In der Vergangenheit dienten LEDs wegen ihrer geringen Lichtausbeute nur als Ersatz für Glüh- und Glimmlampen in Anzeigeelementen oder zur Signalübertragung. Das änderte sich mit der Entwicklung leistungsstarker Leuchtdioden, die heute in vielfältigen Bereichen Verwendung finden. Das geht bis hin zu Kraftfahrzeugen, Verkehrsampeln und kompletten Straßenbeleuchtungen. Doch Leuchtdioden sowie die zugehörige Elektronik wollen gut verpackt sein – vor dieser Herausforderung stehen die Gehäusehersteller.

Auf einen Blick

Moderne Straßenleuchten beherbergen sensible Elektronik. Da diese gut geschützt sein will, galt es ein Mastmodell zu entwickeln, das schlank, isoliert sowie flexibel ist, Schutz bietet und sich erweitern lässt. Das PI-LED-Leuchtengehäuse erfüllt diese Anforderungen. Die Montage ist einfach: Das Gehäuse besteht nur aus zwei Schalenhälften und zugehörigem Deckel.

Zur Erstausstattung und Nachrüstung von Straßenleuchten mit LED-Technik hat Spelsberg eine passende Gehäuselösung für den Einbau der empfindlichen Elektronik entwickelt. In Kooperation mit einem Kunden aus der Beleuchtungstechnik entwickelte Spelsberg ein modulares spezifisches Gehäuse im Baukastenprinzip für die LED-Steuerelektronik in Straßenleuchten. „Für den Einbau der Steuerelektronik moderner LED-Straßenleuchten wurde ein langes, schlankes Gehäuse benötigt, das in die Masten eingeschoben werden kann. Mit dem Gehäuse sollten aber nicht nur neue LED-Leuchten bestückt, sondern auch alte, mit Quecksilber- oder Natriumdampflampen betriebene Leuchten auf LED umgerüstet werden können“, sagt Friedel Wasserfuhr, Leiter Vertrieb Industrie bei Spelsberg. „Für diesen speziellen Anwendungsfall haben wir ein modulares Gehäusesystem entwickelt, bei dem das Basisgehäuse zur Installation der je nach Leistungsumfang unterschiedlich bestückten LED-Platinen passgenau erweitert werden kann.“

Ein Gehäuse zur Erstausstattung und Nachrüstung von Straßenleuchten mit LED-Technik.

Ein Gehäuse zur Erstausstattung und Nachrüstung von Straßenleuchten mit LED-Technik.Spelsberg

In dem LED-Außenleuchtengehäuse sollten Platinen verschiedener Länge Platz finden können. Neben den LED-Treibern sollten die Entwickler Leuchten-Controller zum Schalten, Dimmen und Überwachen der Laterne im Gehäuse integrieren. Dafür konzipierte Spelsberg für diese Applikationen ein Gehäuse, das sich als flexibles Baukastensystem präsentiert und Gehäusecontroller und Betriebsgeräte für LED-Treiber beherbergt.

Bei der Einhausung der LED-Elektronik spielen Umweltfaktoren eine große Rolle. Das Gehäuse musste typischerweise elektrisch isoliert sein, eine stabile Form haben, aus robustem Material gefertigt sein und die Elektronik zuverlässig vor Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit und Schmutz schützen. Zudem sollten die Gehäuse flexibel sein. Auch der wirtschaftliche Faktor spielte eine signifikante Rolle, Spelsberg verzichtete auf eine aufwändige Gehäusekonstruktion um das hochwertige Endprodukt – die LED-Leuchte – kostengünstig anbieten zu können.

Hülle für Steuerelektronik und mehr

Das lange, schlanke Gehäuse lässt sich in die Masten einschieben.

Das lange, schlanke Gehäuse lässt sich in die Masten einschieben.Spelsberg

Das modulare Gehäuse in Form eines abgeflachten, länglichen Zylinders ist aus halbtransparentem Kunststoff gefertigt. In der Basisversion besteht es aus je zwei Schalenhälften und Deckeln, die sich intuitiv zusammensetzen lassen. Das 220 mm lange Basismodul hat einen Durchmesser von 67 mm. Der Betreiber kann das Modul mit zusätzlichen Schalenhälften auf eine Gesamtlänge von 420 oder 620 mm erweitern.

Durch das halbtransparente Material bleiben die Schaltzustände im Inneren des Gehäuses bei Inspektionen gut erkennbar. Falls nötig, lässt sich das anwenderfreundliche Gehäuse jederzeit schnell und einfach mit einem handelsüblichen Schraubendreher öffnen. Neben der schnellen, einfachen und kosteneffizienten Montage per Hand erlauben das Baukastenprinzip und die Klick-Montage auch die automatisierte Endmontage in der industriellen Fertigung. Darüber hinaus ist die Lagerhaltung der drei verschiedenen Einzelteile – eine Deckelform und zwei Halbschalen – überschaubar.

Die von der Elektronik im Gehäuseinneren erzeugte Wärme wird durch Luftzirkulation mittels optional erhältlicher Belüftungsstutzen abgeführt. Bei einer senkrechten Montage mit Belüftungsstutzen erreicht das Gehäuse die Schutzart IP32. So schützt es die empfindliche Elektronik zuverlässig gegen Tropfwasser, das durch Temperaturunterschiede im Inneren des Laternenmastes als Kondenswasser entstehen kann. Darüber hinaus ist das Gehäuse nach VDE-471 / EN-60695 getestet und erfüllt bei einer Bemessungsisolationsspannung Ui ≤ 250 VAC die Schutzklasse II. Neben den Belüftungsstutzen sind M12- und M20-Verschraubungen, Leiterplatten-Befestigungsschrauben und Außenbefestigungsschrauben als weiteres Zubehör erhältlich.

Maßgeschneidert und anpassbar

Das Gehäusesystem eignet sich nicht nur für den Einbau der LED-Steuerelektronik in Straßenleuchten. Auf Wunsch passt Spelsberg das Gehäuse im Rahmen seines Customizing-Verfahrens schnell und kostengünstig an die individuellen Anforderungen seiner Kunden an. Beispielsweise ist bei einer Weiterentwicklung in Richtung technischer Miniaturisierung eine flexible Anpassung für spezifische Einsatzbereiche möglich. Darüber hinaus lässt sich das modulare Gehäusesystem mit individuellen Befestigungspunkten im Inneren der Halbschalen, Löchern, Außenbefestigungspunkten auf Kundenwünsche anpassen; der Einsatz in unterschiedlichsten Bereichen ist dadurch möglich.

„Für den Einbau der Steuerelektronik moderner LED-Straßenleuchten wurde ein langes, schlankes Gehäuse benötigt, das in die Masten eingeschoben werden kann. Mit dem Gehäuse sollten aber nicht nur neue LED-Leuchten bestückt, sondern auch alte, mit Quecksilber- oder Natriumdampflampen betriebene Leuchten auf LED umgerüstet werden können“, sagt Friedel Wasserfuhr, Leiter Vertrieb Industrie bei Spelsberg. „Für diesen speziellen Anwendungsfall haben wir ein modulares Gehäusesystem entwickelt, bei dem das Basisgehäuse zur Installation der je nach Leistungsumfang unterschiedlich bestückten LED-Platinen passgenau erweitert werden kann.“