „Der Zusammenschluss bringt die Kompetenzen von Aveva in den Bereichen Design, Engineering und Konstruktion mit dem Industrie-Software-Geschäft von Schneider Electric zusammen.“ Aveva

Mit einer Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent am britischen PDM/PLM-Anbieter Aveva steigt Schneider Electric mit Macht in das Thema Digitale Fabrik und digitale Transformation ein und sichert sich das notwendige Know-how, Technologien und Zugang in wichtige Märkte.

Schon vor mehreren Jahren (2015 und 2016) gab es sehr konkrete Gespräche zwischen Schneider Electric und dem britischen Engineering/PLM-Anbieter Aveva. Jetzt hat der Asset-Deal im dritten Anlauf offensichtlich geklappt: Aveva und die Sparte Industrie-Software von Schneider Electric schließen sich zu einem Unternehmen für Engineering- und Industrie-Software zusammen.

Ziel ist, bei Unternehmen in kapitalintensiven Branchen die digitale Transformation im gesamten Lebenszyklus von Anlagen und Betriebsabläufen voranzubringen. „88 Prozent der führenden Unternehmen aus kapitalintensiven Branchen geben an, dass Digitalisierung ihren Umsatz erhöhen würde“, so Craig Hayman, Chief Executive Officer von Aveva: „Aber weniger als die Hälfte dieser Unternehmen sind bereits dabei, eine digitale Strategie umzusetzen.“ Der Zusammenschluss bringt die Kompetenzen von Aveva in den Bereichen Design, Engineering und Konstruktion mit dem Industrie-Software-Geschäft von Schneider Electric zusammen, das von der Simulation bis hin zur Automatisierungstechnik (Scada/HMI/MES) reicht. Hinter dem Software-Geschäft von Schneider verbergen sich Marken wie Wonderware mit dem Scada/HMI-System InTouch oder die Automatisierungsplattform SoMachine.

Zu den Branchen, die Aveva bedient, gehören Chemie; Lebensmittel und Getränke; Infrastruktur und Smart Cities; Life Sciences; Bergbau, Mineralien und Metalle; Öl und Gas (Upstream, Midstream und Downstream); Energie und Versorgung; Schiffsbau sowie Wasser und Abwasser. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 4.400 Mitarbeiter an 80 Standorten in über 40 Ländern. Der weltweite Hauptsitz befindet sich in Cambridge in Großbritannien.

Konkurrenz zur Digital Factory

Parallelen zum Geschäftsmodell von Siemens sind nicht zu übersehen, die vor gut zehn Jahren UGS übernommen hatten und darum herum ein komplettes Ecosystem für die digitale Transformation aufgebaut haben. Jüngster Einkauf in 2016 war die Übernahme von Mentor Graphics. Damit kann Siemens nach der Elektrik und Mechanik auch die Elektronik digitalisieren.