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In Sägemaschinen werden die Teile während des Berabeitens meist von zwei Spannstöcken gehalten. Für den nötigen Druck der Spannwerkzeuge sorgt ein Hydraulik-Aggregat.

In Sägemaschinen werden die Teile während des Berabeitens meist von zwei Spannstöcken gehalten. Für den nötigen Druck der Spannwerkzeuge sorgt ein Hydraulik-Aggregat.Ramona Heim - Fotolia.com

In Metall-Sägemaschinen werden die Teile meist mit zwei Spannstöcken gehalten, sodass sie sich unter dem Einfluss der vom Sägeblatt ausgeübten Kräfte nicht bewegen können. Die Vorschubgeschwindigkeit gibt einen Eindruck darüber, welche Kräfte dort wirken: Je nach Material werden 10 bis 300 mm/min erreicht. Wenn die Werkstücke verrutschen, verkanten sie. Die dadurch entstehenden Schwingungen auf dem Sägeblatt führen zu Energieverlust und die Qualität des Produktes ist in Gefahr. Nicht zuletzt kann das Sägeblatt reißen, was zu einem Produktionsausfall und hohen Instandhaltungskosten führt. Damit das nicht passiert, überwacht ein Druckschalter die Spannkraft in der hydraulischen Steuerung während des Einspannens von ­Metallstangen oder -werkstücken in die ­Sägemaschine. Ein elektronischer Druckschalter hat gegenüber einem mechanischen Druckschalter den Vorteil, dass die Schaltvorgänge durch eine höhere Wiederholgenauigkeit (±1 %) präziser sind. Des Weiteren ist die Lebensdauer bis zu zehnmal höher. Im Vergleich zu anderen elektronischen Druckschaltern lässt sich der Druckschalter UDS1V2 von Barks­dale ohne zusätzliche Tools – wie Werkzeuge oder Programmierungen – vom Anwender einstellen. Im Allgemeinen können die Sägen nach der Voreinstellung automatisch in einem Verbund von Zuführsystemen und der Anbindung an ein Lager arbeiten.

Hydraulik-Aggregat für Werkzeugmaschinen: Hydraulisch gesteuerte Spannelemente eignen sich für zahlreiche Anwendungen.

Hydraulik-Aggregat für Werkzeugmaschinen: Hydraulisch gesteuerte Spannelemente eignen sich für zahlreiche Anwendungen.Argo-Hytos

Wie die Werkzeugmaschinen sollen auch die benötigten Hydraulik-Aggregate immer kleiner werden. Dementsprechend wichtig ist, dass diese nicht nur hochwertig und preiswert, sondern auch kompakt sind. Auf der Suche nach einem Druckschalter, der zu diesen Kriterien passt, kam der Hydrauliksteuerungs-Hersteller Argo-Hytos auf den elektronischen Druckschalter von Barksdale. Mit seiner Schlüsselweite von 24 mm und rund 100 mm Länge zählt er zu den Kleinsten auf dem Markt. Je nach Bereich kommen keramische oder piezoresistive Druckmesszellen zum Einsatz. So deckt der Schalter Einsatzfälle zwischen 0 und 10 bar sowie 0 und 600 bar über einen kompensierten Temperaturbereich von -10 bis 70 °C ab.

Um eine einfache Montage und Bedienbarkeit der Einzelkomponenten zu ermöglichen, verfügt der Druckschalter unter anderem über ein um 320° drehbares Gehäuse. Auf diese Weise kann der Monteur den Gewindeanschluss so justieren, wie es gerade nötig ist. Mit dem Gehäuse dreht sich auch der vierpolige M12-­Anschluss für die Elektrik. Das entspannt zusätzlich die Situation beim Verkabeln, da die Winkelstecker gelegentlich nach einer bestimmten Vorzugsrichtung verlangen.

Das um 320° drehbare Gehäuse vereinfacht die Montage.

Das um 320° drehbare Gehäuse vereinfacht die Montage.Barksdale

Display am Sensor? Nicht nötig

Bei manchen Anwendungsfällen wünschen sich die Konstrukteure ein Display an diesem Druckschalter. Damit wäre aber ein erheblicher Kostenvorteil dahin – außerdem bräuchten die Anwender bei der geringen Baugröße des Schalters eine Lupe zum Ablesen. Realistisch betrachtet, ist das Display am Druckschalter nur für die Voreinstellung erforderlich. Die wird serienmäßig aber am Prüfstand ausgeführt, wo das Referenzmanometer die relevanten Werte anzeigt. Dennoch lässt sich der Schaltpunkt bei Bedarf vor Ort ändern. Dazu wird der Schaltdruck angefahren und der Druckschalter ein­gestellt. Dafür hat das Gerät zwei Tasten.

Auf Dauerbetrieb ausgelegt

Werkzeugmaschinen sollen am besten rund um die Uhr arbeiten, idealerweise ohne Aufsicht. Das verlangt von den Komponenten der Hydraulik-Aggregate unter anderem eine hohe Toleranz gegenüber kurzzeitigen Lastspitzen. Bei dem elektronischen Druckschalter ist es möglich, den Messbereich des Sensors ohne Verlust an Genauigkeit entsprechend hoch anzusetzen. Bei einem Schaltpunkt in der Nähe von 20 bar bietet die Messzelle des Schalters für den Bereich bis 100 bar ohnehin eine fünffache Überlastbarkeit. Und um die Dynamik von Druckspitzen zu dämpfen, ist am Druckeinlass des Geräts zusätzlich eine Blende vorgesehen.

Peter Schmelzer

ist bei der Argo-Hytos GmbH im Bereich Anwendungstechnik Werkzeugmaschinen in Kraichtal tätig.

Jörg Augspurger

ist für Barksdale Control Products als Kundenberater in Reichelsheim tätig.

(dl)

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