Vodafone hat das erste 5G-Gerät für den Aufbau von lokalen 5G-Mobilfunknetzen für Unternehmen vorgestellt: die Red Box. Preise, Netztechnik und Leistung des Netzwerks lassen sich spezifisch an die Anforderungen der Kunden anpassen.

Vodafone hat das erste 5G-Gerät für den Aufbau von lokalen 5G-Mobilfunknetzen für Unternehmen vorgestellt: die Red Box. Preise, Netztechnik und Leistung des Netzwerks lassen sich spezifisch an die Anforderungen der Kunden anpassen. Vodafone

Das Funksystem, das der Mobilfunkanbieter Vodafone mit dem Technologiepartner Ericsson entwickelt hat, kommt in vier Modellen daher: Für die Vernetzung von Innen-Standorten (Fabrikhallen), für Innen- und Außenstandorte (das Werksgelände) und jeweils kombinierbar mit der übergreifenden Mobilfunk-Infrastruktur von Vodafone, sodass die Mitarbeiter auch Daten- und Telefonie-Services nutzen können. Die lokalen 5G-Industrie-Netze, sogenannte Campus-Netze, sind skalierbar und können mit den eigenen und/oder mit Industrie-Frequenzen betrieben werden. Bei den Netzen mit kombinierten Frequenzen werden Datenvolumen von bis zu 3,7 Gbit/s (Download) in der Industriehalle möglich. Das ist doppelt so schnell wie bei Campus-Netzen, die ausschließlich mit Industrie-Frequenzen betrieben werden. Daten können bei den Vodafone-Campus-Netzen mit minimalen Verzögerungszeiten von weniger als 10 ms verarbeitet werden. Zentraler Baustein der Campus-Netze ist die Red Box, die das Unternehmen jetzt als Modell vorgestellt hat. In ihr steckt ein komplettes 5G-Netz.

Die vier Grundmodelle erlauben es, das 5G-Netz auf die grundlegenden Anforderungen der Unternehmen auszurichten. Die spezielleren Bedürfnisse der Anwender erfüllen Varianten der Grundmodelle: Mit kleiner Bandbreite für ausgewählte Sensoren oder mit maximaler Netzgeschwindigkeit für sämtliche Maschinen, Smartphones und Mitarbeiter. Mit eigenen Industrie-Frequenzen oder (auch zusätzlich) Vodafone-Frequenzen. Preise, Netztechnik und Leistung der Campus-Netze lassen sich an die spezifischen Anforderungen der Industriekunden anpassen.

Die Technik in der Red Box

Technisches Herzstück aller Campus-Netze ist die Red Box. Sie verbindet das 5G-Campus-Netz mit der lokalen IT-Infrastruktur des jeweiligen Unternehmens und mit dem Kernnetz von Vodafone. Fest verbaute Echtzeit-Rechenzentren verarbeiten sensible Daten direkt vor Ort, sodass diese das Unternehmensgelände nicht mehr verlassen. Kleine 5G-Antennen bringen das schnelle Netz in jeden Winkel einer Fabrikhalle. Die Anzahl und Ausrichtung der Antennen variiert dabei je nach Größe des Standortes.

Fester Bestandteil der Campus-Netze sind Service-Pakete. Vodafone-Techniker stellen rund um die Uhr den 5G-Betrieb sicher und modernisieren die lokale Netzinfrastruktur laufend mit neuer Technik. Die eigenständige Steuerung der Netze durch das Industrieunternehmen wird dadurch nicht eingeschränkt: Über eine Management-Oberfläche können die Industriekunden die 5G-Campus-Netze selbständig steuern und zu jeder Zeit neue Sensoren, Maschinen oder Roboter mit dem lokalen Netz verbinden.

Die Kosten: ein fiktives Rechenbeispiel

Ein Unternehmen vernetzt mehr als 500 Gegenstände (Sensoren, Maschinen etc.) in einer 35.000 m2 großen Fabrikhalle. Zudem erhalten 450 Mitarbeiter Zugriff auf Telefonie- und Datenservices. Vodafone aktiviert das 5G-Campus-Netz in der Fabrikhalle und ermöglicht zudem auch außerhalb die Anbindung an das übergreifende Vodafone-Netz. Der Kunde bucht also das Modell ‚Campus Private Kombi Plus‘. Vodafone startet das Campus-Netz mit den eigenen Frequenzen. Bei einer fünfjährigen Vertragsdauer würde dieses 5G-Campus-Netz monatlich etwa 9000 Euro kosten; das entspricht in einem Preis von weniger als 10 Euro pro Nutzer. Die Einmalzahlung für die Hardware und die Einrichtung variiert je nach Anforderung der Kunden.