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Mit Interesse verfolgten Kunden und Partner das 7. BuS-Fachpodium mit dem Thema Wettbewerbsfaktor Elektronikpartnerschaft.
Dr. Werner Witte, Geschäftsführer BuS Elektronik.
Angeregte Diskussionen auf dem 7. BuS-Fachpodium.

Gezeigt wurde aber auch, wie wichtig Kompetenz von Partnern beispielsweise im Bereich Elektronikentwicklung sinnvoll in ein Gesamtprojekt eingebunden werden kann.

Dr. Werner Witte, Geschäftsführer BuS Elektronik, erklärte gleich zu Beginn der Veranstaltung, dass es mit Fernbeziehungen – sprich Beschaffung von Leiterplatten in Asien – so ist: Man muss häufiger miteinander sprechen, damit die Partnerschaft auf Augenhöhe gepflegt werden kann. Schließlich seien die Risiken insgesamt für ein EMS-Unternehmen stetig gewachsen, wenn man die steigenden Energiepreise, steigende Rohstoffpreise vor allem durch Spekulation und künstliche Verknappung oder den Unsicherheitsfaktor europäische Schuldenkrise in Betracht zieht. Trotzdem sieht man bei BuS ein weiteres Wachstum auf stabilem Niveau.

Über „gelebte Elektronikpartnerschaft“ sprach Jens Kümmel, Leiter Vertrieb BuS Elektronik. Es geht um effektive, ganzheitliche Beratung und Unterstützung in allen Stufen von der Entwicklung über Produktion bis hin zum After-Sales-Service, um absolute Verlässlichkeit, bedarfsgerechte Logistikkonzepte, kurze und schnelle Entscheidungswege und auch einen leistungsstarken Einkauf in allen relevanten Materialgruppen.

Internationale Vernetzung

Das Thema „Internationale Vernetzung — Asien und Europa“ beleuchteten Peter Lausen, General Manager Marketing BuS Elektronik, und Dr. Werner Maiwald, Inhaber der BuS Elektronik. Laut Maiwald macht die Komplexität der Produkte der aktuellen Kunden von BuS die Fertigung von elektronischen Baugruppen in Asien im Ganzen als auch in Teilbereichen uninteressant. Aufgrund der Kostensituation ist aber Asien als Materiallieferant auf jeden Fall interessant. „Wir werden verstärkt in Asien einkaufen und zwar zunächst Leiterplatten“, so Maiwald. „Ansonsten sind wir bis 1 Mio. Baugruppen pro Jahr, im globalen Maßstab kleinen und mittleren Stückzahlen, mit unserem hohem Automatisierungsgrad auf jeden Fall ein attraktiverer Partner.“

Entwicklung, NPI, Einkaufstrategie und IPC

„E²MS: kundenspezifische Entwicklungen und mehr“ war Thema des Vortrages von Uwe-Jens Tietz, Geschäftsführer Software + Systeme Erfurt GmbH. Die Firma sieht sich als leistungsstarker Auftragsentwickler, ist schon lange Partner von BuS und arbeitet bereits in sehr frühen Phasen der Produktentwicklung (Requirement Engineering) mit. Angeboten werden die Entwicklung vollständiger Prototypen, das mechanische Design, die Elektronikentwicklung, die Softwareentwicklung sowie die Industrialisierung gemeinsam mit BuS.

„NPI: Design for Manufacturing und effiziente Industrialisierung“ beleuchtete Dr. Rainer Schulze, Leiter Entwicklung BuS Elektronik. Er verwies u. a. auf die 2010 vom ZVEI herausgegebene Broschüre „NPI – der schnelle Weg zum Serienprodukt“. Ein erfolgreicher NPI-Prozess setze frühestmögliche Einbeziehung des EMS-Partners, geeignete Dokumentationsformen sowie beiderseitige Kenntnisse über Prozesse und ihre Anforderungen voraus.

Die „Wege zur Einkaufsstrategie“ skizzierten Gunnar Schmidt, Leiter Supply Chain Management, und Nadine Elsen, Strategischer Einkauf von bestückten Leiterplatten und Montagearbeiten, Weinmann. Die Kunst im Einkauf ist, die drei Zielgrößen Preis, Verfügbarkeit und Qualität durch einen gerichteten und koordinierten Handlungsstrang innerhalb der Unternehmens zu optimieren. Es gilt also aus dem Einkauf heraus die Rahmenbedingungen im Unternehmen so mitzugestalten, dass die Voraussetzungen für eine Optimierung der drei Ziele überhaupt geschaffen sind.

„Qualitätsvergleich objektiviert: Checkliste für Einkäufer“ war das Thema von Dr. Thomas Ahrens, Geschäftsführer Trainalytics. U. a. ging er auf den „Werkzeugkasten“ für Entwickler ein: Das IPC-Normenwerk in Schwerpunkten zur Erläuterung der notwendigen Fachgebiete und ihre Einbindung in Vertragsvereinbarungen.

Den teilweise heiteren Ausflug in das Thema „Erfolgreich sein, heißt sich verändern“ begleitete Susanne Kleinhenz, Leiterin des Bildungszentrums eines führenden Finanzdienstleistungskonzerns.

Über die BuS Elektronik

Die BuS Elektronik verfügt über derzeit 850 Mitarbeiter und 17 000 m² Produktionsfläche in Riesa. Der knapp sich auf 118 Mio. Euro belaufende Umsatz in 2011 wird 2012 wohl knapp übertroffen werden. Die Investitionen in 2012 belaufen sich auf 3,7 Mio. Euro. Die SMD-Bestückungskapazität zielt demnächst auf 1 Mrd. SMDs p.a.

Um wertschöpfungsintensive Arbeitsgänge, die in Riesa nicht mehr wirtschaftlich abbildbar sind und mit hoher Kontinuität produziert werden, auch weiterhin anbieten zu können, hat BuS die BuS Děčín s.r.o. mit Sitz in Tschechien, südlich von Dresden, gegründet. Dort wird mit zunächst 15 Mitarbeitern auf 1.800 m² Nutzfläche produziert.