Würth_Prüflabor_Rasterelektronenmikroskop

Das neue Rasterelektronenmikroskop kann bei Würth Industrie Service auch Bauteile im Nanobereich analysieren. (Bild: Pia Schmitt/Würth Industrie Service)

Für Produkt- und Prozessqualität entlang der gesamten Wertschöpfungskette sorgt bei Würth Industrie Service das auf Verbindungstechnik spezialisierte Prüflabor des C-Teile-Partners. Das 800 Quadratmeter große Labor ist für mehr als 50 normgerechte Prüfverfahren nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert und dient als offizielle, unabhängige Prüfstelle. Kunden können auch Würth-fremde Teile prüfen lassen – solche Prüfungen erfolgten bislang extern.

Mit dem neuen Rasterelektronenmikroskop (REM) lassen sich Bauteile jetzt noch genauer analysieren. Das REM kann gebrochene sowie stark beanspruchte Bauteile im Nanobereich abbilden. So sind auch sehr kleine Auffälligkeiten in der Oberfläche und spezifische Eigenschaften der Bruchstruktur wie etwa Rastlinien erkennbar. Damit lassen sich detaillierte Aussagen zum Bruchhergang oder der Fehlerursache ableiten, etwa ob das Bauteil dynamisch beansprucht war, ob es sich um einen Anwendungs- oder Materialfehler handelt oder welche Art von Bruch (Spröd- oder Verformungsbruch) vorliegt. Auch die chemische Zusammensetzung der Probe lässt sich mithilfe eines Detektors (Energie Dispersive Röntgenspektroskopie, EDX) bestimmen.

Für die Analyse befindet sich die Probe je nach Material in einem Hoch- oder Niedervakuum. Anschließend bestrahlt ein fein gebündelter Elektronenstrahl das Objekt, wodurch die sogenannten Sekundärelektronen entstehen. Diese werden erfasst, elektronisch verstärkt und anschließend bildlich dargestellt. Somit sind auch Auflösungen im Nanobereich möglich. Zudem verfügt das REM im Vergleich zu einem Lichtmikroskop über eine höhere Tiefenschärfe, was beim Prüfen größerer Teile von Vorteil ist. Zu den labortechnischen Highlights zählen neben dem REM unter anderem die weltweit größte Reibwertprüfmaschine für Verbindungselemente zur Untersuchung von Schrauben bis zur Größe M80, eine Salzsprühnebelkammer für Korrosionstests sowie ein Raum zur Messung von komplexen Form- und Lagetoleranzen mit 3D-Multisensor-Technik.

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