Eckdaten

Im Kontext feldmontierter Industrieelektronik – etwa von PV-Anlagen mit üblichen Gewährleistungs­fristen von 20 Jahren – kommt der Qualität und Zuverlässigkeit von Gehäusen eine zentrale Bedeutung zu. Phoenix Contact bietet Gehäusesysteme mit entsprechender Kontakttechnik zum Anschluss und Betrieb industrieller Gerätetechnik. Dank der Schutzarten von IP65 bis IP69 und eines weiten Temperaturbereichs eignen sie sich für anspruchsvolle Umgebungsbedingungen.

Es gibt Gehäuse und es gibt Schränke, und zwischen Systemtechnik und Gerätetechnik wird ebenfalls unterschieden. Während ein Gehäuse – sprich Elektronikgehäuse – die bestückte Elektronik-Leiterplatte aufnimmt und dadurch zum Gerät wird, dient der Schaltschrank vorrangig zur Aufnahme des Gerätes auf der darin befindlichen Hutschiene. Damit fungiert er auch als eine weitere Schutzhülle gegenüber Umwelteinflüssen.

Es gibt aber auch Elektronikgehäuse, die die Leiterplatte beherbergen und direkt im Außenbereich zum Einsatz kommen. In diese Kategorie Outdoor-Gehäuse – mit ihren Eigenschaften für den sicheren Betrieb beispielsweise in Mobilfunknetzen oder in den regenerativen Energien – gehört das ECS-Gehäusesystem von Phoenix Contact.

Bild 1: Schutz wertvoller Elektronik unter allen Einsatzbedingungen auf lange Sicht – das ist die Aufgabe robuster Outdoor-Gehäuse.

Bild 1: Schutz wertvoller Elektronik unter allen Einsatzbedingungen auf lange Sicht – das ist die Aufgabe robuster Outdoor-Gehäuse. Phoenix Contact

In einigen Branchen gelten besondere Betriebsvorschriften – etwa in der chemischen Industrie hinsichtlich des Explosionsschutzes. In der Lebensmittelindustrie werden eine besonders dichte Kapselung und Beständigkeit gegenüber Reinigungsmitteln sowie die Eignung zur Dampfstrahlreinigung gefordert. Wieder andere Bedingungen herrschen in Photovoltaik-Anlagen oder beim Betrieb von Mobilfunkantennen. Derartige Anwendungsfelder stellen hohe Anforderungen an die Industrieelektronik im Außenbereich.

Schutz vor Berührung und Fremdkörpern

Die Kennzeichnung der Schutzarten für Fremdkörper und Wasserschutz erfolgt üblicherweise nach IEC/EN 60529 über die Kennung IP (International Protection) gefolgt von zwei Kennziffern. Dabei gibt die erste Kennziffer Berührungs- und Fremdkörperschutz und die zweite den Schutz gegen Eindringen von Wasser an. In Nordamerika gelten spezifische Normen und Standards. Für Geräte mit einer Betriebsspannung von bis zu 1000 V ist die relevante Standardisierung für den Berührschutz in der Nema 250 dokumentiert. Diese berück­sichtigt – anders als die EN 60529 – auch Einflüsse wie Korrosion, Rost, Vereisung, Öl und Kühlflüssigkeiten. Die Gehäuse der Baureihe ECS erfüllen Nema Klasse 6 und IP69. Somit bieten sie wirksamen Schutz vor herunter­fallendem Schmutz, vor Strahl- und Tauchwasser sowie vor Eisbildung. So schützen die Gehäuse zuverlässig und dauerhaft die Elektronik vor schädlichen Einflüssen.

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