Wo sehen Maschinenbauunternehmen Chancen oder Probleme bei der Digitalisierung ihres Unternehmens?

Wo sehen Maschinenbauunternehmen Chancen oder Probleme bei der Digitalisierung ihres Unternehmens? Inform

Die wichtigsten Befunde der Studie ‚Trendreport 2020 für den Maschinen- und Anlagenbau – Eine zukunftssichere Branche in Deutschland?‘ sind:

  • 1. Externe wirtschaftliche Probleme: Bereits vor der Corona-Krise sahen sich über die Hälfte der befragten Unternehmen externem Druck ausgesetzt: wegen politischer Faktoren, wie dem Handelsstreit zwischen China und USA, dem Brexit (62 %), dem internationalem Wettbewerb (57 %) oder der Gefahr einer Rezession (52 %).
  • 2. Verbesserungsbedarf: Die digitale Transformation beherrscht die wirtschaftliche Situation in mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen (57 %). Es folgen Prozessoptimierung und Automatisierung (53 %) sowie Termintreue und Liefergeschwindigkeit (50 %).
  • 3. Digitale Transformation: Sie ist in den meisten Unternehmen (97 %) in vollem Gange. Zwar sieht sich noch kein Unternehmen bereits am Ziel angekommen, doch die Stimmung ist optimistisch: Fast drei Viertel der Befragten (71 %) schätzen die Erfolgsaussichten ihrer Digitalisierungsmaßnahmen als gut ein. Dennoch gelten fehlender Wille zur Digitalisierung (57 %) und Schwierigkeiten bei der Implementierung neuer Prozesse (53 %) zu den größten Hürden einer erfolgreichen Umsetzung.
  • 4. Mehrwerte durch Digitalisierung: Die Befragten sehen die Digitalisierung einheitlich optimistisch für verschiedene Bereiche. Ein Großteil der Unternehmen sieht hohes oder sehr hohes Verbesserungspotenzial für das Produktionsmanagement (95 %), die Produktionsplanung (92 %), die Termintreue (86 %), Kosteneinsparungen sowie eine Reduzierung der Durchlaufzeiten (jeweils 79 %).
  • 5. Stellhebel Produktionsplanung: Fast zwei Drittel der Befragten (62 %) sind mit dem Ablauf und der Organisation ihrer Produktionsplanung unzufrieden. Mangelnde Termintreue ist dabei das häufigste Problem. Essenzielle Hilfen wie ein Fertigungsleitstand oder ein Feinplanungssystem fehlen den meisten Unternehmen (65 % beziehungsweise 79 %).
  • 6. Technologietrends: Passend zum Bedarf an Prozessoptimierung misst die Mehrheit der Befragten (62 %) Big Data und Datenanalyse großen Einfluss auf den zukünftigen unternehmerischen Erfolg bei. Es folgen die Smart Factory (55 %), Künstliche Intelligenz und der digitale Zwilling (jeweils 48 %).
Wie schätzen Maschinenbau-Unternehmen das Verbesserungspotenzial für folgende Betriebsziele durch die Digitalisierung ein?

Wie schätzen Maschinenbau-Unternehmen das Verbesserungspotenzial für folgende Betriebsziele durch die Digitalisierung ein? Inform

Wie steht es um den Einsatzgrad ausgewählter Zukunftstechnologien im Maschinen- und Anlagenbau?

Wie steht es um den Einsatzgrad ausgewählter Zukunftstechnologien im Maschinen- und Anlagenbau? Inform

Welche Herausforderungen bei der Produktionsplanung sind derzeit am schwierigsten zu meistern?

Welche Herausforderungen bei der Produktionsplanung sind derzeit am schwierigsten zu meistern? Inform

Bewertung der Ergebnisse

„Ich freue mich darüber, dass viele der durch die Digitalisierung möglichen Mehrwerte und Potenziale erkannt wurden, insbesondere für das Produktionsmanagement“, merkte Andreas Gladis, Bereichsleiter Produktion bei Inform zu der Studie an. „Das könnte den Unternehmen die Resilienz geben, die sie brauchen. Darum halte ich den Maschinen- und Anlagenbau auch weiterhin für eine zukunftssichere Branche in Deutschland. Doch er wird sich deutlich mehr als in der Vergangenheit bewegen und verändern müssen, um seine vollen Potenziale auszuschöpfen.“

Welche Schritte ist der Maschinen- und Anlagenbau bereits in Richtung digitalisierter Produktionsprozesse gegangen?

Welche Schritte ist der Maschinen- und Anlagenbau bereits in Richtung digitalisierter Produktionsprozesse gegangen?

Inform

Über den Trendreport: Zur Durchführung der vorliegenden Untersuchung wurden 120 Fach- und Führungskräfte aus deutschen Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus von Dezember 2019 bis März 2020 befragt. Die Teilnehmer wurden mit einer systematischen Stichprobenziehung ermittelt. Die Befragung erfolgte anonymisiert. 40 % der Befragten arbeiten in Betrieben mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. 27 % der Unternehmen beschäftigen 250 bis 1.000 Mitarbeiter und 33 % bis zu 250 Mitarbeiter.