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Menno Treffers ist Generalsekretär des Zhaga-Konsortiums.
Der Messestand von Zhaga auf der Light+Building in Frankfurt.

Inzwischen gibt es schon sechs Zhaga-Spezifikationen. Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich ein Standard, mit dem sich LED-Lichtquellen einfach austauschen lassen. Das soll die Kosten und Risiken bei der Entwicklung neuer LED-Produkte signifikant senken – ohne  Kreativität und Designfreiheit einzuschränken. Die Initiative wurde ins Leben gerufen, um eine Zersplitterung von untereinander inkompatiblen LED-Lichtmodulen in den verschiedensten Beleuchtungsanwendungen zu verhindern, da einheitliche, internationale Standardisierungen bisher schlichtweg nicht existieren. Die Standards sollen dem Verbraucher Sicherheit geben durch festgelegte Angaben beim Einkauf von untereinander austauschbaren LED-Produkten. Aber auch eine andere Komplikation ließe sich mit einheitlichen Standards lösen: Fortlaufende technologische Entwicklungen zur Leistungssteigerung können bautechnisch einfacher in die standardisierten Leuchtengeometrien integriert werden. Durch Zhaga können Leuchtenhersteller die LED-Lichtquelle austauschen, ohne den Reflektor und das mechanische Design zu verändern.

„Die Präsentation von Zhaga auf der Light+Building war ein Erfolg. Die vorgestellten Produkte unserer Mitgliedsunternehmen zeigen, was Zhaga in der Kürze der Zeit erreicht hat. Die Lichtbranche wie auch Endverbraucher werden nachhaltig von unseren Spezifikationen profitieren“, freut sich Menno Treffers, Generalsekretär des Zhaga-Konsortiums, das 2010 gegründet wurde und mittlerweile auf bereits über 190 Mitgliedsunternehmen aus Europa, Asien und Nordamerika angewachsen ist. Zu den Gründungsmitglieder zählten Osram (Deutschland), Philips (Niederlande), Panasonic (Japan), Acuity Brands Lighting (USA), Cooper Lighting (USA), Schréder (Frankreich), Toshiba (Japan), Trilux (Deutschland) und Zumtobel (Österreich).

Internationale Akzeptanz

Die Mitglieder der NEMA (National Electrical Manufacturers Association), dem Berufsverband der elektrotechnischen Industrie Nordamerikas, sehen in der Gründung der Zhaga-Initiative einen bedeutenden Fortschritt für LED-Beleuchtungsanwendungen. In Nordamerika ist man davon überzeugt, dass die LED-Beleuchtung die am schnellsten fortschreitende Technologie der nächsten Jahre sein wird, und dass vormalige, scheinbar unerreichbare Effizienzgrade nun durch technische Innovationen erreicht werden können.

Auch Yan Shen Chen, Präsident der Chinese Association of Lighting Industry (CALI), befürwortet die Zhaga-Initiative, da diese einen maßgebenden Standard festlegen wird, auf dem alle Beteiligten in der Lichtindustrie aufbauen können. Er bestätigte: „Wir glauben, dass die Initiative einen größeren Wettbewerb hervorrufen wird, der wiederum dazu führt, dass unsere Kunden durch Innovationen und einem vielfältigeren Design mit einer größeren Bandbreite an Beleuchtungslösungen versorgt werden.“ Andreas Ludwig, Präsident der European Luminaire Association (CELMA), ist ebenfalls von den Vorzügen der Initiative überzeugt und erläuterte: „Zhaga wird einen durchschlagenden Fortschritt der LED-Technologie in den unterschiedlichsten Licht-Anwendungsbereichen bewirken und dabei die ökologischen und ökonomischen Vorzüge von LEDs aufzeigen.“

Nach der Light+Building ist das Konsortium 2012 in Sachen Information und Aufklärung noch bei der International Lightfair in Las Vegas und der Guangzhou International Lighting Exhibition in China vertreten, wo mit weiteren Zhaga-konformen Produkten zu rechnen ist.