Augmentierungen der realen Welt ermöglichen eine intuitive Kommunikation zwischen Fahrzeug und Mensch. Der Haken dabei war bisher nur: Die Technik des Head-up-Displays (HUD) zur Darstellung von Augmented Reality (AR) ist zwar verfügbar, aber sie passt wegen ihres Bauvolumens in nahezu keinen Pkw. Selbst große Limousinen bieten in der Regel nicht die bis zu 30 Liter Volumen in der Armaturentafel, die ein AR-HUD bisher benötigen würde (Bild 1).

Bild 1: Der Waveguide auf Lichtleiterbasis nimmt deutlich weniger Bauraum ein als ein AR-HUD mit Spiegeln.

Bild 1: Der Waveguide auf Lichtleiterbasis nimmt deutlich weniger Bauraum ein als ein AR-HUD mit Spiegeln. Continental

Ursache für diese große Bauraumanforderung sind die beiden Spiegel, die die grafischen Augmentierungen von der digitalen Bilderzeugungseinheit aus passgenau über die Windschutzscheibe als Teil des optischen Systems in die reale Außenansicht hineinprojizieren. Die Größe der Spiegel ergibt sich zwangsläufig aus der Anforderung, die Augmentierungen möglichst im gesamten Sichtfeld des Fahrers platzieren zu können. Das bedeutet ein Öffnungswinkel von mindestens 10° x 5° und idealerweise ein Projektionsabstand von 10 m (die Bildgröße entspricht dann 1,75 m x 0,87 m) oder mehr.

Sobald der größere der beiden Spiegel ausreichend für diese Aufgabenstellung dimensioniert ist, erhält das AR-HUD unvermeidlich die genannte Baugröße. Natürlich ist das keine Überraschung – diese optische Hürde war für die Entwickler eine von Anfang an klar absehbare Herausforderung. Der Versuchsträger von Continental aus dem Jahre 2014 diente deshalb vor allem dazu, den ergonomischen Nutzen der Augmentierungen im Fahrzeug bei realen Fahrten zu verdeutlichen und auch zu zeigen, dass die Erzeugung und die Positionierung der grafischen Augmentierungen funktionieren.

 

Das Funktionsprinzip des Waveguides inklusive einer animierten Darstellung sehen Sie auf der kommenden Seite.

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