Unter dem Motto Dynamik durch Widerstand fertigt Frizlen sowohl Standard- als auch Sonderlösungen. Das Portfolio umfasst Leistungswiderstände und Gehäuseteile
sowie andere Komponenten.

Unter dem Motto Dynamik durch Widerstand fertigt Frizlen sowohl Standard- als auch Sonderlösungen. Das Portfolio umfasst Leistungswiderstände und Gehäuseteile
sowie andere Komponenten.

Frizlens Produktportfolio an Leistungswiderständen umfasst Brems-, Belastungs- oder Strombegrenzungswiderstände mit einem Leistungsspektrum von 10 W bis einigen 100 kW. Im Werk im schwäbischen Murr entstehen sowohl klassische Rohrfestwiderstände (T100), flexible Drahtdrehwiderstände (T200), kompakte, platzsparende Flachwiderstände (T300) als auch belastbare Last- und Prüfwiderstände (T400). Hinzu kommen modulare Lamellenfestwiderstände (T500) und robuste Stahlgitterfestwiderstände (T600) – alles made in Germany.

„Dank unseres breiten Produktportfolios mit unterschiedlichen Widerstandsarten und -bauformen können wir unseren Kunden in der Regel die optimale Antwort auf ihre technische Fragestellung bieten“, sagt Joachim Klingler, stellvertretender Vertriebsleiter bei Frizlen.

Die Flachwiderstände T300 eigen sich für Impuls/Kurzzeitbelastungen; in ihrer flachen Bauform sind sie in nahezu
beliebigen Längen und Breiten verfügbar.

Die Flachwiderstände T300 eigen sich für Impuls/Kurzzeitbelastungen; in ihrer flachen Bauform sind sie in nahezu
beliebigen Längen und Breiten verfügbar.

Als unabhängiger Hersteller sieht Frizlen sich für die Zukunft gut aufgestellt. In aktuellen Trends lägen Entwicklungschancen. Daher lohne es sich, den Markt zu betrachten und Strömungen frühzeitig zu erkennen.

Energieeffizienz gewünscht

Mit dem Fokus auf Energieeffizienz geht vermehrt eine Elektrifizierung von Geräten einher. Das trifft beispielsweise auf mobile Maschinen zu. Von der technischen Seite aus betrachtet, ersetzen elektrische Antriebe die hydraulischen in vielen Anwendungen. Elektrische Antriebe sind in der Regel über Frequenzumrichter gesteuert. Je nach Anwendung wird für den Bremsvorgang aber ein Bremswiderstand benötigt. Daraus resultiert ein vermehrter Bedarf an Bremswiderständen für FU-gesteuerte Antriebe (Frequenzumrichter) sowie an Belastungswiderständen für elelektrisch betriebene mobile Maschinen wie in Pistenraupen.

„Geänderte Rahmenbedingungen verändern die Bedürfnisse unserer Kunden. Einerseits entfallen Widerstandsanwendungen aufgrund besserer technischer Lösungen, andererseits entsteht an anderer Stelle erneuter Bedarf, meist mit komplett anderen Anforderungen“, so Klingler.

Energieeffizienz spielt in allen Industriebereichen, besonders in der Antriebstechnik eine wichtige Rolle. Daher arbeitet die Antriebstechnik mit unterschiedlichen Maßnahmen zur Energieeinsparung. Darunter fallen Frequenzumrichter-Antriebe mit Rückspeisung oder Energiespeicherung statt Bremswiderständen. Das bedeutet eine allmähliche Substitution von Bremswiderständen durch Rückspeisung oder Pufferung. Dem gegenüber steht aber, dass Entwickler eine Not-Aus-Funktion bei Netzabschaltung generell mit Not-Aus-Bremswiderständen umsetzen. Ein weiterer Faktor ist, dass sich die Rückspeisung und die Energiespeicherung nur in einem engen Bereich wirtschaftlich gestaltet. Frizlen erwartet, dass sich in Zukunft die Anwendungsfelder für Frequenzumrichter-Antriebe erhöhen werden.

Der Trend geht zur Auslieferung von Modulen anstatt von Einzelkomponenten.

Der Trend geht zur Auslieferung von Modulen anstatt von Einzelkomponenten.Frizlen

Ein weiterer Trend ist das „Denken in Modulen“. Maschinen- und Anlagenhersteller beziehen lieber fertig montierte Module als die einzelnen Komponenten; darin lassen sich mehrere Funktionen direkt integrieren: neben dem Widerstand etwa Relais, Stecker, Sicherungen. Das birgt neben deutlich reduziertem Montageaufwand beim Kunden außerdem den Vorteil, dass die Modulverantwortung beim Lieferanten liegt. Daher sei beim Lieferanten ein breites Know-how erforderlich, damit er das sich bietende Zusatzgeschäft durch größeren Montageumfang wahrnehmen könne.

Strom wird in Zukunft vermehrt dezentral erzeugt.

Strom wird in Zukunft vermehrt dezentral erzeugt.Frizlen

Auf Energiegewinnung fokussiert

Bei der dezentralen Stromerzeugung gibt es sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Die Netzbetreiber reglementieren die einspeisenden Einheiten durch Grid Codes, um die Stabilität der Netze zu sichern. Dezentrale Stromerzeuger müssen in der Regel die Fault-Ride-Through-Technik (Durchfahren kurzer Netzfehler) besitzen. Bei Lasttests von dezentralen Aggregaten wird oftmals nicht mehr ins Netz eingespeist – ebenfalls aus Gründen der Netzstabilität.

Stattdessen benötigt man dann einen externen Lastwiderstand. Daher erwartet Frizlen in diesem Umfeld einen steigenden Bedarf an FRT-Widerständen für Windkraftanlagen sowie an Belastungswiderständen zum Beispiel für Blockheizkraftwerke, Batteriesysteme oder Notstromdieselgeneratoren.

Ein Lastwiderstand im Bierkastenformat.

Ein Lastwiderstand im Bierkastenformat.Frizlen

„Durch vermehrte Bemühungen die Energieeffizienz zu steigern steigt kurioserweise der Bedarf an Leistungwiderständen – jedoch weg von größeren Dauerleistungen und hin zu kleinen kompakten, aber kurzzeitig leistungsfähigeren Einheiten“, erklärt Klingler. „Diesen Trend bedienen wir unter anderem mit unseren Stahlgitterwiderständen in neuer Kompaktbauweise: Ein Lastwiderstand im Bierkastenformat kann so bis zu vier MJ (Megajoule) Energie aufnehmen. Ein echtes Energy Pack.“

Der Text basiert auf Unterlagen von Frizlen.