Die Iseled-Allianz, die eine Systemlösung für innovative Beleuchtungen im Automobil etablieren möchte, wächst um weitere Mitglieder auf 28 Firmen. Neu in der Allianz sind die Dräxlmaier Group, Everlight Electronics, Xingyu Car Light, Techniplas und Dr. Schneider Unternehmensgruppe.

Die Iseled-Allianz begrüßt neue Mitglieder

Die Iseled-Allianz begrüßt neue Mitglieder. Iseled-Allianz

„Das breite Spektrum der Allianzmitglieder verleiht der Iseled-Technologie eine immer größere Dynamik und erweitert das potenzielle Anwendungsspektrum enorm weit über die ursprünglich angedachte Automobil-Innenbeleuchtung hinaus“, sagte Robert Kraus, CEO von Inova Semiconductors und quasi der Gründervater der Alllianz. Mit ihrem neuen ILAS-Bus-Konzept auf Basis des Iseled-Protokolls könnten künftig nicht nur LED-Elemente, sondern auch andere Komponenten wie Matrix-LED-Leuchten, Sensoren und Aktoren in hoher Zahl über eine einfache Zweidrahtleitung angesteuert werden, was in dieser Form mit heute verbreiteten Bussen wie LIN und CAN nicht möglich sei.

Welche gigantischen Stückzahlen allein ein Fahrzeughersteller für Iseled prognostiziert, steht in dem Artikel Licht und mehr auf dem Rutronik Automotive Congress 2019.

Das neue Mitglied Dräxlmaier stellt integrierte Ambient- und Funktionslichtsysteme, Interieursysteme, Bordnetze und Batteriesysteme her. Everlight Electronics ist ein Optoelektronik-Hersteller und Anbieter von LED-Lösungen mit Sitz in Tapei, Taiwan. Xingyu Car Light mit Sitz in Changzhou entwickelt, fertigt und vermarktet Automotive-LED-Lampen, Techniplas aus Wisconsin ist ein weltweit agierender Unternehmensverbund und bietet Design- und Fertigungsservices mit neuen Technologien. Und die Dr. Schneider Gruppe fertigt Produkte für den Fahrzeuginnenraum.

Mehr zu dem Thema ist in dem Stream zu Iseled zu finden.

Bildergalerie:„Die 2. Iseled Conference in Bildern”
Robert Kraus (Inova Semiconductors), einer der Väter von Iseled, betonte die Wichtigkeit der Iseled-Allianz: „Nur ein Unternehmen allein könnte das bei weitem nicht schaffen, was die Allianz bewerkstelligt. Das ist die Power von Iseled.“
230 Teilnehmer besuchten die 2. Iseled Conference. Organisatoren waren die Iseled-Alliance und der Hüthig-Verlag.
Alfred Vollmer, Chefredakteur von AUTOMOBIL-ELEKTRONIK, eröffnete die 2. Iseled Conference.
Prominente Teilnehmer: Thomas Zähnle (BMW), Robert Isele (BMW) und Dr. Wolfgang Huhn (Audi).
"Wir können die Dunkelheit im Fahrzeug nutzen, um eine künstliche Welt zu schaffen", sagte Ulrich Stroehle von der BMW Group in seiner Keynote.
"Sehen ist ein mentaler Prozess; das Gehirn kann vieles verarbeiten", erklärte Mag. Wilfried Pohl  von Bartenbach Research  Development.  Damit unterscheide sich das Gehirn von Sensoren, die Farben messen.
Michael Höfgen (Lightworks) sieht bei Lichtsystemen und deren Integration drei große Herausforderungen: So werde Licht überall sein und die Integrations-Szenerie komplexer, während gleichzeitig mehr Licht aus dem gleichen Gehäuse-Formfaktor kommen muss – und zwar bei höherer Funktionalität.
Vertreter von über 15 Halbleiterherstellern, 8 OEMs, gut 20 Tier-1s, diverser Distributoren sowie viele Vertreter aus den Bereichen Optik, Klebetechnik, Tools etc. besuchten die Iseled-Konferenz.
Die Besucher reisten aus Asien (primär Japan, China, Korea, Malaysia), vielen Ländern Europas und den USA zur Iseled-Konferenz an.
Die Kommunikation auf der Iseled-Konferenz klappte bestens: Frank Hallitschke vom Tier-1 Magna im Gespräch mit Tier-2-Vertretern aus dem Hause Melexis: Michael Bender und Sam Maddalena. (v.l.n.r.)
Die Konferenzbesucher zeigten reges Interesse an den Ausstellungsständen diverser Mitglieder der Iseled-Allianz.
Die begleitende Austellung war nicht nur in den Pausen stets sehr gut besucht.
Dr. Wolfgang Huhn, Leiter Licht und Sicht bei Audi, informierte die Anwesenden in seiner Keynote über die komplexen Zusammenhänge im Rahmen der Kommunikation zwischen (autonomem) Auto und Außenwelt: „Ich bin davon überzeugt, dass wir zur Kommunikation mit der Umwelt keine eindimensionale sondern eine zweidimensionale Kommunikation benötigen.“
Pausenzeit = Demozeit: Dr. Wolfgang Huhn (Audi) im Gespräch mit Roland Neumann (Inova).
Detlef Decker (PGUB) und Dr. Herbert Wambsganß (Hella) tauschen sich über Iseled aus.
Yiling Zhang (NXP) kündigte unter dem Motto „NXP schaltet die Lichter ein“ in sehr erfrischender und angenehmer Weise unter anderem auch die Markteinführung eines speziell für Iseled optimierten Chips an.
Rayk Blechschmidt (Microchip): „Wir können Iseled mit Touch verbinden.“
Dr. Markus Klein, Osram Opto Semiconductors, kündigte unter anderem die neue (kalibrierte und temperatur-kompensierte) Iseled-LED OSIRE E4633i an, für die im September 2019 auch die PPAP-Dokumente verfügbar sein sollen.
Roland Neumann erläuterte Details zu einem bisher noch nicht so stark beachteten Element der Iseled-Technologie. Das ILAS (Iseled Light and Sensor Network) genannte Protokoll ist sehr vielseitig nutzbar und ermöglicht „Embedded Communication“.
Roland Steger (Melexis): „Man sollte beim Interieur neben der Warning Communication nicht die Emotional Communication vergessen.“ So komme die Steuerung per Sensor ins Spiel – und hier könne ILAS im Rahmen von Iseled eine sehr gewichtige Rolle übernehmen.
Nach dem Vortrag von Roland Steger herrschte großes Interesse an Details über den Einsatz von Sensoren in einem automotiven Licht-Szenario.
Microchip konzentrierte sich bei seiner Teilnahme am Iseled-Kongress darauf, potenziellen Iseled-Anwendern einen leichten Start zu ermöglichen.
Frank Hallitschke (Magna Lighting) sprach von der „Demokratisierung des digitalen Lichts“, als er verschiedene ganzheitlichere Ansätze erläuterte, wobei für ihn eines feststeht: „Iseled ist jung, cool und digital.“
Eric Toh Chip Hock (Dominant Opto Technologies) stellte seine Smart-RGB-Roadmap recht konkret vor: 	„Wenn Sie die weiße Farbe unserer LEDs sehen wollen, dann kommen Sie an unseren Ausstellungsstand oder gehen Sie um die Mittagszeit nach draußen und betrachten Sie die große Lichtquelle.“ Die Besucher quittierten diese Aussage mit einem fröhlichen Schmunzeln.
Yan Lee-Dajoux (Lucie Labs) informierte über die Software zum Design von Lichtsystemen: „Sie beschreiben einfach Ihr Lichtmuster, und unser Tool kreiert den passenden Inhalt.“
Markus Daubner (Grupo Antolin) erklärte anschaulich die Unterschiede zwischen der Vernetzung per LIN und per Iseled-Netzwerk (ILAS). Dabei punktet ILAS nicht nur in punkto Bauraum.
Professor Dr. Karlheinz Blankenbach von der Hochschule Pforzheim erklärte den Konferenzteilnehmern sehr praxisnah, warum präzise kalibrierte RGB-LEDs die Grundvoraussetzung für die ultimative Perzeption, also das Auffassen und Erkennen, von Licht und Farbe sind.
Bei der abschließenden Podiumsdiskussion herrschte beste Stimmung (v.l.n.r.):  Peter Gresch (Moderator), Tay KC (Dominant), Dr. Markus Klein (Osram OS), Robert Isele (BMW), Dr. Heinz Abel (Continental), Prof. Karlheinz Blankenbach,  Hochschule Pforzheim und Markus Daubner (Grupo Antolin).
Wenn Thomas Rothaupt (Inova) und Markus Klein (Osram OS) miteinander sprechen, dann geht es bestimmt um Iseled.
Von Links: Michael Bender und Sam Maddalena (beide Melexis) im Gespräch.
Die Teilnehmer fühlten sich im Hochhaus der Süddeutschen Zeitung (SZ-Hochhaus) sichtlich wohl.