Dr. Sandra Engle

(Bild: VDMA)

Dr. Sandra Engle

„Unser Anspruch ist, dass wir mit maßgeschneiderten Aktivitäten die Zukunftsfähigkeit unserer Elektronikmaschinenbauer insgesamt stärken.“ Dr. Sandra Engle, verantwortlich für die Fachabteilung Productronic im VDMA Fachverband EMINT VDMA

Seit dem 13.01.2020 verantworten Sie die Fachabteilung Productronic im VDMA. Was sind Ihre Aufgaben? In welchem Vorhaben arbeiten Sie aktiv mit?

Dr. Sandra Engle: Ein Aufgabenschwerpunkt ist die Organisation und Durchführung von Netzwerkveranstaltungen und die Gewinnung von Referenten aus der Industrie und dem Forschungsbereich. Derzeit organisiere ich Online-Events zu verschiedenen Themenschwerpunkten. Anfang des Jahres haben wir den Arbeitskreis „Foresight“ gegründet, um zukünftige technische Trends für den Elektronik Maschinen- und Anlagenbauer zu erarbeiten. Ein Hauptevent in diesem Jahr ist die für den 3. November 2021 geplante Jahrestagung in Hannover bei unserem Kooperationspartner, dem Excellenzcluster PhoenixD.

VDMA Fachverband Productronic….

…wurde bereits 1983 in München gegründet und repräsentiert heute mit rund 80 Mitgliedern im Wesentlichen die gesamte Prozesskette: Vom Kristallziehen, Substrate behandeln und reinigen, Dünnfilm-Beschichtung, ätzen, bonden, testen, Aufbau- und Verbindungstechnik, Automatisierung und Handling und Löten bis zu Design, Reinraumaufbau, Facility Management und Software. Seit dem 13.01.2020 ist Dr. Sandra Engle Referentin VDMA Productronic im Fachverband EMINT. Sie ist promovierte Chemikerin und hat langjährige internationale Erfahrungen im Bereich der Leiterplattenfertigung- und Bestückung.

Welches sind Ihrer Meinung nach im Moment die größten Herausforderungen für den Elektronikmaschinenbau?

Dr. Sandra Engle: Am meisten zu schaffen machen unserer Branche die anhaltenden Reiserestriktionen, die Materialverknappung verbunden mit langen Lieferzeiten mit direkten Folgen für die Projektabwicklung. Auch sorgen sich die Firmen vor einer dritten Pandemiewelle. Als Konsequenz daraus sehen die Unternehmen die Geschäftsentwicklung als „volatiler“ und fokussieren sich eher darauf, die kurzfristigen Herausforderungen zu meistern.

Welche Ziele verfolgt die Fachabteilung Productronic?

Dr. Sandra Engle: Unsere Fachabteilung Productronic im VDMA möchte die Interessen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus für die Elektronikfertigung in Öffentlichkeit, Politik und Forschung effektiv vertreten. Das bedeutet konkret, dass unsere Leistungen passend sein sollen zu den Anforderungen der Unternehmen. Ich spreche hier von Netzwerktreffen und Umfragen, über Roadmapping-Aktivitäten und die Gewinnung neuer Mitgliedsunternehmen zur besseren Interessenvertretung. Das Liefern von Informationen über Technologietrends, Märkte, aktuelle ordnungspolitische Themen, die Teilnahme an Messen und Konferenzen sowie die Mitarbeit in Standardisierungskomitees sind zudem fester Bestandteil unserer Arbeit.

Wenn Sie nach einem Jahr Resümee ziehen, was war das Spannendste bei Ihrer Arbeit und was schätzen Sie besonders an Ihrem Team?

Dr. Sandra Engle: Mir gefällt besonders die Beschäftigung mit aktuellen und zukünftigen technischen Trends. Viel Spaß bereiten mir auch der fachabteilungsübergreifende Austausch, zum Beispiel mit dem VDMA Competence Center „Future Business“, den Repräsentanzen in China und Indien sowie der mit externen Forschungsinstituten. Den Gestaltungsfreiraum für neue Ideen und Initiativen schätze ich zudem sehr.

Sie verstärken ab diesem Jahr auch unser Jury-Team des Productronica Innovation Awards für den Future Market Cluster – auf was freuen Sie sich besonders?

Dr. Sandra Engle: Besonders freue ich mich darauf, viele neue Ideen und Technologien kennen zu lernen und bewerten zu dürfen. Spannend wird sicherlich auch der Austausch mit den anderen Jury-Mitgliedern. Und übrigens: VDMA Productronic ist der ideelle Träger der Messe productronica. Schon aus diesem Grund bin ich gerne dabei.

Arbeitsgemeinschaft Foresight

Diese neu gegründete AG wird Trendkarten entwickeln basierend auf zukünftigen technischen branchenspezifischen Entwicklungen und deren Bedeutung für den Elektronikmaschinen- und Anlagenbauer. Die Entwicklung der Trendkarten dient möglichen folgenden Scenario-Studien und Roadmapping Aktivitäten. Die Arbeitsfelder umfassen ein breites Spektrum an Themen, die maßgeblich von den Mitgliedern bestimmt werden.

Zielsetzung in der ersten Sitzung war die Vorstellung der Arbeit des Competence Centers VDMA Future Business zu „Trends 2030“ gefolgt von dem Trendthema Elektromobilität, inkl. H2 und Brennstoffzelle hinsichtlich der relevanten Aspekte für den Elektronikmaschinenbau.

In der zweiten Sitzung (geplant im April) wird das Trendthema „Digital Twins und Virtuelle Inbetriebnahme (VIBN)“ abschließend betrachtet. Darüber sollen Trendkarten für die beiden BereicheSmarte Sensoren ersetzen aufwendige Mehrkomponentensysteme“ sowie Quantentechnologien der 2. Generation“ erarbeitet werden.

(pg)

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