Die Sourcery Codebench Virtual Edition Umgebung von Mentor Graphics.

Die Sourcery Codebench Virtual Edition Umgebung von Mentor Graphics.Mentor Graphics

In seiner Keynote auf dem Globalpress Electronics Summit wies Mentor-Graphics-CEO Walden C. Rhines unter anderem auf die unterschiedlichen Arbeitsstile und Sichtweisen von Hard- und Softwareentwicklern hin. Mentor hat bereits über 15 Jahre in Embedded-Software-Entwicklung investiert und ist zur Erkenntnis gelangt, dass die meisten Softwareentwickler keine Hardwareentwicklungswerkzeuge verwenden wollen, selbst wenn diese um Softwarewerkzeuge erweitert und/oder damit verbunden sind. Nach dem Erwerb von Code Sourcery im Jahr 2010 modifizierte Mentor die Embedded-Entwicklungsumgebung durch Integration von Hardwaredesignintelligenz direkt in die ursprüngliche Umgebung. Umgekehrt hatte der herkömmliche Ansatz der EDA-Industrie, Hardwarewerkzeuge für den Einsatz von Softwareentwicklern zu modifizieren, nur begrenzten Erfolg.

Glenn Perry, General-Manager, Mentor Graphics Embedded Software Division.

Glenn Perry, General-Manager, Mentor Graphics Embedded Software Division.Mentor Graphics

Glenn Perry, General-Manager, Mentor Graphics Embedded Software Division: „Es ist wichtig, die Einzigartigkeit einer jeden Disziplin zu respektieren und wir glauben, dass unsere Sourcery Code Bench Virtual Edition eine echte native Softwareentwicklungsumgebung bietet, die unsere Hardwareentwicklungswerkzeuge nutzt.“
Die Sourcery-Codebench-Technologie ist eine Toolchain und integrierte Entwicklungsumgebung für die Embedded-Entwicklung mit Linux. Die Sourcery-Codebench-Virtual-Edition integriert die meisten modernen Pre-Silizium-Technologien, die vom Tool-Flow der Hardwareentwicklung erhältlich sind, tief in die native Softwareumgebung. Dadurch ergeben sich für Softwareentwicklungsteams erhebliche Vorteile, da keine Zeit und Mühen mehr für das Erlernen ungewohnter Hardwareentwicklungswerkzeuge aufgewendet werden müssen. Das Tool geht über die Softwareentwicklung vor der Silizium-Implementierung hinaus und gewährt einen einmaligen Einblick in die Interaktionen zwischen Hard- und Software, der bei aktueller Hardware aufgrund der begrenzten Debugg-Schnittstellen nicht möglich wäre. Derartig tiefe Einblicke ermöglichen die Verfolgung von Post-Silizium-Fehlern, die sich mit physikalischen Baugruppen nicht feststellen lassen. Wichtige Fähigkeiten der Edition sind:

  • Nicht-intrusive Sichtbarkeit und Verfolgung für Memory-Mapped-Register und tiefer Hardwarezustände wie CPU-Interna, Speicher, Cache und Fetch-Sequenzen,
  • streng überwachte Systemausführung wie das sofortige Anhalten aller Systemtakte und Cross-Debugging der Hard- und Softwareausführung,
  • deterministisches Verfolgen und Debuggen komplexer Hard-/Softwareinteraktionen mit der Möglichkeit, Haltepunkte auf jedem der Soft- oder Hardware-Objekte zu setzen,
  • Simulation-APIs mit Semi-Hosting und direktem Zugriff auf das Zieldateisystem für Host-Target-Datenübertragung,
  • API und Backdoor-Zugriff für Testbarkeit und nicht-intrusive Software-Code-Injection.
Mehr als 15 Jahre ist Mentor Graphics im Bereich Embedded-Software-Entwicklung  aktiv. Hier die über die Jahre erfolgten Zukäufe.

Mehr als 15 Jahre ist Mentor Graphics im Bereich Embedded-Software-Entwicklung aktiv. Hier die über die Jahre erfolgten Zukäufe.Mentor Graphics

Zur schnellen Visualisierung und Analyse der Systemdaten verfügt die Virtual-Edition über das Sourcery-Analyzer-Tool. Es gibt Aufschluss über die Anwendungs- und Kernel-Ebene und unterstützt zeitgestempelte Datenformate wie das Linux Trace Toolkit (LTTng). Durch die visuelle Darstellung der Nutzung von Prozessorkernen und Systemressourcen ermöglicht das Tool Engpässe schnell zu identifizieren, um diese Probleme zu debuggen oder zu decodieren.
Die Sourcery-Codebench-Virtual-Edition ist in die Mentor-Graphics-Vista-Plattform integriert und ermöglicht die frühe Abstraktion funktionaler Modelle der Hardware, ehe das Hardwaredesign auf Register-Transfer-Level (RTL) implementiert ist. Die Vista-Plattform unterstützt virtuelle Prototypen und die Emulation mit QEMU gemäß Industriestandard SystemC/TLM 2.0.