7. Blitzumfrage des VDMA am 7. Juli: Die Auftragslage ist im Maschinenbau weiterhin sehr angespannt.

7. Blitzumfrage des VDMA am 7. Juli: Die Auftragslage ist im Maschinenbau weiterhin sehr angespannt. VDMA

640 Mitgliedsunternehmen des VDMA nahmen an der 7. VDMA-Blitzumfrage zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie teil. 68 % der Betriebe nutzen Kurzarbeit, 62 % haben einen Einstellungsstopp verhängt und 17 % haben einen Personalabbau – auch von Teilen der Stammbelegschaft – in die Wege geleitet.

Die aktuelle Geschäftslage beurteilen die meisten Entscheidungsträgern in den Unternehmen weiterhin als ‚schlecht‘. „45 Prozent der Unternehmen melden merkliche Auftragseinbußen, weitere 34 Prozent sogar gravierende. Damit bestätigt sich das düstere Bild der letzten Wochen“, sagte der Chefvolkswirt des Industrieverbands, Dr. Ralph Wiechers. Besonders stark betroffen sind die Fachzweige des Maschinenbaus mit vielen Kunden aus der Automobilindustrie. Allerdings haben sich die Aussichten auf der Nachfrageseite zuletzt – wenn auch nur leicht – aufgehellt.

7. Blitzumfrage des VDMA am 7. Juli: In den Unternehmen sind Maßnahmen zur Kapazitätsanpassungen weiterhin in vollem Gang.

7. Blitzumfrage des VDMA am 7. Juli: In den Unternehmen sind Maßnahmen zur Kapazitätsanpassungen weiterhin in vollem Gang. VDMA

Lieferketten entspannt

Ebenfalls fortgesetzt hat sich Entspannung entlang der Lieferketten. Inzwischen werden nur noch gut 10 % der Maschinenbau-Unternehmen durch Störungen in den Lieferketten beeinträchtigt. Bei den Vertriebs-, Montage- und vor allem Serviceaktivitäten im Ausland gibt es teilweise weiterhin Reise- und Aufenthaltsbeschränkungen, die das Geschäft nach wie vor deutlich spürbar behindern.

Maschinenbauer haben Hoffnung für 2021

„60 Prozent unserer Mitglieder rechnen damit, 2021 nominale Umsatzsteigerungen zu erzielen. Diejenigen Unternehmen, die für 2020 nur geringe Umsatzeinbußen oder sogar Umsatzsteigerungen erwarten, sind auch für 2021 optimistischer“, sagte Wiechers. Dieser Optimismus sei jedoch „erwartungsgetrieben und daher sehr fragil”, merkte er an. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass über die Hälfte der Unternehmen für 2020 Umsatzeinbußen von 10 bis 30 % erwartet. Die Basis für ein Wachstum im Folgejahr ist daher entsprechend niedrig.