Eckdaten

Das Industrieumfeld ist geprägt durch vernetzte Steuerungssysteme, die stationär und mobil arbeiten. An der Schnittstelle zum menschlichen Systembediener ermöglichen zeitgemäße Gehäuse und Displays – wie sie von Phoenix Contact angeboten werden – den sicheren und zuverlässigen Betrieb smarter Geräte auch im Industrieumfeld.

Mit der fortschreitenden Entwicklung der Industrieelektronik wachsen auch die Anforderungen an die Elektronikgehäuse. Dabei treten umfassende Systemlösungen immer deutlicher in den Vordergrund. Gerätehersteller sind primär auf die anspruchsvolle Elektronik im Gerät spezialisiert – wenn dann für die „Verpackung“ ein Gehäuse benötigt wird, sind Elektromechanik-Experten gefragt.

Der Markt hält eine Vielzahl von Gehäuselösungen bereit, die für die Display-Integration vorgesehen sind. Dem Elektronikentwickler wird es oft selbst überlassen, ein passendes Display auszuwählen und sich dabei auch um die elektromechanische Integration desselben zu kümmern. Ein umfassendes Angebot an Displays macht die Auswahl und die Integration nicht einfach.

Integration muss einfacher werden

Seit Jahren lässt sich beobachten, dass sich die Bediengewohnheiten sogenannter smarter Geräte aus der Freizeit- und Unterhaltungselektronik auch in der industriellen Gerätetechnik ausbreiten. So geht zum Beispiel das Unternehmen Japan Display, ein Gemeinschaftsunternehmen der Firmen Sony, Toshiba und Hitachi, das Flüssigkristall-Bildschirme herstellt, davon aus, dass im Jahre 2022 700 Millionen Display-Einheiten in neuen Industrien abseits der sogenannten Consumer Electronics eingesetzt werden (Bild 2). Auch die Gehäuse für die zahlreichen unterschiedlichen Displays und Touchscreens rücken dabei in den Fokus.

Bild 1: Hochauflösende Touchdisplays bündig und an die Gehäuseform angepasst: Das Universal-Case-System (UCS) mit 7-Zoll-Touchdisplay.

Bild 1: Hochauflösende Touchdisplays bündig und an die Gehäuseform angepasst: Das Universal-Case-System (UCS) mit 7-Zoll-Touchdisplay. Phoenix Contact

Bild 2: Displays auf dem Vormarsch: in vielen Bereichen des Alltags sind sie nicht mehr wegzudenken – immer häufiger werden sie in professionellen und industriellen Anwendungen eingesetzt.

Bild 2: Displays auf dem Vormarsch: In vielen Bereichen des Alltags sind sie nicht mehr wegzudenken. Immer häufiger werden sie in professionellen und industriellen Anwendungen eingesetzt. Japan Display Inc

Bild 3: Plug & Play: das 2,4-Zoll-TFT-LCD-Display lässt sich leicht in die Gehäuse ME und ME-IO einrasten. Farbvarianten des Rahmens dienen der Individualisierung.

Bild 3: Plug & Play: Das 2,4-Zoll-TFT-LCD-Display lässt sich leicht in die Gehäuse ME und ME-IO einrasten. Farbvarianten des Rahmens dienen der Individualisierung. Phoenix Contact

Bild 4: Ergonomisches Gerät für den Barcode: das Handheld-Case-System gibt es in T-Form mit Display und Folientastatur.

Bild 4: Ergonomisches Gerät für den Barcode: das Handheld-Case-System gibt es in T-Form mit Display und Folientastatur. Phoenix Contact

Dies ist der Markt, in dem Phoenix Contact seine neuen Gehäuselösungen für die Integration von Displays positioniert. Angeboten werden passgenaue LCDs (Liquid Crystal Display) mit einer Auflösung von bis zu 1024 × 768 Pixel, sowohl TFT-Farb-LCDs als auch andere passive LCDs. Dabei erstrecken sich die Einsatzgebiete auf Tragschienen-, Handheld- oder große Display-Träger­geräte. Anwendungsbeispiele sind hier Energiemessgeräte in Installationsverteilern, Barcode-Scanner in der Logistik oder Bedienterminals an Werkzeugmaschinen.

So bieten die modularen Elektronik-Gehäusesysteme von Phoenix Contact mit zahlreichen Funktionen, von der vielseitigen Geräteanschlusstechnik bis zum hochpoligen Tragschienen-Busverbinder, eine umfassende und flexible Gehäuse-Lösung für die Tragschiene. Ebenso lassen sich Gehäuse wie die modularen Elektronikgehäuse ME und ME-IO für den Einbau eines TFT-Displays vorbereiten. Das Display mit dem speziell konstruierten Rahmen lässt sich auf der Frontseite einrasten. Der dafür vorgesehene Ausschnitt wird passgenau gefräst an der vom Kunden gewünschten Position. Durch die abgesetzten Rasthaken des Rahmens ist der Einbau auch in verschiedenen Gehäusen mit unterschiedlichen Wandstärken problemlos möglich (Bild 3).

Die Handheld-Gehäuse der Serie HCS und die Display-Trägergehäuse der Serie DCS wurden für den mobilen und für den stationären Einsatz konzipiert. Außerdem sind die Gehäuse für den Einbau von passiven LCDs vorbereitet. Diese können mithilfe genau abgestimmter Montage-Kits, die eine Befestigungsplatte, Abstandshülsen und Schrauben umfassen, befestigt werden. Das Fenster kann mit einem Acrylglas oder mit einem Touchscreen versehen werden. An den Stirnseiten finden sich Durchbrüche, die für das Anschlusskabel sowie für andere Geräteschnittstellen vorgesehen sind.

Eine Rundschnurdichtung erhöht die Schutzart auf IP54. Darüber hinaus sind zahlreiche Gehäuse für den Einbau von Folientastaturen vorgesehen. Bei der Arbeit mit handgeführten Geräten zur Datenerfassung – etwa im Logistikumfeld – ist die Belastung des Bedieners hoch. Ein Touchscreen würde den Bediener dort eher behindern, da er sich stark auf den Bildschirm konzentrieren muss. In diesem Fall ist eine physische Bedienung vorteilhaft (Bild 4).

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