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(Bild: Schunk)

Wie intelligente Greifer smarte Produktionsprozesse künftig unterstützen können, präsentierte Schunk, Lauffen, an einem Nutzentrenner für die Leiterplattenproduktion. Nutzentrenner sind leistungsfähige Prozesskomponenten zum Trennen einzelner Leiterplatten von elektronischen Baugruppen. Getrennt wird meist mit Schaftfräsern, Sägen oder Laserköpfen. Diese Trennverfahren sind schnell, zuverlässig sowie stressarm und stellen eine hohe Produktivität bei bester Trennqualität sicher. Ohne den Einsatz externer Sensorik übernehmen nun intelligente EGL-Greifer beim Smart Gripping im Nutzentrenner die Handhabung, Bauteilvermessung und -identifikation sowie eine integrierte Qualitätskontrolle. Sämtliche Prozessdaten werden noch auf Ebene der Greifmodule in unmittelbar nutzbare Informationen verarbeitet und stehen über eine einzige Schnittstelle sowohl innerhalb der Anlage zur Inline-Prozessregelung, als auch auf Cloudlösungen für Data Analytics zur kurz-, mittel- und langfristigen Prozessoptimierung zur Verfügung.

Intelligente Greifer beim Smart Gripping in einem Nutzentrenner für die Handhabung, Bauteilvermessung und -identifikation sowie eine integrierte Qualitätskontrolle. Schunk

Intelligente Greifer beim Smart Gripping in einem Nutzentrenner. Schunk

Kollaboratives Handling in der Smart Factory

Vor allem dort, wo eine Vollautomatisierung von Produktions- oder Montagelinien nur bedingt wirtschaftlich umsetzbar ist, wird es künftig üblich sein, Teilprozesse herauszulösen und sie zwischen Mensch und Roboter aufzuteilen. Dies betrifft insbesondere Anwendungen, bei denen die Stückzahl für vollautomatisierte Lösungen zu gering und für manuelle Tätigkeit zu groß ist, beziehungsweise umgekehrt die Teilevarianz für eine manuelle Tätigkeit zu gering und für eine vollautomatisierte Lösung zu groß. MRK-Lösungen bringen in solchen Szenarien entscheidende Vorteile: Sie steigern die Produktivität, ermöglichen eine hohe Flexibilität und entlasten die Mitarbeiter von bislang nicht automatisierbaren oder ergonomisch ungünstigen manuellen Arbeitsschritten. Zudem senken sie die Gefahr von Verletzungen und sie sichern bei reproduzierbaren Prozessen eine konstante Qualität unabhängig von der Tagesform des Bedieners. Autonom operierende Cobots werden vor allem ergonomisch ungünstige oder eintönige Arbeiten übernehmen. Dadurch sinkt die physische Belastung des Menschen, zugleich wird der Prozess effizienter. Zudem steigt durch die Hand-in-Hand-Arbeit von Mensch und Roboter die Flexibilität. Unabhängig vom Robotertyp oder -hersteller soll es auch mit Schunk-MRK-Greifern möglich sein, unterschiedlichste Anwendungsfelder abzudecken. Dafür sorgt der Co-act-Baukasten.

Wie ein erfolgreiches Teamwork mit dem Roboter gelingen kann, zeigt das Beispiel des Dualarm-Roboters Kawada Nextage. Der in Europa noch annähernd unbekannte Assistenzroboter verfügt über zwei Augen in Form eines Stereo-Vision-Systems, mit dem er sein Umfeld makroskopisch detektiert und seine Handlung individuell daran anpasst. Zusätzlich sind zwei Co-act Greifer EGP von Schunk für die Mensch-Roboter-Kollaboration, mit Kameras zur mikroskopischen Prozessüberwachung ausgestattet. Im kooperativen Zusammenspiel mit dem Menschen montierte der Cobot beispielhaft Fahrantriebe für den Roboter-Baukasten Tinkerbots.

Sonja Aufrecht

Diplom-Betriebswirtin (BA), Journalistin (FJS), Referentin Unternehmenskommunikation und PR bei Schunk

(hw)

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