Bosch bietet einen Service an, bei dem durch maschinelle Lernverfahren erzeugte Algorithmen die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit eines Akkus in EVs prognostizieren.

Bosch prognostiziert die Lebensdauer von Batteriezellen.

Bosch prognostiziert die Lebensdauer von Batteriezellen über einen Cloudservice. Bosch

Dafür gelangen die für die Batterie relevanten Daten wie die aktuelle Umgebungstemperatur und das Ladeverhalten in Echtzeit in die Cloud. Der Service Battery in the Coud liefert dann aktuelle Informationen über den Zustand der Batterie. Die Softwarefunktionen nutzen dabei das Schwarmprinzip: So werten die zur Analyse eingesetzten Algorithmen nicht nur die Daten einzelner Fahrzeuge, sondern die Daten der gesamten Fahrzeugflotte aus. Mit dieser Schwarmintelligenz will das Unternehmen weitere Faktoren indentifizieren, die die Leistungsfähigkeit von Fahrzeug-Akkus reduzieren.

Auch hat das Unternehmen mithilfe der Clouddienste einen Service entwickelt, der eine individuelle Ladekurve für jeden einzelnen Ladevorgang berechnet. Denn voll aufgeladene Akkus altern bei besonders hohen oder niedrigen Temperaturen schneller. Wird der Ladestand des Stromspeichers jedoch um wenige Prozentpunkte reduziert, kann dies den Akku vor ungewolltem Verschleiß schützen. Der Dienst sorgt deshalb dafür, dass bei zu kalten oder warmen Temperaturen der Akku nicht zu 100 Prozent geladen wird. Zudem weist der Service darauf hin, wie der Nutzer batterieschonend fahren kann.

Erster Kunde des Services ist der chinesische Anbieter Di Di Chuxing. Die Dienste sollen die Batterieleistung der Elektrofahrzeugflotte des Mobilitätsdienstleisters aus China verbessern.