Hand hält Kameraobjektiv, auf dem eine Weltkarte abgebildet ist.

Mit dem richtigen Abfallmanagement lässt sich eine nachhaltige Baugruppenfertigung umsetzen. Dant Mutschler von MTM Ruhrzinn kann dabei helfen. (Bild: MTM)

| von Martin Probst

MTM Ruhrzinn hat eine führende Position bei Umweltdienstleistungen für die Elektronikbranche. Was macht sie so besonders?

Dan Mutschler: Wir sind auf zinn- und edelmetallhaltige Lotabfälle aus der Elektronikfertigung spezialisiert und sichern nachhaltige und gesetzeskonforme Stoffströme. Wir unterstützen unsere Kunden nach der Produktion von Baugruppen, angefangen bei der Klassifizierung von Produktionsabfällen bis zu logistischen Lösungen – also da wo die Expertise und Beratung der meisten Lieferanten aufhört – und optimieren zudem das Stoffstrommanagement. Aus dem Know-how die Qualität und Güte solcher Produktionsabfälle differenzieren zu können, folgt die Möglichkeit die Abfälle selektiv der dafür idealen Aufbereitungsanlage zukommen zu lassen, der im Kreislaufwirtschaftsgesetz verankerten fünfstufigen Abfallhierarchie Folge zu leisten, zwischen Vorbereitung zur Wiederverwendung und Recycling unterscheiden zu können und somit - bei maximaler Ausbeute und Rückführung der Rohstoffe in den Rohstoffkreislauf - zeitgleich Energie zu sparen und CO2-Emissionen zu senken! Ein Thema welches bei allen erfolgreichen Elektronikherstellern ein aktuelles und wichtiges Thema auf der Agenda ist.

Wie kann das korrekte Handling von Produktionsabfällen den CO2-Fußabdruck verringern?

Dan Mutschler: Knapp 99 Prozent der Energie die beispielsweise für Zinn aus Erzen benötigt wird, kann durch vernünftiges Abfallmanagement von Lotabfällen, eingespart werden. Zeitgleich können die CO2-Emissionen die bei der Erzgewinnung ausgestoßen werden, ebenfalls um 99 Prozent reduziert werden! Dies zeigen wissenschaftliche Studien. Unnötige Transport- und Handelswege als auch Raffinationsprozesse werden durch das metallurgische Know-how und gezielte Stoffströme vermieden, was erneut CO2 reduziert.

Inwieweit führt Ihre Dienstleistung zu Veränderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Richtung Nachhaltigkeit im Vergleich zu entsprechenden vergleichbaren Dienstleistungen?

Dan Mutschler: Mit gezielten Stoffströmen von Produktionsabfällen fördern wir die Sekundärrohstoffwirtschaft und nachhaltige Lieferketten. Das korrekte Handling von Produktionsabfällen im Allgemeinen reduziert nämlich nicht nur den CO2-Fußabdruck. Die Rezyklate haben bei fachmännischem Handling final dieselbe Qualität wie die Primärrohstoffe und fördern somit den Gedanken echter Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Lieferketten. Die richtigen Aufbereitungswege verhindern zeitgleich, das wichtige Rohstoffe und seltene Erden über den Recyclingweg verschnitten und somit unwiederbringlich verloren gehen. Durch absolute Anlagenunabhängigkeit kommen wir nicht in wirtschaftliche Interessenskonflikte, sodass die Nachhaltigkeit der Dienstleistung immer im Fokus steht.

Zur Person

  • Seit mehr als 12 Jahren in der Metall- & Recyclingwirtschaft tätig, darunter auch bei Lotherstellern.
  • Seit 9 Jahren Fokus auf nachhaltige Elektronikproduktion und gesetzeskonformes Recycling.
  • Fachreferent für Kreislaufwirtschaftsgesetz, Entsorgungsfachbetriebeverordnung sowie Anzeige-, Erlaubnis- und Abfallbeauftragtenverordnung

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