| von Michaela Flindt

Die Firmengruppe International Tobacco Machinery, zu der International Tobacco Machinery Poland gehört, ist ein global agierender Anbieter von Maschinen für die Tabakindustrie. Die Produkte umfassen den gesamten Verarbeitungsprozess der Tabakerzeugnisse. Die ITM Group entwickelt Lösungen zum Optimieren der Qualität, der Rückverfolgbarkeit und das Reduzieren von Abfällen bei Tabakprodukten sowie das Flexibilisieren des Produktionsprozesses. Die Automatisierung im Wareneingang führt zu einer geringeren Fehlerrate und verkürzt die Durchlaufzeiten im Wareneingang.

Anwender im Detail

International-Tobacco-Machinery
Die Wurzeln der International-Tobacco-Machinery-Gruppe reichen bis 1897 zurück, als das niederländische Familienunternehmen Van der Sluis in Kampen begann, Zigarren zu produzieren. Später verlagerte sich der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in Richtung Tabakhandel und Retrofit von Maschinen. 1967 wurde die Schwestergesellschaft International Tobacco Machinery mit Fokus auf die Zigarettenindustrie gegründet. Es folgten der Bau einer Maschinenfabrik in Losser sowie eines Unternehmens zur Überholung von Maschinen in Eindhoven. In den 1980er Jahren wurde eine Produktionsstätte für Verpackungslinien in Großbritannien gegründet und 1991 ein Fertigungsstandort in Polen eröffnet. Heute besteht die Unternehmensgruppe aus Produktionsstätten, Niederlassungen und Servicezentren mit 700 Mitarbeitern weltweit. Der ITM-Hauptsitz befindet sich im niederländischen Kampen, Entwicklungs- und Produktionsstandorte in Polen, Großbritannien und Deutschland sowie Verkaufs- und Servicebüros in den USA, Russland und Malaysia.

Deshalb hat sich ITM Poland entschlossen die bestellten Komponenten im Wareneingang zu scannen und somit schneller und fehlerfrei zuzuordnen. Voraussetzung dafür sind sogenannte Barcode-Labels, bei SEW auch Drivetag-Labels genannt. „Viele Anwender benutzen eigene Materialbezeichnungen oder Sachnummern für unsere Produkte und die der unterschiedlichen Hersteller. Diese können bereits bei der Auswahl angegeben und somit in nachfolgenden Prozessen durchgängig verwendet werden“, erläutert Marek Marciniak, Geschäftsführer von SEW-Eurodrive in Polen. „Der Nutzen durch Drivetag von SEW entsteht dem Anwender also nicht erst im Wareneingang. Auch dem Einkäufer hilft es, wenn die für Drivetag benötigten Daten wie die Materialnummer schon im Angebot vermerkt sind. Im Idealfall werden diese Daten bereits elektronisch übertragen.“ Der Nutzen dieser Labels zeigt sich auch im gesamten weiteren innerbetrieblichen Materialflussprozess, denn die mehrfach erforderliche Identifikation lässt sich dadurch automatisieren.

Durchgängig optimiert

Aufgrund seiner positiven Erfahrungen mit den Barcode-Labels startete International Tobacco Machinery Poland ein durchgängiges Optimierungsprojekt für seinen Materialfluss. Fortan versehen alle Lieferanten des Unternehmens ihre Produkte mit einem Barcode. Projektkoordinator Jacek Lewandowski, Supply Chain Manager bei ITM Poland, erläutert: „Die Kennzeichnung direkt am Produkt unterstützt die dynamische Lagerhaltung. Durch das Verwenden von Barcode-Labels auf allen an uns gelieferten Produkten – einschließlich der Produkte von SEW – konnten wir etwa 30 % unserer Lagerkapazität vor Ort einsparen.“ Die Werker können jetzt anhand der Materialnummer schneller die Getriebemotoren zum richtigen Lagerplatz, dem richtigen Projekt oder der einzubauenden Maschine zuordnen.

Mittlerweile sind alle Produkte, die das polnische Unternehmen von SEW kauft, mit damit ausgestattet. So wurden seit November 2010 bereits rund 700 Labels an Produkten und Packstücken angebracht. Drivetag kann übrigens nicht nur maschinenlesbare Information enthalten, sondern auch Klarschrift. Das ist ein großer Vorteil, wenn ein Kunde zum Beispiel gerade keinen Scanner zur Verfügung hat. Der Nutzen entsteht für Anwender, die eine automatisierte Wareneingangserkennung haben, Barcodes mit Scannern auslesen und ihr Material in einem ERP-System automatisch verbuchen.

Der Prozessbaustein Drivetag steht seit 2010 zur Verfügung und wird europaweit angeboten. Er eignet sich insbesondere für umfangreiche Projektgeschäfte und zur Optimierung der Lieferkette. Darüber hinaus plant SEW die Ausweitung seines Mehrwertportfolios mit weiteren Aktivitäten in den Bereichen Engineering und Auswahl sowie Bestellung und Beschaffungslogistik.

Michaela Flindt

: Business Process Integration bei SEW-Eurodrive in Bruchsal.

(hw)

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