Der LV8907UW wird im SQFP48K-Gehäuse ausgeliefert und kostet 5,55 US-Dollar ab 2500 Stück.

Der LV8907UW wird im SQFP48K-Gehäuse ausgeliefert und kostet 5,55 US-Dollar ab 2500 Stück. On Semiconductor

ON Semiconductor erweitert sein Angebot an Motor-Controllern um den LV8907UW. Der Baustein ist voll funktionsfähig von 5,5 bis 20 V (4,5 bis 40 V transient) und stellt eine optimale Lösung zur Ansteuerung von bürstenlosen 3-Phasen-Motoren dar. Der LV8907UW enthält Gate-Treiber für sechs N-Kanal MOSFETs und eine zweistufige Ladungspumpe für Betrieb mit 100% Tastverhältnis. In seiner Minimalkonfiguration benötigt der Baustein keinen externen Mikrocontroller und erfordert keine Programmierung. Wichtige Parameter und Funktionen, wie Einschalt- und Drehzahleinstellungen, werden über eine SPI-Schnittstelle konfiguriert und im integrierten nichtflüchtigen (OTP) Speicher abgelegt. Eine Drehzahlsteuerung mit offenem und geschlossenem Regelkreis ist möglich. Für komplexere Anwendungen mit Microkontroller integiert der LV8907 zusätzlich einen Linearregler, (3,3 V oder 5V und 50mA) einen LIN-Transceiver für automotive Netzwerkanbindung und einen Watchdog-Timer.

Der LV8907UW ist AEC-Q100-qualifiziert und sein Betriebstemperaturbereich reicht bis zu 175 °C, was einen zuverlässigen Betrieb in anspruchsvollen automotiven Umgebungen garantiert. Zu den integrierten Funktionen zählen Schutz gegen Überstrom, Überspannung, Kurzschluss, Unterspannung und Übertemperatur. Der Baustein eignet sich für Wasser-, Öl-, Kraftstoffpumpen, HVAC-Systeme, Lüfter und Frontleuchten-Kühlungen in Fahrzeugen.

„Marktanforderungen und strengere gesetzliche Vorschriften zwingen die Fahrzeughersteller, neue Wege bei der Kraftstoffeinsparung ihrer Modelle zu gehen. Die Elektrifizierung von zuvor mechanischen Systemen, wie Pumpen und Lüftern, ist ein wesentlicher Schritt in diese Richtung“, erklärte Ikuya Kawasaki, General Manager der System Solutions Group bei ON Semiconductor. „Durch die hohe Integration und den sensorlosen Betrieb ermöglicht der LV8907UW, dass Motoranwendungen ohne Mikrocontroller den maximalen Wirkungsgrad erzielen. Die daraus resultierenden Designs sind weniger komplex, erfordern eine geringere Stückliste und bieten eine hohe Zuverlässigkeit.“