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Adieu Tristesse dank Open-Sky: Blick auf langsam vorbeiziehende Wolken.
Das Multisense-System Illumotion beruhigt im Wartezimmer.

Todmüder Körper, der Kopf zum Bersten voll, und die Seele schreit nach Ruhe. Wer möchte da nicht weg – ab in den Urlaub hin zu Palmen, Sonne, Strand und mehr? Weil das in der Regel nicht geht, hat Illumotion das gleichnamige Multisense-System entwickelt. Mit dem Zusammenspiel aus bewegten Bildern, hochauflösenden Displays und nach Herstelleraussagen brillantem Mehrkanal-Audio lassen sich Räumen erstaunliche Aussichten verleihen und die Seele in andere Welten entführen. Kombiniert mit individuell steuerbaren Sound-, Licht- und weiteren Sinneseffekten schafft es perfekte audiovisuelle Illusionen.

Täuschend echt, aber nicht da

Ob zu Hause, im Büro, Hotel, Spa oder Fitnessbereich, in einer Klinik oder Arztpraxis – mit einem Klick eröffnet Illumotion traumhafte Ausblicke auf Naturkulissen, Unterwasserwelten, Kunstobjekte oder reale Umgebungen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Alles, was die Sinne anspricht, zählt.
Indem das Illumotion-System visuell in entspannende Umgebungen entführt und dabei die Sinneswahrnehmungen aktiviert, fördert es den gezielten Stressabbau. Damit ist es prädestiniert für so genannte Entschleunigungsräume – in großen Unternehmen keine Seltenheit mehr, um dem Burn-out-Syndrom effektiv entgegenzuwirken oder gar vorzubeugen.

Interessante fiktive Ausblicke beschäftigen die Sinne der Patienten und mildern die Angst, beispielsweise auf dem Zahnarztstuhl.

Interessante fiktive Ausblicke beschäftigen die Sinne der Patienten und mildern die Angst, beispielsweise auf dem Zahnarztstuhl.Illumotion

Mit einem Illumotion-System könnte ein solcher Raum auch komplett fensterlos sein – dennoch hätten die Besucher den Eindruck, sie säßen in einem Zimmer mit toller Aussicht. Beispielsweise auf einen dichten grünen Wald mit wogenden Bäumen, in denen Vögel zwitschern. Oder auf einen langen Sandstrand mit Meeresrauschen und dem Rascheln von Palmen. Darauf abgestimmte, nach Wunsch wechselnde Farb- und Lichtstimmungen im Raum unterstreichen die Atmosphäre. Dass gezielte Farbwelten Stimmungen intensivieren, ist heute in der Licht- und Farbtherapie eine unumstrittene Tatsache. So können Farben sowohl beruhigend als auch anregend wirken und damit von Krankheiten ablenken und deren Heilung fördern.

Dank einfacher Steuerung ermöglicht Illumotion einen schnellen Wechsel von Motiv und Farbe. Über das Touchpad aktiviert der Therapeut die Einstellung für den nächsten Patienten – und schon verwandelt sich das Raumambiente nach seinem Bedarf.

Das Befinden des Patienten im Blick

Wenn es um Heilungsprozesse geht, ist die Assoziation mit Arzt, Krankenhaus und nüchternen, abschreckenden Räumlichkeiten oft nicht weit. Das muss aber nicht so sein – der Besuch in der Patientenaufnahme oder im Wartezimmer kann ganz anders aussehen: Eine aufgehende Sonne vor dem Fenster, die die Landschaft in Orangefarben einhüllt, leichte Nebel steigen aus den Wiesen, im Hintergrund leises Vogelzwitschern. Gut vorstellbar ist eine solche Szenerie im Aufwachraum nach einer Operation mit Narkose oder Regionalanästhesie.

Wo heute besonderes Augenmerk auf dem psychischen Befinden der Intensivpatienten liegt, gewinnen Maßnahmen für eine patientenfreundliche Atmosphäre an Bedeutung. Hier setzt das Multimediasystem an – beispielsweise können Deckenpanels das Panorama nach oben erweitern und einen Open-Sky-Blick auf langsam vorbeiziehende Wolken an einem der Tageszeit angepassten Himmel bieten. Oder aber Fensterdisplays weisen auf eine beruhigende Landschaft. Eine willkommene Abwechslung, die nicht nur die Sinne aktiviert und eventuelle Angstgefühle senkt, sondern auch den körpereigenen Heilungsprozess fördert.

„Damit die visuelle Erfahrung rundherum passt, müssen die Effekte alle Sinne ansprechen. Visuell durch die perfekte Simulation eines echten Ausblicks, der in maximaler Auflösung auf jedem Einzeldisplay der jeweiligen Illumotion-Installation dargestellt wird“, erläutert Vittorio Montini, Geschäftsführer von Illumotion in Pforzheim. „Dabei können raffinierte Lichtstimmungen des gesamten Umfelds die jeweilige Szenerie unterstützen. Akustisch verstärkt unser Mehrkanal-Soundsystem das Gefühl, man stecke mitten in der dargestellten Szenerie. Weitere Sinnes-Erlebnisse wie Duft, Klima und Windbewegungen lassen sich problemlos über die integrierten Steuerungsmöglichkeiten des Systems synchronisieren.“

Hand in Hand

Grundsätzlich besteht das Multisense-System Illlumotion aus einem Motivpaket, Mehrkanal-Audio-Technik, Hardware für die Base-Unit und für die Steuerungseinheit sowie aus hochauflösenden Displays. Hier kommt die Zusammenarbeit mit dem Bauelemente Distributor Rutronik und seiner Tochtergesellschaft Rusol, Systemdistributor für PV und LEDs, ins Spiel. Rusol hat sich auf den Vertrieb von richtungsweisenden Produkten spezialisiert – die richtige Adresse für Illumotion. „Es ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Syner­gien zwischen Mutter- und Tochterunternehmen“, skizziert Daniel Pfitzenmeier, Business Development Manager bei Rusol. „Rutronik liefert die Hardware-Komponenten, unter anderem Displays, und Engineering-Leistungen an Illumotion, und Rusol die fertigen Lighting-Produkte. Rusol verkauft dann das Illumotion-System als Systemlösung in den Markt.“

Perfekte Illusion

Ob beim Zahnarzt oder im Aufwachraum eines Krankenhauses: sterile Umgebungen verstärken Angstgefühle oftmals. Illumotion wirkt dem entgegen. Das Multisense-System schafft mit dem Zusammenspiel aus bewegten Bildern, hochauflösenden Displays und Mehrkanal-­Audio die perfekte Illusion. Mit einem Klick eröffnet Illumotion traumhafte Ausblicke auf Naturkulissen, Unterwasserwelten, Kunstobjekte oder reale Umgebungen. Folge: Der Patient ist entspannt und kann Angstgefühle abbauen.

Bei den Motiven gibt es die Qual der Wahl: In den vorkonfigurierten Multisense-Areas stehen die Motive Panorama, Ambience, Aquaria oder Art-Gallery zur Verfügung. Auf Wunsch lassen sich auch anwenderspezifische Motive in aufwändigen Multi-HD-Verfahren generieren. Nach der High-Resolution-Aufnahme mit Spezialkameras erfolgt die Produktion der Motive in der 4K-Technik, die dem zweifachen der bekannten Full-HD-1080p-Auflösung entspricht. „Man meint wirklich, live dort zu sein“, betont Illumotion-Entwickler Jens Bürkle.

Auf robuste Industriedisplays setzen

Auf der Base-Unit sind sämtliche Programmierungen für Licht, Ton und Audio hinterlegt. Diese Abspieleinheit für die auf Flashcard-Speicher hinterlegten Motive steuert bis zu vier Displays an und koordiniert sie. Weitere Displays lassen sich über Extension-Units einfach andocken. Die Steuerung erfolgt über einen RFID-Leser. Das autarke Solid-State-System (ein nicht PC-basiertes Betriebssystem) kennt keine Viren oder Abstürze, selbst eine Fehlbedienung sei laut Hersteller praktisch ausgeschlossen. Optional ist auch die Bedienung über WLAN per iPad oder iPhone möglich.

Bei der Motiv-Wiedergabe setzt Illumotion auf robuste Full-HD-Industriedisplays – ohne sie ließe sich die Darstellung der 4K-Technologie nicht realisieren. Auch der 24×7-Betrieb erfordert hochleistungsfähige Displays anstelle einfacher TV-Geräte. Diese wären beispielsweise einer solchen Dauerbelastung gar nicht gewachsen. Die beste Wirkung erzielen Diagonalen ab 50 Zoll, je nach Einsatzgebiet auch Größere, beispielsweise in Wellnessanlagen, oder Kleinere etwa für Messestände. Zur Auswahl stehen einzelne Displays, Porträt-Sets, also Hochformate, oder Land­scape-Sets im 16:9-Format. Bei Porträt-Sets wird durch ein aufwändiges Splittingverfahren ein 4K-Motiv über die synchronisierte Teildarstellung im HD1080p-Betrieb auf bis zu vier Displays transferiert und im Hochformat per Endlosschleife abgespielt. Alternativ können das auch fünf Displays im HD720p-Betrieb sein. Für Landscape-Sets gilt das gleiche Verfahren bei anderer Anordnung: Hier wird ein 4K-Motiv auf bis zu neun Displays transferiert und im Querformat abgespielt.

Infokasten

Full-HD steht für vollständig hochauflösend, und bezeichnet in den meisten Fällen die Eigenschaft eines HDTV-fähigen Geräts, die höchste heute für den Konsumbereich angebotene HD-Auflösung von 1920×1080 Pixeln ausgeben zu können. Die 4K Technologie (4096 × 2160 Bildpunkte) ist noch viermal schärfer und brillanter, mit gleichbleibender Schärfe dank digitaler Wiedergabe. Dabei macht die hohe Datenrate von digitalem Video- oder Filmmaterial die Speicherung und Übertragung technisch sehr aufwendig und kostspielig. Die Datenkompression reduziert sowohl die Bild- als auch Tondatenmenge, wobei die De-/Kompression mit Hilfe eines sogenannten Codecs (Compressor/ Decompressor) erfolgt.

Neben der mehrfachen, multisynchronen Wiedergabe der HD-Videos kann das System das jeweilige Motiv auch durch realistische Audio-Umgebungsgeräusche in Mehrkanal-Surround-Sound unterstützen und beispielsweise Licht-, Duft-, Wind- und Klimageräte steuern. Das ist modular erweiterbar und individuell anpassbar. „Diese Funktion der synchronen Wiedergabe mit zusätzlicher Steuerungsoptionen ist eine absolute Innovation im bezahlbaren Bereich“, betont Jens Bürkle.

Für jeden Ausblick den passenden ­Rahmen verwenden

Jedes Bild braucht seinen richtigen Auftritt – das gilt auch für die Illumotion-Ausblicke. Neben den Motiven bestimmen die Anwender den Rahmen für ihre illusorische Welt selbst. Zur Auswahl stehen Standardrahmen in Schwarz, Weiß oder Silber – rund oder eckig, mit einem oder zwei Ausschnitten, die rechteckig oder rund sein können. Durch einfaches Einrasten auf den festmontierten Einbaurahmen lassen sich Frontblenden schnell auswechseln. Der Anwender kann die Oberflächenoptik der Rahmen individuell an ein bestehendes Raum-Ambiente anpassen.

Insbesondere für die realistisch wirkende Darstellung des virtuellen Aquariums gibt es ein Highlight: Zur Bullaugenoptik über eine Blende mit zwei runden Ausschnitten ist ein beleuchteter und sprudelnder Echtwasser-Vorsatztank erhältlich. Seine mit Wasser gefüllten Doppelglaswände, deren steuerbares Pumpensystem zusätzlich Luftblasen aufsteigen lässt, perfektionieren die naturgetreue Illusion.