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Warum das Roman Space Telescope technisch so besonders ist

Das Roman Space Telescope in Bildern

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Hochformatige, englisch beschriftete Infografik auf schwarzem Hintergrund mit feinem goldfarbenem Raster, die das Hubble Space Telescope, das Roman Space Telescope und das James Webb Space Telescope anhand ihrer Hauptspiegel, Kameras, Sensoranordnungen, Sichtfelder, Wellenlängenbereiche und Winkelauflösungen vergleicht. Der obere Bildbereich ist dem Hubble Space Telescope und seiner Wide Field Camera 3, kurz WFC3, gewidmet. Links ist der runde, weiß dargestellte Hauptspiegel von Hubble mit einer zentralen schwarzen Öffnung zu sehen. Der Spiegel besitzt laut Grafik einen Durchmesser von 7,9 Fuß beziehungsweise 2,4 Metern. Ein grauer Lichtkegel führt vom Spiegel zu zwei schematisch dargestellten Sensorbereichen. Die WFC3-UVIS-Kamera nutzt zwei gelb dargestellte Sensoren mit jeweils 2048 × 4096 Pixeln, deckt Wellenlängen von 0,2 bis 1,0 Mikrometern ab und erreicht eine Auflösung von 0,04 Bogensekunden pro Pixel. Daneben ist der kleinere Sensor der WFC3-NIR-Kamera dargestellt. Er besitzt 1024 × 1024 Pixel, arbeitet zwischen 0,8 und 1,7 Mikrometern und erreicht 0,13 Bogensekunden pro Pixel. Die Sichtfelder sind oberhalb als Rechtecke eingezeichnet: 162 × 162 Bogensekunden für WFC3 UVIS und 130 × 130 Bogensekunden für WFC3 NIR. Ein erläuternder Text beschreibt den Hubble-Hauptspiegel als Spiegel aus verschmolzenem Silikatglas mit einer dünnen Beschichtung aus Aluminium und Magnesiumfluorid.

Im mittleren Bildbereich wird das Roman Space Telescope mit seinem Wide Field Instrument, kurz WFI, dargestellt. Links befindet sich ein runder, blau schimmernder Hauptspiegel mit schwarzer zentraler Öffnung. Auch dieser Spiegel misst 7,9 Fuß beziehungsweise 2,4 Meter und besitzt damit denselben Durchmesser wie der Hubble-Spiegel. Ein Text erläutert, dass der Roman-Spiegel aufgrund technischer Fortschritte nur etwa ein Viertel des Gewichts des Hubble-Spiegels besitzt. Vom Spiegel führt ein breiter grauer Lichtkegel zur gelb dargestellten Sensorfläche des Wide Field Instrument. Die Fokalebene besteht aus 18 rechteckigen Sensoren mit jeweils 4096 × 4096 Pixeln. Die Sensormodule sind als großflächiges Mosaik angeordnet und nehmen innerhalb der Grafik deutlich mehr Fläche ein als die Detektoren der Hubble-Kamera. Das WFI arbeitet im Wellenlängenbereich von 0,5 bis 2,3 Mikrometern und erreicht eine Winkelauflösung von 0,11 Bogensekunden pro Pixel. Das Sichtfeld des Wide Field Instrument ist mit 2700 × 1380 Bogensekunden angegeben und wird als wesentlich größerer rechteckiger Bereich dargestellt. Die Grafik verdeutlicht damit, dass Roman bei einer Hubble-ähnlichen Spiegelgröße ein sehr viel größeres Himmelsfeld gleichzeitig erfassen kann. Roman ist dadurch besonders für schnelle, großflächige Himmelsdurchmusterungen im sichtbaren und nahen Infrarotbereich geeignet.

Der untere Bildbereich zeigt das James Webb Space Telescope und seine Near-Infrared Camera, kurz NIRCam. Links dominiert der große goldfarbene Hauptspiegel aus 18 sechseckigen Segmenten. Der Spiegel besitzt einen Durchmesser von 21 Fuß beziehungsweise 6,5 Metern und ist damit deutlich größer als die Spiegel von Hubble und Roman. Ein Text erklärt, dass die Segmente aus Beryllium bestehen und dünn mit Gold beschichtet sind. Der James-Webb-Spiegel sammelt laut Grafik mehr als sechsmal so viel Licht wie die Spiegel von Hubble und Roman. Ein grauer Lichtkegel führt zu den beiden Sensorgruppen von NIRCam. Der kurzwellige Kanal, NIRCam Short, nutzt acht Sensoren mit jeweils 2048 × 2048 Pixeln. Er arbeitet zwischen 0,6 und 2,3 Mikrometern und erreicht 0,031 Bogensekunden pro Pixel. Der langwellige Kanal, NIRCam Long, besteht aus zwei Sensoren mit jeweils 2048 × 2048 Pixeln, deckt 2,4 bis 5,0 Mikrometer ab und erreicht 0,063 Bogensekunden pro Pixel. Das Sichtfeld von NIRCam ist mit 260 × 130 Bogensekunden angegeben.

Am rechten Rand der Infografik verlaufen farbige, wellenförmige Linien und orangefarbene Begrenzungskurven, die die jeweils kürzesten und längsten erfassten Wellenlängen der drei Weltraumteleskope vergleichen. Hubble deckt den ultravioletten, sichtbaren und nahen Infrarotbereich ab. Roman konzentriert sich auf sichtbares Licht und nahes Infrarot bis 2,3 Mikrometer. James Webb reicht mit seinem langwelligen NIRCam-Kanal bis 5,0 Mikrometer. Die Infografik fasst damit die unterschiedlichen technischen Schwerpunkte der drei Weltraumteleskope zusammen: Hubble verbindet ultraviolette, sichtbare und infrarote Beobachtungen, Roman kombiniert eine Hubble-große Optik mit einem besonders großen Sichtfeld und 18 Infrarotsensoren, und James Webb nutzt seinen deutlich größeren segmentierten Spiegel für hohe Lichtempfindlichkeit, feinere Winkelauflösung und Beobachtungen bei längeren Infrarotwellenlängen.
Die Gegenüberstellung zeigt Romans besondere Stärke: Bei einer mit Hubble vergleichbaren Spiegelgröße erfasst das Wide Field Instrument durch seine 18 Infrarotsensoren einen erheblich größeren Himmelsausschnitt. James Webb sammelt mehr Licht und erreicht eine feinere Auflösung, während das Roman Space Telescope auf schnelle, großflächige Durchmusterungen im nahen Infrarotbereich ausgelegt ist.
Space Telescope Science Institute
Breite technische Infografik des Nancy Grace Roman Space Telescope auf einem violett-braunen Hintergrund. Oben in der Mitte steht in großen weißen Buchstaben „Nancy Grace Roman Space Telescope“. Darunter ist eine perspektivische Darstellung des vollständig zusammengesetzten Weltraumteleskops mit ausgeklapptem dunklem Solar Array Sun Shield, silbern verkleidetem Teleskopkörper und kleiner Parabolantenne zu sehen.

Die linke Hälfte zeigt die innere Hauptbaugruppe des Observatoriums, die in der Grafik als „SCIPA – Spacecraft Integrated Payload Assembly“ bezeichnet wird. Die Baugruppe ist senkrecht dargestellt. Im oberen Bereich befindet sich die „OTA – Optical Telescope Assembly“, eine von schwarzen Streben getragene und teilweise silbern isolierte Teleskopstruktur. Darunter ist das „WFI – Wide Field Instrument“ markiert. Daneben weist eine Beschriftung auf den „IC – Instrument Carrier“ hin, der sowohl das Wide Field Instrument als auch das Coronagraph Instrument trägt. Unterhalb der Instrumente liegt der rechteckige, silbern verkleidete „Spacecraft Bus“ mit Versorgungs- und Steuerelektronik. Am unteren Ende ist eine schwarze runde Parabolantenne angebracht, die als „HGAS – High-Gain Antenna System“ beschriftet ist.

Die rechte Bildhälfte zeigt die äußere Baugruppe „OSD“. Diese Abkürzung steht laut sichtbarer Beschriftung für „Outer Barrel Assembly, Solar Array Sun Shield, Deployable Aperture Cover“. Das System besitzt einen hohen, silbern verkleideten äußeren Tubus auf einer offenen Metallstruktur. Dahinter ragt eine große dunkle Fläche des Solar Array Sun Shield hervor. Eine Linie markiert das „SASS – Solar Array Sun Shield“. Am oberen Ende sitzt die zusammengefaltete oder geschlossene „DAC – Deployable Aperture Cover“, eine ausklappbare Abdeckung der Teleskopöffnung. Der silberne äußere Teleskoptubus ist als „OBA – Outer Barrel Assembly“ gekennzeichnet.

In der Mitte erläutert ein englischer Text unter der Überschrift „Two Systems, One Observatory“, dass die innere SCIPA-Baugruppe Raumfahrzeug, Teleskop und Instrumente enthält, während die äußere OSD-Baugruppe für Abschirmung, Energieversorgung und Schutz zuständig ist. Die Grafik vermittelt den modularen Aufbau des Roman Space Telescope und die räumliche Trennung von wissenschaftlicher Nutzlast, Raumfahrzeugtechnik, Sonnenschutz und Abdeckung.
Roman besteht aus einem inneren Nutzlast- und Servicemodul sowie einem äußeren Schutz- und Energiesystem. Die Aufteilung zeigt, wie Instrumente, Raumfahrzeugbus, Sonnenschutz und Abdeckung als eigenständige Baugruppen entwickelt und geprüft wurden.
NASA’s Goddard Space Flight Center
Breite technische Übersichtsgrafik auf weißem Hintergrund, die die Position und die wichtigsten Subsysteme des Wide Field Instrument, kurz WFI, im Nancy Grace Roman Space Telescope zeigt. Links befindet sich eine dreidimensionale Darstellung des vollständigen Roman-Observatoriums. Zu sehen sind der silbern und goldfarben verkleidete Teleskopkörper, eine große dunkelblaue Fläche des Solar Array Sun Shield sowie eine kleine schwarze Parabolantenne an einem Ausleger. Über der Darstellung steht die englische Beschriftung „Roman Observatory“.

Ein schwarzer Pfeil führt von der Gesamtansicht zu einer vergrößerten Darstellung des Wide Field Instrument in der Bildmitte. Das WFI erscheint als kompakte, quaderförmige technische Baugruppe mit grauen, gelbgrünen und metallischen Flächen. Unterhalb steht „Wide Field Instrument (WFI)“. Ein weiterer Pfeil führt nach rechts zu einer detaillierten seitlichen Schnitt- beziehungsweise Konstruktionsansicht des Instruments.

In der rechten Hälfte sind zahlreiche optische, mechanische und elektronische Komponenten innerhalb einer hohen, schmalen Instrumentenstruktur sichtbar. Oben markieren violette Pfeile die „Detector Focal Plane Array and Electronics“, also die Detektor-Fokalebene und ihre Elektronik. Die markierte Baugruppe liegt nahe dem oberen Teil des Instruments und umfasst mehrere kompakte Kästen und Anschlussbereiche. Goldfarbene Pfeile zeigen auf die seitlich angeordneten „Thermal Radiators“, die Wärme aus dem Instrument an den Weltraum abgeben sollen.

Im unteren und mittleren Bereich markieren farbige Linien weitere Subsysteme. Ein blauer Pfeil kennzeichnet das „Element Wheel“, ein drehbares Rad für Filter und spektroskopische Elemente. Eine grüne Markierung bezeichnet die „Optical Bench“, die optische Komponenten mechanisch trägt und ausrichtet. Orangefarbene Linien weisen auf das „Calibration System“ hin, das die Detektoren kontrolliert beleuchten und ihre Reaktion überwachen soll. Rechts ist außerdem der „Alignment Compensation Mechanism“ beschriftet, ein Mechanismus zur Korrektur von Fokus und Ausrichtung. Die Grafik verdeutlicht die enge räumliche Integration der 300-Megapixel-Fokalebene mit Optik, Kalibrierung, Mechanik, Ausleseelektronik und thermischer Regelung.
Das Wide Field Instrument (WFI) bündelt Fokalebene, Elementrad, Kalibriersystem, optische Bank und passive Wärmeabfuhr in einer kompakten Einheit. Die Bildqualität entsteht aus der abgestimmten Messkette aus Sensorik, Optik, Mechanik, Elektronik und Thermik.
NASA’s Goddard Space Flight Center
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Querformatige Nahaufnahme eines Fast Steering Mirror für das Coronagraph Instrument des Nancy Grace Roman Space Telescope in einer hellen Reinraumumgebung. Rechts in der Bildmitte steht die kompakte optomechanische Baugruppe auf einer massiven silberfarbenen Metallhalterung. Im Zentrum der Baugruppe befindet sich eine runde spiegelnde Fläche mit bläulicher Reflexion. Der Spiegel ist in eine dunkelgraue quadratische Fassung mit abgeschrägten Ecken eingebaut. Rund um die Fassung sind Schrauben, kleine Halterungen, Gelenke und präzise bearbeitete Metallteile sichtbar.

Mehrere Bündel orange- bis kupferfarbener isolierter Leitungen verlaufen von beiden Seiten über und um die Spiegelbaugruppe. Die Kabel sind teilweise zu Schleifen gelegt und mit weißen sowie blauen Bändern zusammengebunden. Sie verbinden die bewegliche optische Einheit mit der elektrischen Ansteuerung und den außerhalb des Bildausschnitts liegenden Systemen. Unterhalb der Fassung sitzen zylindrische Abstandshalter und weitere feinmechanische Bauteile auf einer rechteckigen Grundplatte.

Links ist ein Ingenieur oder Techniker in Reinraumbekleidung zu sehen. Die Person trägt eine weiße Haube, einen hellblauen Mund-Nasen-Schutz und weiße Handschuhe. Nur ein Teil des Gesichts ist sichtbar. Eine behandschuhte Hand liegt nahe der Arbeitsfläche, ohne die Spiegelbaugruppe zu berühren. Der Hintergrund besteht aus einer hellen, weich ausgeleuchteten Reinraumwand.

Das Foto zeigt die geringe Größe und den präzisen mechanischen Aufbau des Fast Steering Mirror. Die sichtbare Verkabelung, die stabile Fassung und der kreisförmige Spiegel verdeutlichen die Verbindung von elektromechanischer Ansteuerung und optischer Feinregelung im Roman Space Telescope. Das Bauteil soll sehr kleine Bewegungen ausgleichen, damit der Koronograf das Licht eines Sterns möglichst stabil unterdrücken kann.
Der Fast Steering Mirror korrigiert kleine Restbewegungen im Strahlengang des Roman-Koronografen. Seine Mechanik und Verkabelung stehen exemplarisch für die enge Kopplung von Aktorik, Regelungstechnik und optischer Stabilität.
NASA/JPL-Caltech
Breite computergenerierte Seitenansicht des Nancy Grace Roman Space Telescope vor einem dunkelblauen Sternenhintergrund. Das Weltraumobservatorium ist waagerecht von der Seite dargestellt. Sein langgestreckter Körper besteht aus einer offenen dunklen Metallstruktur, mehreren silbern und grau verkleideten Baugruppen sowie einer weißen, trichterförmig zulaufenden äußeren Teleskopverkleidung auf der rechten Seite. Oberhalb des Observatoriums verläuft eine breite schwarze Fläche des Solar Array Sun Shield. Links oben ragt eine kleine Parabolantenne an einem hellen Ausleger über den Sonnenschutz hinaus.

Vier graue Beschriftungsfelder mit hellblauem oberen Rand markieren unterschiedliche Temperaturzonen. Links oben zeigt eine dünne blaue Linie auf das Solar Array Sun Shield. Das Feld nennt eine Temperatur von 185 Grad Fahrenheit beziehungsweise 85 Grad Celsius. Rechts mittig weist ein weiteres Feld auf den Bereich des Hauptspiegels. Die Beschriftung „Primary Mirror“ nennt 19 Grad Fahrenheit beziehungsweise minus 7 Grad Celsius.

Links unten zeigt eine Linie auf einen rechteckigen Instrumentenbereich am hinteren Teil des Teleskops. Das Feld trägt die Bezeichnung „Coronagraph CCD“ und gibt minus 130 Grad Fahrenheit beziehungsweise minus 90 Grad Celsius an. Rechts unten ist der Bereich der Detektoren des Wide Field Instrument markiert. Die Beschriftung „WFI Detectors“ nennt minus 289 Grad Fahrenheit beziehungsweise minus 178 Grad Celsius.

Die Grafik macht sichtbar, dass die Solarpaneele und äußeren Strukturen erheblich wärmer betrieben werden als die empfindlichen wissenschaftlichen Detektoren. Sie zeigt außerdem, dass Hauptspiegel, Koronograf-CCD und WFI-Infrarotsensoren jeweils eigene thermische Betriebsbereiche besitzen. Die große Temperaturspanne innerhalb eines einzigen Weltraumobservatoriums verdeutlicht die Bedeutung von Sonnenschutz, passiven Radiatoren, thermischer Isolation und kontrollierten Wärmewegen.
Roman verteilt seine Baugruppen auf stark unterschiedliche Temperaturzonen, von den tiefgekühlten WFI-Detektoren bis zum warmen Solar Array Sun Shield. Diese Staffelung begrenzt thermische Störsignale und macht Wärmewege, Leitungsführung und mechanische Übergänge zu zentralen Engineering-Aufgaben.
NASA’s Goddard Space Flight Center
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Hochformatige, englisch beschriftete Infografik auf schwarzem Hintergrund mit feinem goldfarbenem Raster, die das Hubble Space Telescope, das Roman Space Telescope und das James Webb Space Telescope anhand ihrer Hauptspiegel, Kameras, Sensoranordnungen, Sichtfelder, Wellenlängenbereiche und Winkelauflösungen vergleicht. Der obere Bildbereich ist dem Hubble Space Telescope und seiner Wide Field Camera 3, kurz WFC3, gewidmet. Links ist der runde, weiß dargestellte Hauptspiegel von Hubble mit einer zentralen schwarzen Öffnung zu sehen. Der Spiegel besitzt laut Grafik einen Durchmesser von 7,9 Fuß beziehungsweise 2,4 Metern. Ein grauer Lichtkegel führt vom Spiegel zu zwei schematisch dargestellten Sensorbereichen. Die WFC3-UVIS-Kamera nutzt zwei gelb dargestellte Sensoren mit jeweils 2048 × 4096 Pixeln, deckt Wellenlängen von 0,2 bis 1,0 Mikrometern ab und erreicht eine Auflösung von 0,04 Bogensekunden pro Pixel. Daneben ist der kleinere Sensor der WFC3-NIR-Kamera dargestellt. Er besitzt 1024 × 1024 Pixel, arbeitet zwischen 0,8 und 1,7 Mikrometern und erreicht 0,13 Bogensekunden pro Pixel. Die Sichtfelder sind oberhalb als Rechtecke eingezeichnet: 162 × 162 Bogensekunden für WFC3 UVIS und 130 × 130 Bogensekunden für WFC3 NIR. Ein erläuternder Text beschreibt den Hubble-Hauptspiegel als Spiegel aus verschmolzenem Silikatglas mit einer dünnen Beschichtung aus Aluminium und Magnesiumfluorid.

Im mittleren Bildbereich wird das Roman Space Telescope mit seinem Wide Field Instrument, kurz WFI, dargestellt. Links befindet sich ein runder, blau schimmernder Hauptspiegel mit schwarzer zentraler Öffnung. Auch dieser Spiegel misst 7,9 Fuß beziehungsweise 2,4 Meter und besitzt damit denselben Durchmesser wie der Hubble-Spiegel. Ein Text erläutert, dass der Roman-Spiegel aufgrund technischer Fortschritte nur etwa ein Viertel des Gewichts des Hubble-Spiegels besitzt. Vom Spiegel führt ein breiter grauer Lichtkegel zur gelb dargestellten Sensorfläche des Wide Field Instrument. Die Fokalebene besteht aus 18 rechteckigen Sensoren mit jeweils 4096 × 4096 Pixeln. Die Sensormodule sind als großflächiges Mosaik angeordnet und nehmen innerhalb der Grafik deutlich mehr Fläche ein als die Detektoren der Hubble-Kamera. Das WFI arbeitet im Wellenlängenbereich von 0,5 bis 2,3 Mikrometern und erreicht eine Winkelauflösung von 0,11 Bogensekunden pro Pixel. Das Sichtfeld des Wide Field Instrument ist mit 2700 × 1380 Bogensekunden angegeben und wird als wesentlich größerer rechteckiger Bereich dargestellt. Die Grafik verdeutlicht damit, dass Roman bei einer Hubble-ähnlichen Spiegelgröße ein sehr viel größeres Himmelsfeld gleichzeitig erfassen kann. Roman ist dadurch besonders für schnelle, großflächige Himmelsdurchmusterungen im sichtbaren und nahen Infrarotbereich geeignet.

Der untere Bildbereich zeigt das James Webb Space Telescope und seine Near-Infrared Camera, kurz NIRCam. Links dominiert der große goldfarbene Hauptspiegel aus 18 sechseckigen Segmenten. Der Spiegel besitzt einen Durchmesser von 21 Fuß beziehungsweise 6,5 Metern und ist damit deutlich größer als die Spiegel von Hubble und Roman. Ein Text erklärt, dass die Segmente aus Beryllium bestehen und dünn mit Gold beschichtet sind. Der James-Webb-Spiegel sammelt laut Grafik mehr als sechsmal so viel Licht wie die Spiegel von Hubble und Roman. Ein grauer Lichtkegel führt zu den beiden Sensorgruppen von NIRCam. Der kurzwellige Kanal, NIRCam Short, nutzt acht Sensoren mit jeweils 2048 × 2048 Pixeln. Er arbeitet zwischen 0,6 und 2,3 Mikrometern und erreicht 0,031 Bogensekunden pro Pixel. Der langwellige Kanal, NIRCam Long, besteht aus zwei Sensoren mit jeweils 2048 × 2048 Pixeln, deckt 2,4 bis 5,0 Mikrometer ab und erreicht 0,063 Bogensekunden pro Pixel. Das Sichtfeld von NIRCam ist mit 260 × 130 Bogensekunden angegeben.

Am rechten Rand der Infografik verlaufen farbige, wellenförmige Linien und orangefarbene Begrenzungskurven, die die jeweils kürzesten und längsten erfassten Wellenlängen der drei Weltraumteleskope vergleichen. Hubble deckt den ultravioletten, sichtbaren und nahen Infrarotbereich ab. Roman konzentriert sich auf sichtbares Licht und nahes Infrarot bis 2,3 Mikrometer. James Webb reicht mit seinem langwelligen NIRCam-Kanal bis 5,0 Mikrometer. Die Infografik fasst damit die unterschiedlichen technischen Schwerpunkte der drei Weltraumteleskope zusammen: Hubble verbindet ultraviolette, sichtbare und infrarote Beobachtungen, Roman kombiniert eine Hubble-große Optik mit einem besonders großen Sichtfeld und 18 Infrarotsensoren, und James Webb nutzt seinen deutlich größeren segmentierten Spiegel für hohe Lichtempfindlichkeit, feinere Winkelauflösung und Beobachtungen bei längeren Infrarotwellenlängen.
Breite technische Infografik des Nancy Grace Roman Space Telescope auf einem violett-braunen Hintergrund. Oben in der Mitte steht in großen weißen Buchstaben „Nancy Grace Roman Space Telescope“. Darunter ist eine perspektivische Darstellung des vollständig zusammengesetzten Weltraumteleskops mit ausgeklapptem dunklem Solar Array Sun Shield, silbern verkleidetem Teleskopkörper und kleiner Parabolantenne zu sehen.

Die linke Hälfte zeigt die innere Hauptbaugruppe des Observatoriums, die in der Grafik als „SCIPA – Spacecraft Integrated Payload Assembly“ bezeichnet wird. Die Baugruppe ist senkrecht dargestellt. Im oberen Bereich befindet sich die „OTA – Optical Telescope Assembly“, eine von schwarzen Streben getragene und teilweise silbern isolierte Teleskopstruktur. Darunter ist das „WFI – Wide Field Instrument“ markiert. Daneben weist eine Beschriftung auf den „IC – Instrument Carrier“ hin, der sowohl das Wide Field Instrument als auch das Coronagraph Instrument trägt. Unterhalb der Instrumente liegt der rechteckige, silbern verkleidete „Spacecraft Bus“ mit Versorgungs- und Steuerelektronik. Am unteren Ende ist eine schwarze runde Parabolantenne angebracht, die als „HGAS – High-Gain Antenna System“ beschriftet ist.

Die rechte Bildhälfte zeigt die äußere Baugruppe „OSD“. Diese Abkürzung steht laut sichtbarer Beschriftung für „Outer Barrel Assembly, Solar Array Sun Shield, Deployable Aperture Cover“. Das System besitzt einen hohen, silbern verkleideten äußeren Tubus auf einer offenen Metallstruktur. Dahinter ragt eine große dunkle Fläche des Solar Array Sun Shield hervor. Eine Linie markiert das „SASS – Solar Array Sun Shield“. Am oberen Ende sitzt die zusammengefaltete oder geschlossene „DAC – Deployable Aperture Cover“, eine ausklappbare Abdeckung der Teleskopöffnung. Der silberne äußere Teleskoptubus ist als „OBA – Outer Barrel Assembly“ gekennzeichnet.

In der Mitte erläutert ein englischer Text unter der Überschrift „Two Systems, One Observatory“, dass die innere SCIPA-Baugruppe Raumfahrzeug, Teleskop und Instrumente enthält, während die äußere OSD-Baugruppe für Abschirmung, Energieversorgung und Schutz zuständig ist. Die Grafik vermittelt den modularen Aufbau des Roman Space Telescope und die räumliche Trennung von wissenschaftlicher Nutzlast, Raumfahrzeugtechnik, Sonnenschutz und Abdeckung.
Breite technische Übersichtsgrafik auf weißem Hintergrund, die die Position und die wichtigsten Subsysteme des Wide Field Instrument, kurz WFI, im Nancy Grace Roman Space Telescope zeigt. Links befindet sich eine dreidimensionale Darstellung des vollständigen Roman-Observatoriums. Zu sehen sind der silbern und goldfarben verkleidete Teleskopkörper, eine große dunkelblaue Fläche des Solar Array Sun Shield sowie eine kleine schwarze Parabolantenne an einem Ausleger. Über der Darstellung steht die englische Beschriftung „Roman Observatory“.

Ein schwarzer Pfeil führt von der Gesamtansicht zu einer vergrößerten Darstellung des Wide Field Instrument in der Bildmitte. Das WFI erscheint als kompakte, quaderförmige technische Baugruppe mit grauen, gelbgrünen und metallischen Flächen. Unterhalb steht „Wide Field Instrument (WFI)“. Ein weiterer Pfeil führt nach rechts zu einer detaillierten seitlichen Schnitt- beziehungsweise Konstruktionsansicht des Instruments.

In der rechten Hälfte sind zahlreiche optische, mechanische und elektronische Komponenten innerhalb einer hohen, schmalen Instrumentenstruktur sichtbar. Oben markieren violette Pfeile die „Detector Focal Plane Array and Electronics“, also die Detektor-Fokalebene und ihre Elektronik. Die markierte Baugruppe liegt nahe dem oberen Teil des Instruments und umfasst mehrere kompakte Kästen und Anschlussbereiche. Goldfarbene Pfeile zeigen auf die seitlich angeordneten „Thermal Radiators“, die Wärme aus dem Instrument an den Weltraum abgeben sollen.

Im unteren und mittleren Bereich markieren farbige Linien weitere Subsysteme. Ein blauer Pfeil kennzeichnet das „Element Wheel“, ein drehbares Rad für Filter und spektroskopische Elemente. Eine grüne Markierung bezeichnet die „Optical Bench“, die optische Komponenten mechanisch trägt und ausrichtet. Orangefarbene Linien weisen auf das „Calibration System“ hin, das die Detektoren kontrolliert beleuchten und ihre Reaktion überwachen soll. Rechts ist außerdem der „Alignment Compensation Mechanism“ beschriftet, ein Mechanismus zur Korrektur von Fokus und Ausrichtung. Die Grafik verdeutlicht die enge räumliche Integration der 300-Megapixel-Fokalebene mit Optik, Kalibrierung, Mechanik, Ausleseelektronik und thermischer Regelung.
Querformatige Nahaufnahme eines Fast Steering Mirror für das Coronagraph Instrument des Nancy Grace Roman Space Telescope in einer hellen Reinraumumgebung. Rechts in der Bildmitte steht die kompakte optomechanische Baugruppe auf einer massiven silberfarbenen Metallhalterung. Im Zentrum der Baugruppe befindet sich eine runde spiegelnde Fläche mit bläulicher Reflexion. Der Spiegel ist in eine dunkelgraue quadratische Fassung mit abgeschrägten Ecken eingebaut. Rund um die Fassung sind Schrauben, kleine Halterungen, Gelenke und präzise bearbeitete Metallteile sichtbar.

Mehrere Bündel orange- bis kupferfarbener isolierter Leitungen verlaufen von beiden Seiten über und um die Spiegelbaugruppe. Die Kabel sind teilweise zu Schleifen gelegt und mit weißen sowie blauen Bändern zusammengebunden. Sie verbinden die bewegliche optische Einheit mit der elektrischen Ansteuerung und den außerhalb des Bildausschnitts liegenden Systemen. Unterhalb der Fassung sitzen zylindrische Abstandshalter und weitere feinmechanische Bauteile auf einer rechteckigen Grundplatte.

Links ist ein Ingenieur oder Techniker in Reinraumbekleidung zu sehen. Die Person trägt eine weiße Haube, einen hellblauen Mund-Nasen-Schutz und weiße Handschuhe. Nur ein Teil des Gesichts ist sichtbar. Eine behandschuhte Hand liegt nahe der Arbeitsfläche, ohne die Spiegelbaugruppe zu berühren. Der Hintergrund besteht aus einer hellen, weich ausgeleuchteten Reinraumwand.

Das Foto zeigt die geringe Größe und den präzisen mechanischen Aufbau des Fast Steering Mirror. Die sichtbare Verkabelung, die stabile Fassung und der kreisförmige Spiegel verdeutlichen die Verbindung von elektromechanischer Ansteuerung und optischer Feinregelung im Roman Space Telescope. Das Bauteil soll sehr kleine Bewegungen ausgleichen, damit der Koronograf das Licht eines Sterns möglichst stabil unterdrücken kann.
Breite computergenerierte Seitenansicht des Nancy Grace Roman Space Telescope vor einem dunkelblauen Sternenhintergrund. Das Weltraumobservatorium ist waagerecht von der Seite dargestellt. Sein langgestreckter Körper besteht aus einer offenen dunklen Metallstruktur, mehreren silbern und grau verkleideten Baugruppen sowie einer weißen, trichterförmig zulaufenden äußeren Teleskopverkleidung auf der rechten Seite. Oberhalb des Observatoriums verläuft eine breite schwarze Fläche des Solar Array Sun Shield. Links oben ragt eine kleine Parabolantenne an einem hellen Ausleger über den Sonnenschutz hinaus.

Vier graue Beschriftungsfelder mit hellblauem oberen Rand markieren unterschiedliche Temperaturzonen. Links oben zeigt eine dünne blaue Linie auf das Solar Array Sun Shield. Das Feld nennt eine Temperatur von 185 Grad Fahrenheit beziehungsweise 85 Grad Celsius. Rechts mittig weist ein weiteres Feld auf den Bereich des Hauptspiegels. Die Beschriftung „Primary Mirror“ nennt 19 Grad Fahrenheit beziehungsweise minus 7 Grad Celsius.

Links unten zeigt eine Linie auf einen rechteckigen Instrumentenbereich am hinteren Teil des Teleskops. Das Feld trägt die Bezeichnung „Coronagraph CCD“ und gibt minus 130 Grad Fahrenheit beziehungsweise minus 90 Grad Celsius an. Rechts unten ist der Bereich der Detektoren des Wide Field Instrument markiert. Die Beschriftung „WFI Detectors“ nennt minus 289 Grad Fahrenheit beziehungsweise minus 178 Grad Celsius.

Die Grafik macht sichtbar, dass die Solarpaneele und äußeren Strukturen erheblich wärmer betrieben werden als die empfindlichen wissenschaftlichen Detektoren. Sie zeigt außerdem, dass Hauptspiegel, Koronograf-CCD und WFI-Infrarotsensoren jeweils eigene thermische Betriebsbereiche besitzen. Die große Temperaturspanne innerhalb eines einzigen Weltraumobservatoriums verdeutlicht die Bedeutung von Sonnenschutz, passiven Radiatoren, thermischer Isolation und kontrollierten Wärmewegen.
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