Ein Wasserstoff und ein Solartruck auf einem Staudamm

Wasserstoff, Solar oder etwas anderes? Welche Antriebsart treibt zukünftige schwere Nutzfahrzeuge an? Das wollen IAV und MIT gemeinsam erforschen.

In diesem Forschungsvorhaben untersuchen IAV und MIT unterschiedliche Antriebsarten: Elektroantrieb, Erdgas-Motor, Wasserstoffverbrennung und Brennstoffzellenantrieb. Ziel ist, das passende Antriebskonzept gemäß der jeweiligen Einsatzzwecke und Anforderungen auf amerikanischen wie europäischen Straßen zu ermitteln – und damit den CO2-Footprint im Schwerlastverkehr so stark wie möglich zu vermindern. Die ersten Ergebnisse des Forschungsprojekts sollen in der zweiten Jahreshälfte 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt werden, der Abschlussbericht soll 2022 erscheinen.

schweres Nutzfahrzug mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor (Computergrafik)
So könnten moderne Nutzfahrzeuge mit nachhaltigen Antriebssträngen - hier mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor - aussehen. Die Unterschiedlichkeit dieser alternativen Antriebe erfordert jedoch eine hochwertige Bewertungs- und Optimierungsmethodik, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. (Quelle: IAV)

Alternative Antriebsarten auf dem Prüfstand

IAV bringt in dieses Forschungsvorhaben seine Expertise aus internen Forschungsprojekten und experimentellen Untersuchungen an Forschungsmotoren zu realen Verbräuchen, Motor- und Emissionsverhalten ein. Das MIT steuert Informationen und Know-how zu spezifischen Anwendungsfällen in den USA, Fahrzyklen und Fahrzeugen bei. Von den Ergebnissen sollen insbesondere Unternehmen im Bereich der Wasserstoffmobilität profitieren, allen voran europäische wie US-amerikanische Nutzfahrzeug- und Komponentenhersteller von Brennstoffzellen, Injektoren oder Tanksystemen. „Wir möchten das Wissen über alternative Antriebsarten und speziell Fahrzyklen auf dem US-Markt unseren Kunden zugänglich machen“, sagte Carsten Rinka, Executive Vice President of Sales bei IAV.

Durch die Kooperation mit dem MIT erhält IAV Zugang zu Informationen über Nutzfahrzeugantriebe für den US- amerikanischen Markt, basierend auf realen Streckenprofilen und Fahrverhalten. „Auf dieser Basis können wir dann einen Vergleich zu europäischen Antriebskonzepten ziehen“, sagte Rinka. In Europa engagiert sich IAV bereits stark in der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen (FVV), einem weltweiten Netzwerk von Unternehmen, Forschungsstellen und Fördergebern. Auch für das MIT bietet der Methodenaustausch Vorteile, wie Prof. William Green vom MIT verdeutlicht: „Das Know-how der IAV bei der Feinauslegung von Motoren und Betriebsstrategien für hohe Wirkungsgrade hat es uns ermöglicht, schnell und präzise eine viel größere Bandbreite an Fragen zu beantworten, als ich es für möglich gehalten hätte.“

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