Eckdaten

Die äußerst wiederstandsfähigen Schaltschränke der Arca-Serie von Fibox bieten sicheren, schlag- und wetterfesten Schutz für Messanlagen von kontaminierten Altmetallbeständen.

Mit besorgniserregender Regelmäßigkeit taucht auf Deponien und Schrottplätzen radioaktives Material zwischen Bauschutt, Altmetallen und Abfällen aller Art auf. So erfasste das Bundesumweltministerium in den Jahren von 2006 bis 2008 auf deutschen Schrottplätzen jährlich mehr als 20 Funde radioaktiver Quellen.

Herkunft radioaktiver Quellen

Stationäre Portalmessanlage zur dynamischen Prüfung von Waggon-Ladungen auf radioaktive Rückstände.

Stationäre Portalmessanlage zur dynamischen Prüfung von Waggon-Ladungen auf radioaktive Rückstände. Cetto

Radioaktive Quellen wie Radium, Thorium, Americium oder Kobalt werden in vielfältigen Anwendungen der Medizin, Technik und Forschung eingesetzt, darunter in Strahlentherapie-Geräten und in Kontrastmitteln, aber auch in Bestrahlungs- und Sterilisationsanlagen oder in Mess- und Prüfanlagen, die der Analyse von Werkstoffeigenschaften dienen. Gelangen diese Quellen aus Versehen oder mit kriminellem Vorsatz in den Recyclingkreislauf, drohen schwere Schäden für Mensch, Umwelt, aber auch für die Industrieanlagen. Die Kosten für eine Dekontamination können schnell in die Millionen gehen. Zusätzliche Gefahren bergen Waren- und Technologieimporte aus kontaminierten Regionen oder durch die Einfuhr radioaktiv belasteten Stahls. Auch ausgemusterte militärische Geräte, Instrumente und Anlagen können zum Problem werden.

Das äußerst robuste Greifermesssystem Conrad Grabscan von Cetto kann unter beliebige Schrottgreifer-Typen montiert werden.

Das äußerst robuste Greifermesssystem Conrad Grabscan von Cetto kann unter beliebige Schrottgreifer-Typen montiert werden. Cetto

Leider erfolgt die Installation geeigneter Messsysteme auf Schrott- und Umschlagplätzen sowie in Recyclinganlagen bislang nur auf freiwilliger Basis. Während sich immer noch viele Betreiber von Metallsammelstellen der Gefahren nicht umfänglich bewusst sind, nehmen Stahl- und Walzwerke das Risiko schon seit längerem sehr ernst: Dort werden Altmetalllieferungen an mehreren Messstellen geprüft, um auszuschließen, dass radioaktive Quellen zum Beispiel durch umliegenden Schrott abgeschirmt und nicht erkannt wurden. Und es werden von Altmetallzulieferern verpflichtende Erklärungen verlangt, dass die Chargen auf Radioaktivität überprüft wurden, denn wenn es erst einmal zu einem Einschmelzen von Strahlern kommt, bedeutet dies für Betreiber und Mitarbeiter einen der größten anzunehmenden Unfälle. So kam es 1998 im südspanischen Stahlwerk Acerinox zum Ernstfall, als die Hochöfen Cäsium 137 freisetzten und eine radioaktive Wolke über Teile Frankreichs, Italiens, der Schweiz und Deutschland zog. Die Dekontaminierung des Werks kostete Millionen, die jedoch nach spanischem Recht von den Zulieferern aufgebracht werden mussten.

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