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(Bild: Pixabay)

Das Thema Online-Schulung und der Wechsel von Präsenz- zu digitalen Veranstaltungen ist in den letzten Monaten durch die Corona-Pandemie ein immer wichtigeres Thema geworden, denn die Pandemie hat Präsenzveranstaltungen so gut wie unmöglich gemacht. In den meisten Firmen sind Besuche Externer nur noch in dringenden Fällen möglich. Die Reisetätigkeit der eigenen Mitarbeiter ist ebenfalls stark reduziert bzw. auf absolut notwendige Termine beschränkt. Dies betrifft natürlich auch den Bereich Schulung und Training.

Vor diesen Herausforderung stand auch Spea. Bei den angebotenen Schulungen und Trainings handelt es sich um notwendige Aus- und Weiterbildungen der Kundenmitarbeiter. Bei der heutigen Komplexität und den Möglichkeiten, die moderne Testsysteme bieten, ist die Schulung derjenigen, die mit dem System arbeiten wichtig für einen möglichst effektiven und erfolgreichen Einsatz des Testers. Mit dem Kauf eines Systems wird das Training gleich mitgebucht und idealerweise noch vor der Installation des Testers absolviert. So können Anwender das System unmittelbar nach der Inbetriebnahme produktiv einsetzen.

Vor der Pandemie: Präsenz-Schulungen

Als Veranstaltungen noch uneingeschränkt möglich waren, fanden Präsenzschulungen in der Regel im Spea-Trainingscenter oder auch vor Ort beim Kunden statt. Die Inhalte dieser Schulungen sind praxisorientiert, gliedern sich in zwei Blöcke und berücksichtigen auch individuelle Testanforderungen der Teilnehmer.

Schulungsblock 1 – die praktische Theorie

Schon im ersten Abschnitt arbeiten die Teilnehmer direkt mit der Software des Testsystems und legen ein Schulungsprojekt an. Dabei hat jeder Schulungsteilnehmer einen eigenen Rechner, auf dem die Programmierumgebung installiert ist. So wird von Anfang an mit der Oberfläche gearbeitet, die auch später im eigenen Betrieb verwendet wird. Schulungsprojekt bedeutet, dass für eine Baugruppe ein echtes Testprogramm erstellt wird, das verschiedene Testanforderungen und -möglichkeiten beinhaltet. Selbstverständlich werden auch individuelle Anforderungen und Fragestellungen der Schulungsteilnehmer berücksichtigt.

Um zu gewährleisten, dass die Teilnehmer zu Beginn der Schulung über das gleiche Basiswissen verfügen, absolvieren Sie im Vorfeld der Schulung festgelegte Online-Kurse der Spea Academy. Dies ist eine Online-Plattform zum Selbstlernen und -weiterbilden. Spezielle Basiskurse werden als Vorbereitung auf die Schulung genutzt. Später können sich die Kunden dort einloggen und Kurse oder Lernvideos zu den unterschiedlichsten Themen absolvieren. Die Bibliothek dieser Academy wird ständig aktualisiert und erweitert.

Schulungsblock 2 – Praxis am System

Im zweiten Teil geht es dann an das Testsystem. Dort wird das Schulungsprojekt übernommen. Auch die Möglichkeiten des Debuggings gehören zu den Schulungsinhalten. Dabei setzt der Testsystem-Hersteller auf Praxis. Die Schulungsteilnehmer schauen nicht nur zu, sondern sollen die Problemstellung auch selbst bewältigen. Jeder der Teilnehmer übernimmt dabei verschiedene Aufgaben direkt am Testsystem. Auch hier werden individuelle Aufgabenstellungen der Teilnehmer berücksichtigt.

Jetzt neu: die etwas andere Online-Remote-Schulung

der Schulungsleiter sitzt im lerren Schulungsraum von Spea.

Schulung in Zeiten von Corona: Der Schulungsleiter sitzt im leeren Raum vor eingeschalteten Rechnern. Die Teilnehmer sind im Homeoffice oder ihrer Firma und haben Fernzugriff auf die Programmieroberfläche. Spea

Die Idee war, den Teilnehmern in Zeiten von Corona mit dem Online-Training die gleichen Inhalte zu vermitteln wie in der Präsenzschulung. Auch die aktive Teilnahme in der Praxis sollte ermöglicht werden. Damit war klar, dass eine reine Präsentation seitens Spea, bei der die Schulungsteilnehmer lediglich zuhören, zuschauen und ab und zu Fragen stellen können, nicht in Frage kam. Aus diesem Grund wurde ein neues Trainingskonzept entwickelt, das den Teilnehmern tatsächlich die gleiche Praxismöglichkeit und exakt die gleichen Inhalte der Präsenzschulung bietet – jedoch virtuell.

Virtueller Klassenraum – Schulungsblock 1

Dieser Fernzugriff erfolgt per TeamViewer-Meeting über die Spea-Lizenz.

Eine Kombination aus TeamViewer-Meeting und GoogleMeet macht sowohl den Fernzugriff auf die Rechner als auch die Kommunikation untereinander möglich. Spea

Seitdem Präsenz-Schulungen durch Corona unmöglich sind, sitzt der Schulungsleiter im leeren Raum vor einer Reihe eingeschalteter Schulungsrechner. Die Schulungsteilnehmer nehmen entweder von der Firma oder vom Homeoffice aus an der Schulung teil. Dabei ist jeder einzelne mit „seinem“ Schulungsrechner bei Spea verbunden und hat aus der Ferne vollen Zugriff. Dieser Fernzugriff erfolgt per TeamViewer-Meeting über die Spea-Lizenz. Das heißt, die Teilnehmer müssen keine Software installieren. Das ist ein klarer Vorteil, da in den meisten Firmen die IT die Installation fremder oder zusätzlicher Software aus Sicherheitsgründen nicht zulässt.

Im Vorfeld der Schulung wird ein Einladungslink verschickt, mit dem sich der Schulungsteilnehmer über einen Webbrowser in das Meeting einloggen kann. Nach Verifizierung und Freischaltung durch den Spea-Mitarbeiter haben die Teilnehmer dann Vollzugriff auf die Programmierumgebung. Genauso als säßen sie im Schulungsraum am Rechner. Das Anlegen des Schulungsprojektes erfolgt so auf exakt die gleiche Weise wie bei der Präsenzschulung. Mit dem Unterschied, dass die Teilnehmer von zu Hause oder der Firma aus teilnehmen.

Kommunikation untereinander – auch online problemlos möglich

Der Zugriff auf den Rechner ist der eine Part, die Kommunikation mit dem Schulungsleiter und der Teilnehmer untereinander der andere. Dieser Part wird realisiert durch GoogleMeet. Ein eigenes Google-Konto der Teilnehmer ist nicht erforderlich. Per Einladungslink loggen sich die Teilnehmer ein. So können sie sowohl mit dem Schulungsleiter als auch untereinander kommunizieren – fast als wäre man vor Ort.

Praxis online – Schulungsblock 2

Auch beim Online-Training geht es im 2. Block der Schulung live über den Remote-Zugriff an das Testsystem. Und auch hier werden exakt die gleichen theoretischen und praktischen Inhalte geboten wie in der Präsenzschulung. Der einzige Unterschied ist, dass die Teilnehmer den Tester nicht anfassen können.

Auch beim Online-Training geht es im 2. Block der Schulung live über den Remote-Zugriff an das Testsystem.

Praxis online am System. Die Schulungsteilnehmer haben Fernzugriff auf die Testersoftware und das Testsystem. Spea

Ermöglicht wird dies – wie bei Schulungsblock 1 – durch die Kombination eines TeamViewer-Meetings mit GoogleMeet. Im TeamViewer-Meeting schalten sich die Teilnehmer live in die Software-Umgebung des Testers und haben damit Vollzugriff auf die Maschine. GoogleMeet wird für die Kommunikation mit dem Schulungsleiter und untereinander genutzt.

Der praktische Teil am Testsystem beinhaltet die Punkte Übernahme des erstellten Testprogramms, Debugging und realer Testbetrieb. Damit die Schulungsteilnehmer sehen was sie tun, ist eine zweite Kamera auf das Testsystem und angeschlossene Geräte (zum Beispiel Oszilloskop) gerichtet. Sie haben also nicht nur den Schulungsleiter und die Systemsoftware im Blick, sondern auch den Tester selber, so dass sie bei Eingaben in der Konsole auch die Ausführung durch den Tester direkt erleben.

Der praktische Teil am Testsystem beinhaltet die Punkte Übernahme des erstellten Testprogramms, Debugging und realer Testbetrieb.

Eine zweite Kamera ist auf den Tester und angeschlossene Geräte (hier Oszilloskop) gerichtet, so dass die Schulungsteilnehmer nach Befehlseingabe in der Software auch die Ausführung des Testers sehen können, inklusive Messergebnisse. Spea

Im Debugging übernehmen die Teilnehmer abwechselnd die Anpassung bestimmter Parameter, die für die Durchführung des Testprogramms optimiert werden können. Es wird immer nur der Zugriff desjenigen freigeschaltet, der gerade Aufgaben am System durchführt. Nach der Übernahme des Testprogramms erfolgt ein vollständiges Debugging wie es auch in der Fertigung durchgeführt würde. Anschließend erfolgt der Testbetrieb. Bei allen Punkten werden die Teilnehmer mit Problemstellungen konfrontiert wie sie auch im realen Betrieb vorkommen können. Auch individuelle Anforderungen und Fragestellungen der Teilnehmer werden besprochen und simuliert.

Zum Abschluss der Schulung haben die Schulungsteilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und bestimmte Dinge noch einmal zu besprechen. Außerdem werden ihnen zusätzliche Tools der Testsysteme und weitere Testmethoden vorgestellt, so dass sie ein umfassendes Bild ihres Systems erhalten. Und sie können natürlich weiterhin die Spea Academy nutzen, um ihr Wissen zu vertiefen, aufzufrischen oder zu erweitern. Außerdem eignet sie sich hervorragend, um bestimmte Techniken und Methoden zu üben.

Remote-Schulungen: Vor- und Nachteile

Persönliche Begegnungen sind durch nichts zu ersetzen. Und auch das Lernen ist gemeinsam immer schöner. Aber wenn dies wie zurzeit nicht möglich ist, steht die Spea Online-Schulung zumindest in der Vermittlung der Inhalte und der Möglichkeit, das Gelernte praktisch durchzuführen, der Präsenzschulung in nichts nach. Und wenn die fehlende physische Präsenz ein Nachteil ist, so ist der Wegfall von Reisezeit und Reisekosten möglicherweise ein Vorteil.

Maren Witt

Maketing Managerin Spea, Fernwald

(pg)

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