Die elektrischen Kenndaten sowie die Leistung stehen im Fokus der ersten Überlegungen eines Entwicklers. Die erste Entscheidung bezieht sich darauf, ob die LED im Konstantstrombetrieb (Constant Current, CC) oder Konstantspannungsbetrieb (Constant Voltage, CV) verwendet wird. Die Stromversorgung der LEDS in vielen Solid-State-Beleuchtungen erfolgt mit einem geregelten Strom, weshalb ein Konstantstrom-Treiber notwendig ist (Bild 1).

ECKdaten

Zusätzliche Aufmerksamkeit vonseiten des Entwicklers benötigt der LED-Treiber. Bei der Auswahl gilt es, verschiedene Faktoren zu beachten. Dazu zählen beispielsweise Spannungs- und Strombedarf, aber auch mechanische Aspekte müssen berücksichtigt werden. Auch Zulassungen und die Einsatzgebiete spielen eine Rolle.

Häufig ist dies die einfachste Methode, denn hier ist nur ein geringer Umfang an externen Schaltungen nötig. Einige Anwendungen sind jedoch mit einem Konstantspannungs-Treiber besser bedient, der mit einer geregelten Ausgangsspannung arbeitet (Bild 2). Zu diesen Anwendungen gehören einfache LED-Streifen oder ausgefeiltere, dezentrale Architekturen, bei denen die Stromregelung unmittelbar an den LEDs geschieht.

Bild 1: Beispiel für die serielle Verdrahtung mit einem Konstantstrom-Treiber

Bild 1: Beispiel für die serielle Verdrahtung mit einem Konstantstrom-Treiber Endrich

Bild 2: Beispiel für die parallele Verdrahtung mit einem Konstantspannungs-Treiber

Bild 2: Beispiel für die parallele Verdrahtung mit einem Konstantspannungs-Treiber Endrich

Leistung in jeder Situation

Die nächste Überlegung betrifft die Leistung, für die der Spannungs- und Strombedarf der Applikation ausschlaggebend ist. Der Treiber sollte gemäß den Regeln für gutes Design ausreichend Reserven für verschiedene Situationen mitbringen, beispielsweise wenn die LEDs nach dem Einschalten eine höhere Vorwärtsspannung aufweisen und somit mehr Leistung als sonst benötigen. Auch ist immer von dem höchstmöglichen Spannungsbin der LED auszugehen und nicht vom typischen. Dies ist der häufigste Fehler bei der Netzteilauswahl. Ist die erforderliche Leistung ermittelt, lassen sich der passende Ausgangsstrom und die richtige Ausgangsspannung festlegen. Ein programmierbarer Treiber vereinfacht diese Aufgabe deutlich, da der Anwender den Spannungsbereich und den Strom bestimmen kann. Vorteilhaft hieran ist, dass sich Designs individuell optimieren lassen und dass ein einziger programmierbarer Treiber mehrere abdecken kann, was den Bezug und die Qualifikation erleichtert.

Bild 3: Beispiele für verschiedene Bauformen von LED-Treibern

Bild 3: Beispiele für verschiedene Bauformen von LED-Treibern Endrich

Sind die elektrischen Parameter berücksichtigt, können Entwickler Überlegungen zu den mechanischen Aspekten anstellen. Ein entscheidender Gesichtspunkt ist, an welche Stelle der Entwickler den Treiber in der Leuchte positionieren will. LED-Treiber sind in den unterschiedlichen Ausführungen erhältlich – so zum Beispiel in länglichen, flachen oder runden Gehäusen (Bild 3). Anhand der Abmessungen der gewählten Bauform lässt sich feststellen, ob das Produkt in die Leuchte passt. Bezüglich des Gehäuses sind unter Umständen auch Überlegungen hinsichtlich der Entwärmung und der Einfachheit der Installation anzustellen. Sowohl Verkabelung als auch Steckverbinder können Entwickler an die Leuchtenkonstruktion anpassen, zudem können sie auswählen, ob die Installation im Feld oder in der Fabrik erfolgt.

Welche Zulassungen nötig sind und welchen Einfluss die Umgebung auf die LED-Treiber hat, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

 

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