E-Waste Day 2026 – Zehn Fakten über Elektroschrott
10 Fakten zu Elektroschrott zum E-Waste-Day
Mit durchschnittlich 17,6 Kilogramm pro Einwohner lag Europa 2022 beim Elektroschrottaufkommen an der Spitze. Der weltweite Durchschnitt betrug 7,8 Kilogramm. Gleichzeitig erreichte Europa mit 42,8 Prozent die höchste dokumentierte Sammel- und Recyclingquote aller Weltregionen.
2. Ein Drittel des Elektroschrotts besteht aus Kleingeräten
Rund 20,4 Millionen Tonnen und damit knapp ein Drittel des weltweiten Elektroschrotts entfielen 2022 auf die Kategorie kleiner Elektrogeräte. Dazu gehören unter anderem Spielzeug, Küchengeräte, Staubsauger und elektronische Zigaretten. Die dokumentierte Sammel- und Recyclingquote dieser Gerätegruppe lag bei nur zwölf Prozent.
3. Elektroschrott enthält Metalle im Wert von 91 Milliarden Dollar
So hoch schätzt der Global E-Waste Monitor den Wert sämtlicher Metalle, die 2022 im weltweit angefallenen Elektroschrott enthalten waren. Zurückgewonnen wurden Sekundärrohstoffe im Wert von rund 28 Milliarden Dollar. Der Unterschied verdeutlicht das erhebliche wirtschaftliche Potenzial zusätzlicher Rohstoffrückgewinnung.
4. Eine Tonne alte Mobiltelefone kann 250 Gramm Gold enthalten
Das Umweltbundesamt nennt etwa 250 Gramm Gold pro Tonne Mobiltelefone als Beispiel. Zum Vergleich werden für eine Tonne Golderz etwa fünf Gramm angegeben. Die tatsächlichen Konzentrationen schwanken je nach Zusammensetzung der Geräte beziehungsweise Qualität des Erzes. Der Vergleich macht deutlich, weshalb Elektronikschrott für die Edelmetallgewinnung interessant ist.
5. Nur etwa ein Prozent des Bedarfs an seltenen Erden wird durch Elektroschrottrecycling gedeckt
Die Rückgewinnung dieser Elemente bleibt technisch und wirtschaftlich schwierig. Sie sind häufig in geringen Konzentrationen oder komplexen Materialverbünden enthalten. Besonders bei Permanentmagneten und elektronischen Spezialbauteilen bestehen noch erhebliche Potenziale.
6. In europäischen Haushalten liegen durchschnittlich 13 ungenutzte Elektroprodukte
Eine 2022 veröffentlichte Untersuchung des WEEE Forum unter 8.775 Haushalten in sechs europäischen Ländern ermittelte durchschnittlich 74 Elektroprodukte pro Haushalt. Davon wurden 13 aufbewahrt, ohne genutzt zu werden. Neun waren noch funktionsfähig, vier defekt. Die Zahlen beschreiben die untersuchte Stichprobe und sind keine aktuelle Erhebung für sämtliche europäischen Haushalte.
7. Milliarden Mobiltelefone verschwinden aus der Nutzung
Das WEEE Forum schätzte 2022, dass weltweit rund 5,3 Milliarden Mobiltelefone im Laufe dieses Jahres aus der Nutzung ausscheiden würden. Ein erheblicher Teil sollte nach damaliger Einschätzung in Schubladen und Schränken verbleiben. Damit bleiben auch die enthaltenen Metalle auf unbestimmte Zeit dem Wertstoffkreislauf entzogen.
8. Recycling betrifft auch die Kunststoffe
Der globale Elektroschrott des Jahres 2022 enthielt schätzungsweise 17 Millionen Tonnen Kunststoffe. Deren Wiederverwertung ist wegen unterschiedlicher Polymere, Additive und teilweise enthaltener Flammschutzmittel anspruchsvoll. Vor einer hochwertigen stofflichen Verwertung müssen geeignete Kunststofffraktionen getrennt und problematische Inhaltsstoffe berücksichtigt werden.
9. Kleine Elektrogeräte stellen in Deutschland die größte Gruppe bei der Erstbehandlung
Im Jahr 2024 nahmen deutsche Erstbehandlungsanlagen rund 301.500 Tonnen Kleingeräte an. Das entsprach 32,8 Prozent aller angenommenen Elektroaltgeräte. Auf große Elektrogeräte ohne Photovoltaikmodule entfielen dagegen rund 250.600 Tonnen beziehungsweise 27,2 Prozent.
10. Neue EU-Vorgaben sollen Smartphone-Akkus länger nutzbar machen
Seit dem 20. Juni 2025 gelten EU-Ökodesign-Anforderungen für Smartphones und bestimmte Tablets. Dazu gehört, dass die Batterien nach mindestens 800 Ladezyklen noch wenigstens 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität behalten sollen. Die Regelungen umfassen außerdem Ersatzteilversorgung und Reparierbarkeit. Sie sollen die Nutzungsdauer verlängern und den Ressourcenverbrauch reduzieren.