„Straffere Strukturen sind notwendig, um für einen Markt gerüstet zu sein, der bereits vor der Pandemie schwierig war und der sich nur langsam erholen wird“, sagte Peter Mohnen, Vorstandsvorsitzender von Kuka, zur Geschäftslage. Kuka

„Straffere Strukturen sind notwendig, um für einen Markt gerüstet zu sein, der bereits vor der Pandemie schwierig war und der sich nur langsam erholen wird“, sagte Peter Mohnen, Vorstandsvorsitzender von Kuka, zur Geschäftslage. (Bild: Kuka)

Das Ebit war negativ und betrug -113,2 Millionen Euro – im Jahr zuvor waren es 47,8 Millionen Euro. „Corona hat uns global in allen Bereichen beeinflusst, von der Fertigung über Kundenservice und Lieferketten bis hin zum Arbeitsalltag“, erklärte Peter Mohnen, Vorstandsvorsitzender von Kuka zu den Bilanzzahlen. Aufgrund umfassender Spar- und Effizienzmaßnahmen geht der Roboterhersteller „dennoch netto schuldenfrei und mit einer stabilen Finanzlage aus diesem Geschäftsjahr“. Kuka sparte vor allem in den indirekten Bereichen, investierte aber zunehmend in Forschung und Entwicklung: Die Aufwendungen für F&E stiegen 2020 um knapp 11 % auf 178 Millionen Euro.

China als einzige Wachstumsregion

Die einzige Wachstumsregion für Kuka war China: Hier stieg der Auftragseingang um 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr und lag bei 490,4 Millionen Euro. Dabei erzielten nicht nur die traditionellen Bereiche wie die Automotive-Industrie Zuwächse, sondern auch die neueren Bereiche wie das Gesundheitswesen und die 3C-Industrie (Computer, Communication, Consumer Electronic).

Weltweit erwartet Kuka, dass sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzen wird und rechnet für 2021 mit einem höheren Umsatz sowie wieder einem positiven Ebit. „Automatisierung wird mittelfristig ein Gewinner dieser Krise sein“, sagte Mohnen.

Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Robotern arbeiten auch immer mehr Menschen in immer neuen Bereichen mit Robotern. „Sie alle müssen schnell und intuitiv mit diesen Technologien umgehen können“, erklärte Mohnen. Deshalb entwickelt Kuka derzeit ein neues, einfach zu bedienendes Betriebssystem, das Teil eines ganzen Ecosystems sein wird und Zugang zu Programmen, Apps, Services oder Zubehör bietet. Eine erste Vorschau auf dieses Betriebssystem zeigt Kuka im April auf der virtuellen Hannover Messe.

(dw)

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