Eckdaten

Unternehmen und Planer sollten die industrielle Gebäudeverkabelung unabhängig von ihrer kurzfristigen Nutzung immer als langfristige Investition betrachten. Nur der Einsatz einer Cat.7A-Verkabelung bietet Reserven und geht über den aktuellen Bedarf von 10 Gbit hinaus, indem sie künftige WLAN-Standards, 4PPoE und 25GBaseT-Applikationen im klassischen LAN abdeckt.

80 Prozent Kupfer, 20 Prozent LWL. In diesem Verhältnis teilt sich die strukturierte Gebäudeverkabelung in Netzwerken derzeit auf. Vor allem im Tertiärbereich war Kupfer mit bis zu 96 Prozent Anteil im Jahr 2016 die erste Wahl und bleibt es aktuellen Studien zufolge auch: Um jährlich vier Prozent wird der weltweite Markt für die strukturierte Verkabelung von 6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 auf 8,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 wachsen. Die Verkabelung im LAN wird ebenfalls zunehmen: Sie steigt im selben Zeitraum auf 6,7 Milliarden US-Dollar. Angesichts bereits gelegter Strukturen innerhalb der Gebäude und der großen Zahl an Endgeräten mit Kupferschnittstellen ist dies nicht weiter verwunderlich: PCs, Laptops, Drucker, IP-basierte Telefone oder Kameras nutzen Kupferkabel für den Datentransfer und immer häufiger auch für die Stromversorgung (Power over Ethernet) – Tendenz steigend.

Das Cat.7A-Kupferdatenkabel UC1500 SS22 25GbE in Verbindung mit dem Metz-Connect-25Gmodul, ist die erste Lösung mit GHMT-zertifiziertem Channel nach DTR 11801-9905 und einer Reichweite von 30 Metern.

Das Cat.7A-Kupferdatenkabel UC1500 SS22 25GbE in Verbindung mit dem Metz-Connect-25Gmodul, ist die erste Lösung mit GHMT-zertifiziertem Channel nach DTR 11801-9905 und einer Reichweite von 30 Metern. Prysmian Group

Die Kupferverkabelung spielt weiterhin eine wichtige Rolle. Sie macht auch künftig den Löwenanteil in Rechenzentren und Netzwerken aus. Aufgrund des ungebremsten Datenwachstums und neuer Entwicklungen, wie PoE, steigen die Anforderungen an die Kabeltechnologie hinsichtlich Geschwindigkeit, Kabelerwärmung, Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit. Eine zukunfts- und investitionssichere Kupferverkabelung muss vor allem die wachsenden Ansprüche von WLAN-Netzen und PoE abdecken und klassische Applikationen mit Übertragungsraten bis 25 Gbit/s ermöglichen.

Wachstumsfaktor WLAN

Noch nie haben User so viele Daten mobil verschickt. Untersuchungen gehen von Wachstumsraten von jährlich 60 Prozent aus. Streamingdienste, kostenloses WLAN in Hotels oder im öffentlichen Nahverkehr sowie unabsehbare Steigerungsraten im mobilen Datenverkehr befeuern den Wachstumsschub. Diese Entwicklung müssen Planer bei der Konzeption künftiger Netze berücksichtigen. Bereits heute liegen die Herausforderungen der WLAN-Netzwerke nicht mehr nur allein in der Abdeckung. Planer sollten deshalb bereits bei der Konzeption des Gebäudes Netzwerkverkehrs-Spitzen mit einplanen.

Durch die verstärkte Nutzung mobiler Endgeräte kann die WLAN-Kapazität schnell zu einem problematischen Engpass werden. Und diesen müssen Techniker erst einmal definieren und lokalisieren, um ihn mit entsprechenden Konfigurationen zu beheben und in Zukunft zu vermeiden. Eine Lösung bietet die Erstellung benutzerdefinierter WLAN-Clients und die Konfiguration von Anwendungen.

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