Clemens Par (links) erhält von Serge Dudushkin, Vizepräsident von Gorodissky & Partners, den Gorodissky-Preis überreicht.

Clemens Par (links) erhält von Serge Dudushkin, Vizepräsident von Gorodissky & Partners, den Gorodissky-Preis überreicht.

Clemens Par, Erfinder mit rundfunktechnischem Background, stellte auf dem Salon International des Inventions in Genf als Weltpremiere das erste professionelle einkanalige System vor, das sich klassischen Stereo-Verfahren als ebenbürdig erweist. Dafür erhielt er am 3.4.2009 die Goldmedaille und den Gorodissky-Preis.

Das ausgezeichnete Verfahren zeigt die präzise Abbildung konstant lokalisierbarer Phantomschallquellen in ihrer tatsächlichen räumlichen Umgebung, dies unter völliger Wahrung der Kompatibilität – bei umfassenden Nachbearbeitungsmöglichkeiten bezogen auf die ursprüngliche Aufnahmesituation. Die Erfindung ermöglicht eine Einsparung von teuren Ressourcen zwischen 50% und 88% – ganz im Sinne ökologischer Nachhaltigkeit – und ermöglicht reine Stereophonie (unter Einschluss der Formate Surround, Dolby Digital, DTS,DD+, Dolby TrueHD, DTS-HD und SDDS) bei sämtlichen aufgenommenen, übertragenen oder abgestrahlten Audiosignalen. Sie kann an beliebiger Stelle innerhalb der Übertragungskette eingesetzt werden. Die Erfindung, die ein einfaches, jedoch hocheffizientes mathematisches Modell benutzt, kann deshalb zur Keimzelle einer Reihe von möglichen umwälzenden Audio-, Rundfunk- und Telekommunikationsanwendungen im Sinne von echter Virtual Reality werden, die Alltag und Ökologie nachhaltig zu beeinflussen vermag und darin von breitem öffentlichen Interesse ist.

In technischer Hinsicht vereinfachen sich nicht nur sämtliche professionelle Aufnahmetechniken, sondern es bestehen weitgehende Nachbearbeitungsmöglichkeiten für professionelle Audiosignale und die Option echter Stereophonie (Surround, Dolby, DTS und SDDS eingeschlossen) für Lang-, Mittel- und Kurzwelle (einschließlich Amateurfunk) sowie Fernsehton. Auf der Empfangsseite wird ein Decoder erforderlich, sendeseitig müssen dem Monokanal nur fünf zusätzliche Parameter mit einer geringen Datenmenge aufmoduliert werden.

Außerdem präsentieren sich Telefonsignale mit dem neuen Verfahren erstmals in echter Räumlichkeit und erhöhen die Sprachverständlichkeit um wenigstens 50% – ein deutlicher Schritt in Richtung Virtual Reality bei der zunehmenden Verschmelzung von Audio-, Video, Film- und Telekommunikationstechnologien. Auch im IT-Bereich (insbesondere bei Telekommunikation, die sich ja auf ein monophones Netz stützt, und Internetprodukten) ergeben sich faszinierende Anwendungen, insbesondere auch im Bereich Car-Infotainment.

Der Grundgedanke, stereophon mit nur einem Mikrophon aufzunehmen geht bereits auf die Fünfzigerjahre zurück; M. R. Schroeder schlug damals die Bildung eines Summen- bzw. Differenzsignals aus einem Monosignal so vor, dass die Summe der benutzten Transferfunktionen gleich 1 ist (demnach ergibt L+R das ursprüngliche Monosignal). Die so gewonnenen Signale weisen Frequenzunterschiede auf, die beim Zuhörer einen räumlichen Eindruck erzeugen. Die konstante räumliche Zuordung von Phantomschallquellen ist bei dieser Methode allerdings nicht möglich, Hauptgrund, weshalb sogenannte pseudostereophone Verfahren – auch bei technischer Verbesserung – sich bislang im Vergleich mit klassischen Stereo-Aufnahmeverfahren als unterlegen erwiesen.

Weitere Informationen über das neue Verfahren erhalten sie von Clemens Par direkt über e-mail

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