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Ein Schaltschranksystem, das eine ganze Familie von Schränken und eine Vielfalt kompatiblen Zubehörs umfasst, hat bereits in der Konstruktionsphase einen großen Vorteil. Der Konstrukteur muss sich nicht schon zu Beginn für ein System oder einen Schaltschranktyp entscheiden, sondern kann diese Entscheidung im Prozess möglichst weit nach hinten verschieben. Mit dem SE 8 bietet Rittal einen neuen Einzelschaltschrank, der voll kompatibel zu seinem TS 8-Anreihschranksystem ist. So ist es möglich, ohne weiteren Aufwand vom Einzelschrank auf ein Anreihsystem umzudisponieren, sollte der Platz eines einzelnen Schrankes nicht ausreichen.

Auf einen Blick

Das mit Blick auf einfache, werkzeuglose Montage und Kompatibilität innerhalb des Baukastens entwickelte TS 8-System beschleunigt die Montage und hilft bei der Vermeidung von Fehlern beim Aufbau. Nicht zuletzt bietet der saubere und professionelle Aufbau des Schaltschranks auch eine hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit.

Die Konstruktion wird vom Hersteller durch verschiedene Engineering-Tools unterstützt. Neben den 2D- und 3D-Bauteilbibliotheken für die CAD-Modellierung zählen dazu Softwarelösungen wie RiTherm zur Ermittlung der abführbaren Verlustleistung beziehungsweise der Klimatisierung sowie Power Engineering, eine Planungssoftware für die sichere Energieverteilung von Schaltanlagen. Für einen sehr effizienten, integrierten Entwicklungsprozess sind diese Tools und Bibliotheken zum Beispiel mit der Software P8 verknüpft, der Engineering-Lösung des Rittal Schwesterunternehmens Eplan Software und Service.

In sich geschlossenes und zusammenpassendes System

Im Unterschied zu Anreihschränken, die aus Rahmengestell und abnehmbaren Seitenwänden bestehen, werden beim Einzelschrank die Seitenwände und das Dach aus einem Stück gefertigt. Bestellung und Montage der Seitenwände entfallen somit. Der neue Einzelschrank SE 8 ist mit den Zubehörteilen des TS 8-Systems kompatibel und bildet so mit dem Anreihsystem TS 8 und dem neuen IT-Schrankportfolio TS IT ein komplettes, in sich geschlossenes und zusammenpassendes System. Damit vereinfachen sich Einkauf und Lagerhaltung, da unabhängig vom eingesetzten Schranktyp nur Teile aus einem Zubehörprogramm gekauft und gelagert werden müssen. Dabei umfasst das Systemzubehör praktisch alle Produkte, die im Schaltschrankbau benötigt werden, angefangen von der Schaltschrankleuchte bis hin zu Klimatisierungslösungen. Ebenso wie der Anreihschrank bietet auch der Einzelschrank, mit der Möglichkeit des Innenausbaus auf zwei Montageebenen, große Flexibilität und deutlich mehr Platz als konventionelle Einzelschränke.

Innenausbau auf zwei Montageebenen

Die Montageeffizienz der Systemplattform wurde zusätzlich mit einer Vielzahl von Neuerungen optimiert. Jetzt besitzen die TS 8-Schaltschränke in den vertikalen Profilen im Abstand von 100 mm spezielle Stanzbilder zur Befestigung von Einbauten mit selbstformenden M8-Schrauben ohne Vorbohren, für die einfache Befestigung von Einbaukomponenten in Breite und Tiefe. Zudem lässt sich die Montageplatte nun auch von einer Person einbauen. Befestigung und Tiefenverstellung über Montageclips machen Werkzeuge überflüssig. Ein neues Lochbild im Türrahmen ermöglicht den Einbau von Systemzubehör im Schrankinneren. Einfache Montage und verringerte Lagerhaltungskosten sind die wichtigsten Vorteile, die sich daraus ergeben. Durch die neue Lochung lässt sich die Tür jetzt noch besser als vollwertige Montagefläche nutzen. Dies erschließt eine neue Dimension im platzsparenden Innenausbau.

Durch Aussparungen lassen sich die Erdungsbolzen vom Monteur von vorn in die Montageplatte einsetzen und verschrauben. Einfachere Montage wurde auch bei den Anreih-und Einzelschränken durch den automatischen Potenzialausgleich der Flachteile erreicht. Die Montageelemente drücken sich in die Oberflächenbeschichtung ein und stellen eine leitende Verbindung her. Zu den vielfältigen Vorteilen, die sich daraus ergeben, gehört zum einen die verkürzte Montagezeit, weiterhin kann der Potenzialausgleich nicht vergessen werden und oftmals müssen Erdungsbänder weder gekauft noch montiert werden.

Sockelsystem ohne Werkzeuge zusammenbauen

Benötigten übliche Sockel bisher etwa zehn Minuten Montagezeit für das Verschrauben einer Vielzahl von Einzelteilen, so lässt sich der Flex-Block, ein neuartiger Sockel-Funktionsraum, in weniger als einer Minute zusammenclipsen. Das Sockelsystem mit symmetrischen Kunststoff-Eckmodulen lässt sich dabei ohne Werkzeuge zusammenbauen. Blenden aus Stahlblech übernehmen die stabilisierende Funktion. Montageschienen für den Innenausbau auf zwei Montageebenen bieten hohe Flexibilität im Innenausbau für Kabelführung, -abfang sowie Einbau von Komponenten. Die 100 Millimeter hohen, vollsymmetrischen Eckmodule aus Kunststoff lassen sich auf 200 Millimeter Höhe stapeln und sind mit Öffnungen für Adapterhülsen zur Aufnahme von Nivellierfüßen und Doppellenk-Rollen versehen. Nach dem Abnehmen der Blenden lässt sich der Schrank mit einem Hubwagen oder Gabelstapler transportieren und am Bestimmungsort absetzen. Dort clipst der Monteur die Blenden mit wenigen Handgriffen wieder an den Sockel. Trotz der Stapelbarkeit der 100er Flex-Blöcke bietet der Hersteller in Kürze auch eine 200 mm hohe Variante ab Lager an.

Ideen aus dem Schaltschrank im IT-Rack

Flex-Block-Sockel, werkzeuglose Montage und Systemkompatibilität zeichnen auch das neue Rack-System TS IT für Server- und Netzwerkinstallationen aus. Damit wird die volle Kompatibilität der Lösungen für IT- und Industrie-Anwendungen geschaffen. So lassen sich auch im IT-Rack die Vorteile eines standardisierten, aufeinander abgestimmten Zubehörprogramms nutzen. Geteilte Seiten- und Rückwände mit Schnellverschluss, zwei flexible 19-Zoll-Montageebenen, die sich auch auf eine Breite von 21, 23 und 24 Zoll verstellen lassen, sind in der Grundausstattung enthalten. Die neue Schnellmontagetechnik ermöglicht es, Zubehörkomponenten wie Geräteböden und Gleitschienen werkzeuglos zu montieren. Zudem bietet das Plug&Play-Zubehör eine einfache Planung und Auswahl aller Komponenten.

Sämtliche installierten IT-Komponenten wie Server und Switches lassen sich über eine jederzeit einbaubare RFID-Antenne und Tags in eine automatisch Inventarisierung einbinden. Mit einer Belastbarkeit von insgesamt 1500 Kilogramm auf der 19-Zoll-Ebene ist das neue IT-Rack zudem äußerst stabil. Neben geschlossenen Türen sind auch belüftete Racktüren erhältlich, die eine freie Belüftungsfläche von 85 Prozent bieten. Alle Türen sind mit 180-Grad-Scharnieren für bestmögliche Zugänglichkeit ausgestattet, wobei Schränke mit Sichttüren so dicht sind, dass die Installation einer Klimatisierung, aber auch einer Gas-Löschanlage möglich ist.

Hans-Robert Koch

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aus der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Rittal, Herborn.

Matthias Müller

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ist Abteilungsleiter Produktmanagement Modular Enclosures bei Rittal, Herborn.

(ah)

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