REEsilience HS Pforzheim

Konsortium des REEsilience-Projekts (Bild: Hochschule Pforzheim)

Das EU-Projekt Reesilience zielt auf den Aufbau einer widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Lieferkette für magnetische Seltenerdmaterialien und -Produkte in Europa ab. Die Projektpartner kategorisieren Seltene Erden nach geografischen Standorten, Quantitäten, chemischen Zusammensetzungen, Ramp-up-Szenarien, Preisen, ethischen- und Nachhaltigkeitsindikatoren und berücksichtigen dabei alle Wertströme von Primärrohstoffen bis zu Sekundärmaterialien. Außerdem wird das Projekt ein Produktionssystem aufbauen, das eine widerstandsfähigere und nachhaltigere Lieferkette für SE-Materialien und -Magnete für die Elektromobilität, erneuerbare Energien und andere strategische Sektoren in Europa mit weniger Abhängigkeiten von außereuropäischen Volkswirtschaften gewährleistet.

Softwaretool ermittelt Mischverhältnis

Ein neu entwickeltes Softwaretool ermittelt optimale Mischungsverhältnisse, um für eine gleichbleibend hohe Produktqualität mit einem Maximum an Sekundärmaterialien zu sorgen. Gleichzeitig werden neue und verbesserte Technologien zur Legierungsherstellung und Pulveraufbereitung, insbesondere von Sekundärstoffen, die Ausbeute und Stabilität der Prozesse weiter verbessern. Ziel ist ein höherer Anteil von Sekundärmaterialien in der Magnetproduktion bei gleichzeitig weniger Abfällen, Umweltschäden und Energieverbrauch im Zusammenhang mit der Gewinnung von Primärrohstoffen.

Das Projekt läuft bis Juni 2026 und wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe der Europäischen Union finanziert sowie vom Institut für strategische Technologie- und Edelmetalle (STI) der Hochschule Pforzheim koordiniert. Das Konsortium umfasst 16 Projektpartner und zwei assoziierte Partner aus zehn europäischen Ländern. Das Steinbeis Europa Zentrum leitet die Kommunikationsaktivitäten und unterstützt die Projektpartner bei der Vernetzung mit relevanten Initiativen und Projekten, der Verwertung der Projektergebnisse und bei administrativen und finanziellen Fragen.

Kleiner Markt mit viel Potenzial

Seltene Erden (SE) sind wesentlicher Bestandteil von Permanentmagneten für etwa Elektrofahrzeuge, Windturbinen oder Sensoranwendungen. Der Markt für Seltenerdmagnete selbst ist relativ klein – etwa 6,5 Mrd. EUR –, aber der Leverage-Effekt enorm: Allein die Mobilitätsbranche in der EU soll bis 2030 auf etwa 500 Mrd. EUR anwachsen und 6 Millionen Arbeitsplätze schaffen. Obwohl die EU bei der Herstellung von beispielsweise Elektromotoren weltweit an erster Stelle steht, ist die gesamte Wertschöpfungskette der Magnetwerkstoffe importabhängig. Trotz wachsendem Markt sind die europäischen Magnetproduktionskapazitäten nicht ausgeschöpft und bedienen eher Nischenanwendungen. Darüber hinaus werden Seltenerdmagnete zunehmend als Teil von Motoren und Generatorbaugruppen und -produkten importiert.

Schwerpunktthema: E-Mobility

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(Bild: Adobe Stock, Hüthig)

In diesem Themenschwerpunkt „E-Mobility“ dreht sich alles um die Technologien in Elektrofahrzeugen, Hybriden und Ladesäulen: Von Halbleitern über Leistungselektronik bis E-Achse, von Batterie über Sicherheit bis Materialien und Leichtbau sowie Test und Infrastruktur. Hier erfahren Sie mehr.

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