Die größten Elektronikunternehmen nach Umsatz (Stand September 2026)
Die größten Elektronikunternehmen nach Umsatz (Stand September 2026)
Platz 10: LG Electronics – 54,6 Milliarden Euro
LG Electronics ist weit mehr als ein Hersteller von Fernsehern und Haushaltsgeräten. Das südkoreanische Unternehmen baut sein B2B-Geschäft unter anderem mit Fahrzeugtechnik, Klimatisierung und Lösungen für Rechenzentren aus. Im zweiten Quartal 2026 erreichte die Vehicle Solution Company mit 3,03 Billionen Won einen neuen Umsatzrekord für ein zweites Quartal. Gleichzeitig investiert LG verstärkt in Kühlsysteme für KI-Rechenzentren, darunter sogenannte Coolant Distribution Units für Flüssigkühlungen. Damit profitiert inzwischen auch LG unmittelbar vom Ausbau der weltweiten KI-Infrastruktur.
Platz 9: Lenovo – 58,5 Milliarden Euro
Lenovo ist weiterhin vor allem für PCs und Notebooks bekannt, wächst aber zunehmend mit Servern, Infrastruktur und KI-Systemen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 erreichte der Konzern mit 26,9 Milliarden US-Dollar den höchsten Quartalsumsatz seiner Geschichte. Besonders stark entwickelte sich das KI-Geschäft: KI-bezogene Umsätze stiegen nach Unternehmensangaben um 60 Prozent auf 9,3 Milliarden US-Dollar und machten bereits 35 Prozent des Konzernumsatzes aus. Damit wird die klassische PC-Hardware bei Lenovo zunehmend durch das Infrastruktur- und KI-Geschäft ergänzt.
Platz 8: Quanta Computer – 59,1 Milliarden Euro
Quanta Computer gehört zu den weltweit größten Auftragsentwicklern und -fertigern für Computerhardware. Der taiwanische Konzern ist traditionell stark bei Notebooks, hat sich zugleich zu einem wichtigen Anbieter von Server- und Rechenzentrumstechnik entwickelt. Bereits 2024 hatte sich Quantas Servergeschäft vor dem Hintergrund des Ausbaus globaler KI-Rechenzentren mehr als verdoppelt. 2026 beschleunigte sich das Wachstum nochmals: Von Januar bis Juli lagen die konsolidierten Umsätze mit rund 2,21 Billionen Taiwan-Dollar 92,7 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Platz 7: Sony – 70,8 Milliarden Euro
Sony unterscheidet sich deutlich von vielen anderen Unternehmen in der Top 10. Der japanische Konzern verbindet Elektronik und Halbleiter mit Gaming und Entertainment. Zu den wichtigsten Geschäftsbereichen gehören PlayStation und Network Services, Musik und Film, Unterhaltungselektronik sowie Imaging & Sensing Solutions. Gerade bei Bildsensoren bleibt Sony ein wichtiger Akteur der Halbleiterindustrie. Der Konzern richtet seine Strategie zugleich stärker auf Entertainment, Inhalte und die Verbindung von Kreativwirtschaft und Technologie aus.
Platz 6: Wistron – 75,1 Milliarden Euro
Wistron ist der auffälligste Neueinsteiger im Ranking. Der taiwanische Auftragsfertiger und ODM-Anbieter profitiert massiv von der Nachfrage nach KI-Servern. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 64 Prozent auf 895,4 Milliarden Taiwan-Dollar. Nach Angaben von Wistron liegt die Nachfrage nach KI-Servern von Cloud-Anbietern und Unternehmenskunden weiterhin über dem verfügbaren Angebot. Das Unternehmen baut deshalb seine Kapazitäten aus und investiert unter anderem in zusätzliche Fertigung in Taiwan und den USA.
Platz 5: Dell Technologies – 115,5 Milliarden Euro
Bei Dell verändert KI das Geschäftsprofil derzeit besonders schnell. PCs bleiben ein wichtiger Teil des Konzerns, doch Server, Storage und Rechenzentrumsinfrastruktur gewinnen erheblich an Gewicht. Allein im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erzielte Dell 16,1 Milliarden US-Dollar Umsatz mit KI-optimierten Servern – mehr als achtmal so viel wie ein Jahr zuvor. Im folgenden Quartal kamen weitere 16,4 Milliarden US-Dollar hinzu. Die starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur hat Dell damit deutlich vom klassischen PC-Geschäft weg in Richtung Rechenzentrum verschoben.
Platz 3: Foxconn – 225,8 Milliarden Euro
Foxconn, offiziell Hon Hai Precision Industry, ist der größte Elektronik-Auftragsfertiger der Welt. Das Unternehmen produziert Hardware für zahlreiche internationale Technologiekonzerne und gehört zu den wichtigsten Akteuren hinter Smartphones, Computern, Servern und Netzwerktechnik. Mit dem KI-Boom wächst vor allem das Geschäft mit Cloud- und Netzwerkprodukten. Foxconn erwartet auch für 2027 eine sehr hohe Nachfrage nach Fertigungskapazitäten für KI-Systeme und baut dafür unter anderem seine Produktion in den USA aus. Daneben investiert der Konzern weiterhin in Elektromobilität und weitere neue Geschäftsfelder.
Platz 2: Samsung Electronics – 233,5 Milliarden Euro
Samsung Electronics vereint Halbleiter, Smartphones, Displays, Fernseher und Haushaltsgeräte unter einem Dach. Besonders wichtig für das aktuelle Wachstum ist das Speichergeschäft. Die Nachfrage von KI-Rechenzentren nach DRAM, Enterprise-SSDs und High Bandwidth Memory hat die Gewichte innerhalb des Konzerns deutlich verschoben. Im zweiten Quartal 2026 erreichte Samsungs Memory Business nach Unternehmensangaben einen Rekordumsatz. Parallel fährt Samsung HBM4 hoch und hat bereits erste Muster der nächsten Generation HBM4E an Kunden ausgeliefert.
Mit rund 233,5 Milliarden Euro TTM-Umsatz behauptet Samsung Platz zwei. Der Abstand zu Foxconn und Nvidia ist allerdings gering. Damit könnten bereits einzelne starke Quartale die Reihenfolge hinter Apple verändern.