Heute wurde ein Vertrag bekannt, der den Merger des Messgeräte-Spezialisten LeCroy Corp. mit einer Teledyne -Tochterfirma besiegelt. Teledyne wird dazu alle noch ausstehenden Aktien von LeCroy zum Stückpreis von 14,30 US-$ gegen Barzahlung kaufen. Die Transaktion hat einen Wert von ungefähr 291 Mio. $. Dem Kauf haben bereits die Aufsichtsräte (Board of Directors) beider Unternehmen zugestimmt. Und auch die LeCroy-Vorstände sowie Firmengründer Walter LeCroy haben ihren Segen gegeben.

Das 1964 von Walter LeCroy gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Chestnut Ridge/New York, beschäftigt heute weltweit etwa 500 Mitarbeiter und hat im, am 2. Juli 2011 zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 178,1 Mio. $ umgesetzt.

LeCroy hat im High-end Oszilloskop-Bereich mit 65 GHz Echtzeitbandbreite derzeit die Nase vorn, dicht gefolgt von Agilent mit 63 GHz. Die anderen Oszilloskop-Hersteller sind aktuell weit abgeschlagen. Während LeCroy heute IBMs SiGe-Fertigungstechnik für die Schlüsselbauelemente nutzt und in dieser Technik die Oszilloskop-Bandbreite in absehbarer Zeit bis auf 100 GHz bringen will, erreicht Agilent die hohen Bandbreiten durch ihre eigene Indium Phosphid Fertigungstechnik.

Auch Teledyne-Chef Dr. Robert Mehrabian setzt auf das nicht ganz einfach zu beherrschende InP und will die hauseigene InP-Prozesstechnik einsetzen, um den Weg zu Bandbreiten weit über die 100 GHz-Grenze hinaus ebnen.