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Quelle: Europartners Consultants

Quelle: Europartners Consultants

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


2004 war für die Bauelemente-Distribution in Deutschland einmal mehr ein erfolgreiches Jahr. Dem aktuellen Distributionsreport der Unternehmensberatung Europartners Consultants zufolge wuchs der Distribution Total Available Market (DTAM) im letzten Jahr auf 3,8 Mrd. Euro an. Dies entspricht einem Plus von rund 11% gegenüber dem Jahr 2003.


Die Umsatzentwicklung der einzelnen „Top Ten“- Distributoren fiel dabei extrem unterschiedlich aus. So konnten sowohl die Arrow- als auch die Avnet-Gruppe von der positiven Marktentwicklung nur geringfügig partizipieren. Die erstmalige Konsolidierung der Holz Electronic GmbH schlug bei Arrow zwar mit einem Umsatzplus von 70 Mio. Euro auf 654 Mio. Euro (+13,5%) zu Buche und hievte das Unternehmen damit an die Spitze der deutschen Bauelemente-Distributoren. Ohne die konsolidierten Umsätze bleibt allerdings nur ein Plus von 8 Mio. Euro oder 1,4%. Ähnlich schwach präsentiert sich die letztjährige Nummer 1 der Distributionsbranche. Mit einem Plus von 15 Mio. Euro auf 593 Mio. Euro konnte Avnet lediglich 2,6% zulegen und blieb damit ebenfalls weit hinter dem Marktwachstum zurück.


Die eigentlichen Gewinner des Jahres 2004 waren Future Electronic, Rutronik und Glyn. Future konnte den Umsatz von 70,4 auf jetzt 92 Mio. Euro steigern, Rutronik schloss mit einem Plus von 116 Mio. Euro (+42,0) weiter zum Spitzenduo Arrow und Avnet auf. Beachtlich auch das Wachstum bei Glyn. Mit einer Steigerungsrate von 28,3% (+17 Mio. Euro) erzielte das Unternehmen 2004 einen Umsatz von 77 Mio. Euro und katapultierte sich damit auf Platz 7 der zehn größten deutschen Bauelemente-Distributoren. Leicht über dem Markttrend lagen die Zuwachsraten bei der Memec-Gruppe (+16,7% auf 105 Mio. Euro) und der MSC-Gruppe (+ 13,5% auf 185 Mio. Euro). Beck konnte den Vorjahresumsatz von 52 Mio. Euro halten.


Klare Verlierer des Jahres 2004 waren wie schon 2003 Eurodis und Betronik. Beide Unternehmen mussten erneut deutliche Umsatzeinbußen verbuchen. Während sich bei Betronik (-10,8% auf 58 Mio. Euro) offensichtlich die Abhängigkeit von einigen Großkunden, die ihre Fertigung verlagert haben, niederschlug, dürfte bei Eurodis (-34,8% auf 58 Mio. Euro) nicht zuletzt die allgemeine Verunsicherung über die zukünftige Firmenpolitik mit ausschlaggebend gewesen sein. Nachdem bereits 2004 wichtige Hersteller wie Linear Technology die langjährige Partnerschaft mit Eurodis beendet haben, hat inzwischen mit Philips ein weiterer großer Halbleiterhersteller die Zusammenarbeit aufgekündigt. Durch die Kooperation mit der ATeg-Allianz (in Deutschland durch die Ineltek GmbH vertreten) in den Bereichen Marketing und Logistik dürfte sich mittelfristig auch Eurodis in Richtung „technischer Spezialdistributor“ entwickeln.


Insgesamt repräsentierten die zehn größten Gruppen und Einzelunternehmen der Bauelementedistribution 2004 in Deutschland laut Europartners Consultants einen Marktanteil von 60%.(jj)


www.europartner.com


 

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