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Nach dem 2021 eingesetzten Aufwärtstrend war auch das erste Halbjahr 2022 bei Komax von einem hohen Bestellungseingang geprägt. (Bild: Torbz - stock.adobe.com)

Die Komax-Gruppe verzeichnete 2021 einen hohen Bestellungseingang und startete mit einem gutem Auftragsbestand ins Jahr 2022. So setzten Kunden Komax-Lösungen weiterhin zur Automatisierung ihrer Werke ein, andererseits gab es aufgrund des Krieges in der Ukraine eine Vielzahl außerordentliche zusätzliche Bestellungen. Denn die Ukraine ist ein wichtiger Standort in Europa für die Kabelkonfektion und um die teilweise reduzierten ukrainischen Produktionskapazitäten zu kompensieren, bauen Kunden in anderen Ländern Ersatzkapazitäten auf. Insgesamt hat das  zu einem Bestellungseingang von hohen CHF 342,8 Mio. im ersten Halbjahr 2022 geführt, 49,6 % mehr als im Vorjahr (CHF 229,1 Mio.).

Aufgrund von Schwierigkeiten bei den Lieferketten konnte der Umsatz im ersten Halbjahr 2022 nicht mit der Entwicklung des Bestellungseingangs Schritt halten und stieg um 31,9 % auf CHF 241,8 Mio. (Vorjahr: CHF 183,3 Mio.). Im Vergleich mit dem Vorjahr verzeichneten alle Regionen ein deutliches Umsatzwachstum: Afrika (+40,9 %), Europa (+35,7 %), Asien (+31,1 %) und Nord-/Südamerika (+21,1 %).

Markante EBIT-Zunahme

Insgesamt konnte Komax das betriebliche Ergebnis (EBIT) mehr als verdoppeln – von CHF 14,1 Mio. auf CHF 30,6 Mio., das entspricht einer EBIT-Marge von 12,6 % (Vorjahr: 7,7 %). Das Gruppenergebnis nach Steuern (EAT) stieg auf CHF 23,3 Mio. (Vorjahr: CHF 8,4 Mio.). Für Forschung und Entwicklung wendete das Unternehmen im ersten Halbjahr 2022 CHF 23,4 Mio. auf (Vorjahr: CHF 18,6 Mio.), was 9,7 % des Umsatzes entspricht.

Komax verfügt per 30. Juni 2022 über ein Eigenkapital von CHF 267,8 Mio. (Dezember 2021: CHF 264,9 Mio.) und die Eigenkapitalquote lag bei 50,0 % (Dezember 2021: 51,4 %). Der Free Cashflow betrug CHF 3,5 Mio. (Vorjahr: CHF 8,8 Mio.). Die Abnahme im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass aufgrund des starken Umsatzwachstums die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich zunahmen. Im ersten Halbjahr 2022 stieg die Nettoverschuldung auf CHF 112,7 Mio. (31.12.2022: CHF 98,4 Mio.), was hauptsächlich mit der Ausschüttung der Dividende im April 2022 zusammenhing.

Im zweiten Halbjahr 2022 legt der Fokus des Unternehmens auf dem Abarbeiten des hohen Bestellungsbestands sowie ersten Analysearbeiten im Zusammenhang mit dem Ende August 2022 anstehenden Zusammenschluss mit Schleuniger. Umsatz und absoluter EBIT sollen sich erwartungsgemäß in der Größenordnung des ersten Halbjahres 2022 bewegen. Für Ende 2022 rechnet Komax mit einer weiterhin hohen Book-to-Bill-Ratio.

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Komax AG

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