Rüdiger Gilbert, Marketing-Leiter der Schneider Electric GmbH: „Ein Viertel unseres Umsatzes machen wir mit Produkten und Lösungen aus dem Bereich der Automatisierungs- und Steuerungstechnik.“

Rüdiger Gilbert, Marketing-Leiter der Schneider Electric GmbH: „Ein Viertel unseres Umsatzes machen wir mit Produkten und Lösungen aus dem Bereich der Automatisierungs- und Steuerungstechnik.“

Auf einer Pressekonferenz informierte Schneider Electric die anwesenden Journalisten über die aktuellen geschäftlichen Entwicklungen sowie Strategien und stellte die neuen Produkte vor, die auf der SPS/IPC/Drives der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Im ersten Halbjahr 2006 verzeichnete die Schneider Electric Group gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Umsatzwachstum in Höhe von 22 % auf 6,586 Mrd. €. Das Net-Income konnte dabei sogar um 46 % auf 604 Mio. € gesteigert werden. Zufrieden zeigte sich Marketing-Leiter Rüdiger Gilbert u. a. mit der Entwicklung des Bereiches Industrial Automation, zu dem die Firmen Pro-Face, Berger Lahr, Toshiba und Elau gehören. 1,3 Mrd. € konnte der Bereich im vergangenen Jahr umsetzen. Seit Anfang dieses Jahres gehört nun auch der australische Prozessleittechnik- und Scada-Hersteller Citect dazu. Außerdem kaufte Schneider Electric in diesem Jahr u. a. noch Merten, VA Tech Elin EBG Elektronik Invensys IBS und Napac.

Eine Gruppe mit vielen Marken
Gilbert betonte dabei, dass die Gruppe weiterhin zu ihrer Mehrmarkenpolitik stehe: „Firmen mit bekannten Marken behalten ihren Namen und werden nicht integriert. Zurzeit gibt es mehr als 100 Marken innerhalb der Schneider Electric Group.“ Als Beispiele für ein partnerschaftliches Miteinander nannte Gilbert Pro-Face und Citect. Die HMIs werden sowohl über Pro-Face mit dem eigenen Namen als auch über Schneider Electric unter dem Namen Telemecanique vertrieben. Gleiches gilt für die Scada-Software von Citect, die Schneider auch unter eigenem Namen anbietet.
Gerade im Bereich der Scada Software will das Unternehmen das Produktangebot für verschiedene Applikationen ausweiten. Außerdem ist geplant, die Integration in die Automatisierungsplattform Unity und die HMIs voranzutreiben.
Veränderungen wird es im Bereich der Antriebstechnik geben. So soll die Schneider Electric GmbH die vollständige Leitung der Berger Lahr Positec übernehmen. Weiterhin ist beabsichtigt, die Servo-Technik unter der Marke Telemecanique/Schneider Electric zu konzentrieren und die Flexibilität in Bezug auf kundenspezifische Bedürfnisse zu erhöhen.

Schlankheitskur für den Schaltschrank
Als eines der Produkthighlights zur SPS/IPC/Drives wurde die Mid-Range-SPS Modicon M340 vorgestellt. Sie ist für den Bereich der PC-basierten Automatisierung konzipiert und rundet das SPS-Angebot von Schneider Electric ab. Die nur 100 mm hohe und 93 mm tiefe Steuerung bietet Platz für vier, sechs, acht oder zwölf E/A-Module mit jeweils bis zu 64 Ein- und Ausgängen. Standardmäßig besitzt der CPU-Slot einen USB-Anschluss. Außerdem hat der Anwender die Wahl bei zwei weiteren Schnittstellen zwischen Ethernet, Modbus und CANopen. Bei der Ethernet-Variante ist der Web-Server für Diagnose-Zwecke bereits integriert. Neben den 4 MB RAM für das Applikationsprogramm mit bis zu 70 k Anweisungen wird mit jedem Prozessor eine SD-Karte als Backup-Speicher mitgeliefert. Die SD-Karte stellt außerdem einen 16 MB Flash-Speicher für die Datei-Ablage zur Verfügung. Somit benötigt der Anwender keine Pufferbatterie mehr.