Der Bedarf für Leistungshalbleiter verdreifacht sich bis 2030. Damit wird der Markt sechsmal so schnell wachsen wie der gesamte Halbleitermarkt, so eine ZVEI-Abschätzung.

Der Bedarf für Leistungshalbleiter verdreifacht sich bis 2030. Damit wird der Markt sechsmal so schnell wachsen wie der gesamte Halbleitermarkt, so eine ZVEI-Abschätzung. (Bild: ZVEI)

Nach Schätzungen des ZVEI wird sich das Wachstum im Markt für Leistungshalbleiter bis 2030 verdreifachen und entwickelt sich damit sechs Mal so schnell wie der gesamte Halbleitermarkt. Europa ist heute mit einem Anteil von etwa 30 Prozent an diesem Markt beteiligt. Im Positionspapier „Starke Mikroelektronik in Europa: Zukünftige Versorgungssicherheit bei Leistungshalbleitern in der Industrie“ stellt der ZVEI aus Sicht der Anwenderperspektive der Industrie dar, wie die Bedarfe an Leistungshalbleitern in den nächsten Jahren massiv wachsen werden.

Leistungshalbleiter kommen in den Bereichen Industrie, erneuerbare Energien und Automotive zum Einsatz. Ohne sie gibt es weder grünen Strom, noch grünen Wasserstoff, auch bei Elektroautos läuft ohne Leistungshalbleiter nichts. Laut ZVEI muss Europa die Produktion von Leistungshalbleitern enorm steigern, um die Wertschöpfung zu sichern und als Industriestandort im internationalen Wettbewerb weiter bestehen zu können. Konkret müssten bis 2030 in Europa etwa sechs zusätzliche Halbleiterfabriken entstehen, um die aktuelle Position auch nur halten zu können. Die heutigen europäischen Marktführer müssten ihre Produktion in weniger als zehn Jahren mindestens verdreifachen, so der ZVEI.

Auch für weitere Anwendungen wie Sensoren und Prozessoren wird der Bedarf an Chips stark steigen. Daher müssten EU-Kommission, Bundesregierung und interessierte EU-Mitgliedstaaten das zweite „Important Project for Common European Interest“ (IPCEI) für Mikroelektronik und Kommunikationstechnologie rasch beschließen. Darüber hinaus brauche es eine langfristige Strategie, um Europas Stärken wie etwa Leistungshalbleiter auszubauen und bislang eher schwache Bereiche wie zum Beispiel Prozessoren zu kräftigen. Notwendig seien Förderprogramme, die die Bedarfe der verschiedenen Anwenderindustrien berücksichtigen – insbesondere auch den Mittelstand als Leistungsträger der deutschen Industrie.

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