`Die Branche bietet allen Unsicherheiten bislang die Stirn“, sagt Dr. Gunther Kegel, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation auf der Hannover Messe. ZVEI

(Bild: ZVEI)

ZVEI-Präsident Ziesemer bei der Wirtschafts-PK auf der Hannover Messe 2019.

"Wenn wir das Vertrauen der Anwender nicht haben, wird das nichts mit der Digitalisierung", so ZVEI-Präsident Ziesemer (rechts) bei der Wirtschafts-PK auf der Hannover Messe 2019. Links: Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung Redaktion IEE

„Obwohl die Produkte der deutschen Elektroindustrie weltweit gefragt und wettbewerbsfähig sind, nehmen aktuell die Hemmnisse auf der Nachfrageseite wieder zu“, führte ZVEI-Präsident Michael Ziesemer aus. „Angesichts der hohen Unsicherheit – angefangen beim Protektionismus über weltweit nachlassendes Wachstum bis hin zum Brexit – halten wir deshalb an unserer vorsichtigen Prognose vom Jahresanfang fest und erwarten ein reales Produktionswachstum von einem Prozent.“

Die USA und China sind weiterhin die größten Absatzmärkte für die deutsche Elektroindustrie. Wobei China 2018 sowohl seine Stellung als größter Abnehmer als auch den Abstand zu den USA weiter ausgebaut hat. Mit 21 Milliarden Euro gingen 10 Prozent mehr Ausfuhren in das Reich der Mitte als ein Jahr zuvor. „Gleichwohl lässt das Wachstum in beiden Länder nach, was auch Einfluss auf den Handel nach sich zieht“, erklärt Ziesemer. Nicht zuletzt wegen anhaltender Handelskonflikte hätten sich die allgemeinen Geschäftserwartungen der Elektrobranche zuletzt spürbar eingetrübt.

2018 stiegen die nominalen Erlöse auf einen neuen Höchststand von 193,5 Milliarden Euro. Aktuell beschäftigt die Branche 888000 Menschen im Inland. Im vergangenen Jahr wurden 22000 Arbeitsplätze neu geschaffen. Allein 96000 Beschäftigte arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung.

ZVEI-Automatisierer mit starkem Exportjahr 2018

„2018 war ein starkes Exportjahr für die deutschen Automatisierer – trotz aller Turbulenzen auf dem europäischen und internationalen politischen Parket“, sagte Dr. Gunther Kegel, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation auf der Hannover Messe. Mit einem Anteil von 48 % an den Ausfuhren war die EU wieder wichtigster Abnehmermarkt – gefolgt von China mit 15 %.

Für das Jahr 2019 bleiben die ZVEI-Automatisierer positiv gestimmt: „Alle Branchen-Segmente entwickeln sich zu Jahresanfang gut. Die Lage ist insgesamt besser als die aktuell wahrnehmbare Stimmung.“ Daher erwarte der Fachverband für die deutsche Automationsbranche 2019 ein mittleres einstelliges Wachstum beim Auftragseingang.

Premiere: Forschungsprojekt DC-Industrie auf der HMI

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Eine Roboterzelle auf dem ZVEI-Gemeinschaftsstand in Halle 12, C57 zeigt noch bis zum 5.4. wie ein zentraler Gleichrichter die Produktionsanlagen mit Gleichspannung versorgt. Redaktion IEE

„Die smarte industrielle Produktion benötigt eine neue Art der Energieversorgung“, sagt Gunther Koschnick, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Automation. Wie dies aussehen kann, zeigt der ZVEI gemeinsam mit seinen Partnern im branchenübergreifenden Forschungsprojekt DC-Industrie erstmals auf der Hannover Messe.

“Die Einführung der DC-Technik ermöglicht eine Optimierung von Systemkosten und gleichzeitig die Erhöhung der Energieeffizienz”, so Koschnick weiter. Die neue Netzstruktur basiert auf einer Wechselspannungseinspeisung, die über einen zentralen Gleichrichter die Produktionsanlagen mit Gleichspannung versorgt. Das zeigt auch eine Roboterzelle auf dem ZVEI-Gemeinschaftsstand in Halle 12, C57.

Über das Forschungsprojekt DC-Industrie

Die 15 Verbundpartner Siemens, Bauer Gear Motor, Baumüller, Bosch Rexroth, Daimler, Danfoss, Eaton, KHS, Lenze, LTI Motion, Weidmüller, Fraunhofer IISB, Fraunhofer IPA, Hochschule Ostwestfalen-Lippe und Universität Stuttgart arbeiten gemeinsam mit den elf assoziierten Partnern ABB Stotz-Kontakt, E-T-A Elektronische Apparate, Harting, Homag Group, Jean Müller GmbH Elektrotechnische Fabrik, Leoni Special Cables, Phoenix Contact, SEW-PowerSystems, U.I. Lapp, Yaskawa und dem ZVEI im branchenübergreifenden Forschungsprojekt DC-Industrie an mehr Energieeffizienz und Energieflexibilität in der industriellen Produktion. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Projekt, das vorerst noch bis zum 1.7.2019 läuft. Folgeanträge sind geplant.

Quelle: https://dc-industrie.zvei.org/ueber-dc-industrie/energiewende-meets-industrie-40-dc-industrie/

(ml)

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