Eckdaten

In diesem Artikel erklärt der Autor Markku Riihonen von 4D Systems anhand eines kurzen Beispiels, wie einfach ein Wireless-Display zu nahezu jeder Anwendung hinzugefügt werden kann und wie schnell das Display-Layout und der zusätzliche Code integriert werden können.

Daten werden in vielen Organisationen schnell zur wichtigsten Ressource: von industriellen Fertigungsprozessen bis hin zu Hausautomatisierungssystemen. Industrie 4.0, Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und das industrielle Internet der Dinge (IIoT) sind für die Generierung riesiger Datenmengen verantwortlich, anhand derer operative und strategische Geschäftsentscheidungen getroffen werden. In IIoT-Anwendungen sammeln eine Vielzahl von oftmals batteriebetriebenen Sensoren Daten und leiten diese ohne sichtbare Informationen an die Cloud weiter. Instandhaltung und Betriebspersonal erhalten keine Information darüber, was der Sensor meldet und können dies zudem nicht online überprüfen. Es geht jedoch auch anders.

Bild 1: Auf 4D-UPA-Programmieradapter montiertes IoD-09TH von 4D Systems.

Bild 1: Auf 4D-UPA-Programmieradapter montiertes IoD-09TH von 4D Systems. 4D Systems

Bild 2 - Rückansicht des gen4-IoD-09TH-Moduls von 4D Systems mit eingesetzter MicroSD-Karte.

Bild 2: Rückansicht des gen4-IoD-09TH-Moduls von 4D Systems mit eingesetzter microSD Karte. 4D Systems

So zum Beispiel in einem Rechenzentrum, in dem wichtige Serverinformationen wie Temperatur, Lüftergeschwindigkeit und Fehlerstatus an eine entfernte Netzwerkverwaltungskonsole gesendet werden, ohne dass die Informationen von der entsprechenden Anlage angezeigt werden. Hier ist kein großes Anzeigefeld erforderlich. Es genügt ein kleines kompaktes Display, das die wichtigsten Daten darstellen kann.

Kompaktes Farb-TFT-Display

Display-Module wie das 0,9-Zoll-IoD-09-Range (Internet of Displays) von 4D Systems lassen diese Anforderung Wirklichkeit werden (Bild 1). Dieses kompakte 80 × 160 Pixel große Farb-TFT-Display misst lediglich 31,8 × 16,4 × 11,7 mm3 (THT-Variante IoD-09TH) und beinhaltet einen 2,4 GHz 802.11 b/g/n/e/i drahtlosen SoC-Mikrocontroller von Espressif ESP8266. Da dieser Mikrocontroller innerhalb der Arduino-IDE-Umgebung programmiert werden kann, ist er äußerst beliebt. Embedded-Entwickler profitieren vom umfangreichen Hardware-Wissen und den Open-Source-Softwareressourcen der Arduino- und ESP8266-Communities. Das drahtlose IoD-09-Displaymodul gibt es auch in einer SMD-Ausführung (IoD-09SM) mit geringfügig kleineren Abmessungen.

Das Displaymodul enhält eine Wi-Fi-Antenne, einen 512-kB-Flash-Speicher und 128 kB SRAM, von denen 80 kB für Benutzeranwendungen verfügbar sind. Enthalten sind alle Wi-Fi- und TCP-/IP-Protokollstacks. Es kann über USB und den 4D-UPA-Universal-Programmieradapter von 4D Systems kommunizieren und mit Strom versorgt werden (Bild 1). Zu den verfügbaren Schnittstellen gehören GPIO, I2C, SPI und 1-Wire. Ein microSD-Steckplatz ist zum Speichern von Daten und Bilddateien vorgesehen (Bild 2).

Das Modul eignet sich sehr gut, um Informationen, die von anderen Online-Systemen und/oder -Netzwerken gesammelt wurden, anzuzeigen. Neben IoT-/IIoT-Anwendungen sind auch andere Einsatzbereiche denkbar wie beispielsweise Serverüberwachung, HVAC-Ausrüstung oder Handels-/POS-Promotion.

Auf der nächsten Seite wird ein einfaches Beispiel für NTP beschrieben

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