Bildergalerie:„Die Formel E in Berlin – Elektromobilität auf der Rennstrecke”
Auch 2018 fand die Formel E in Berlin wieder auf dem Flughafengelände Tempelhof statt.
Mit 45 Runden ist das Rennen in Berlin das längste der Serie.
Neben dem Renngeschehen stellen OEMs und Zulieferer auch ihre aktuellen Entwicklungen zur Elektromobilität vor – wie hier Audi mit dem Prototypen des E-Tron.
Das BEV von Audi hat keine echten Spiegel mehr, sondern setzt auf Kameras.
Voestalpine wird ab der Saison 2018/2019 für vorerst zwei Jahre Partner der Formel E bei ihren Europa-Rennen (links: Dr. Wolfgang Eder, CEO von Voestalpine, rechts: Alejandro Agag, Gründer und CEO der Formel E).
Das Unternehmen bietet seit Jahrzehnten Lösungen für die Autoindustrie und hat sich in den letzten Jahren auch im Segment der Elektromobilität in Position gebracht (im Bild Dr. Wolfgang Eder, CEO von Voestalpine).
"Electric is our future." – ein klares Statement von Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard.
Ließ sich auch von der Formel E begeistern: der ehemalige australische Rennfahrer Mark Webber.
Für die Sicherheit auf der Rennstrecke sorgt auch 2018 wieder das Safety Car, ein BMW i8, der anders als das Serienmodell induktiv geladen wird.
Das Ladesystem, basierend auf der Halo-Technologie von Qualcomm, lädt wireless mit bis zu 20 kW (im Bild Graeme Davison, VP Business Development & Marketing Halo bei Qualcomm).
Zur Formel E in Berlin gehört auch das Roborace, bei dem vor allem Universitäten ihre Fortschritte bei der Entwicklung autonomer Rennwagen zeigen.
ABB zeigte neben Lösungen für das Laden von Elektrofahrzeugen auch, was das Unternehmen in seinem Ausbildungszentrum in Berlin vorzuweisen hat: zum Beispiel den Industrieroboter Yumi, der an der Rennstrecke motiviert durch einen Stupser fleißig Autogramme gab.
Mit dabei am ABB-Stand war das Modell für Elektrobusse, die per Flash-Laden innerhalb von 15 Sekunden ihre Batterien nachladen. Das System geht noch dieses Jahr in Genf in Betrieb.
Kuka zeigte die gemeinsam mit Volkswagen entwickelte, Roboter-basierte Lösung für das Aufladen von Hochvoltbatterien für die private Garage.
Der Audi E-Tron, den Daniel Abt vorfuhr, war ein echter Hingucker.
Ein Blick in die noch ruhige Boxengasse vor Rennbeginn.
In der Box von Rennteam Audi Sport Abt Schaeffler: Dr. Simon Opel, Leiter Sonderprojekte Motorsport bei Schaeffler (links), und Dieter Gass, Motorsportchef bei Audi.
Startete in Berlin auf Position 5: der amtierende Formel-E-Weltmeister Lucas Di Grassi von Audi Sport Abt Schaeffler.
Einparken lassen sich die Elektroflitzer in der Boxengasse nur mit purer Muskelkraft.
Der Heilige Gral des Siegerfahrzeugs. Wie auch das Chassis ist die Batterie in der Formel E ein Einheitsbauteil. Ab Saison 2018/2019 stellt McLaren Applied Technologies allen Teams einen neuen Akku (54 kWh) zur Verfügung, durch den der Fahrzeugwechsel zur Rennmitte hinfällig wird.
Für das Team Jaguar Racing starten Mitch Evans und Nelson Piquet Jr.
Gewannen die Teamwertung der ersten drei Saisons der Formel E: die Wagen des Teams Renault E.Dams.
Mahindra Racing ist der Motorsport-Ableger des indischen Automobilherstellers und stieg 2014 in die Formel E ein.
Team DS Virgin Racing des britischen Unternehmers Richard Branson ist seit Beginn der Formel-E-Rennen Teil der Elektroserie.
Auch seit 2014 bei der Formel E dabei ist das Team Venturi, das seit der Saison 2017/2018 technologisch von Mercedes HWA unterstützt wird.
Machten mit dem Einstieg in die Formel E ihre ersten Erfahrungen im Motorsport: das chinesische Team Techeetah. Pilot Jean-Eric Vergne hat in der aktuellen Saison gute Aussichten auf den Titel.
Die Formel E hatte in Berlin wieder gewaltig Glück mit dem Wetter – entsprechend hoch war der Bedarf an Erfrischungen.
Mit diesem BMW i3 konnten sich die Besucher vollautomatisiert langsam über den Parcour chauffieren lassen.
Andrang beim Grid Walk: mit dabei drei glückliche Gewinner von der Ticketauslosung auf den Rängen.
Los gehts! Mit Daniel Abt auf der Pole Position, gefolgt von Oliver Turvey und Jean-Eric Vergne, beginnt das Rennen in Berlin.
Die Spannung bei den Rennen der Formel E kommt eher beim Beobachten des Ladezustands der Batterien als durch Motorengeheul zustande.
Schaeffler hatte einen kompletten und gut gelaunten Fanblock dabei.
Fuhr das Rennen von Anfang an souverän nach Hause: Daniel Abt vom Team Audi Sport Abt Schaeffler, gefolgt von Teamkollege Lucas Di Grassi, der sich von der fünften auf die zweite Position vorarbeiten konnte.
Der Sieger von Berlin, Daniel Abt, genießt das Bad in der Menge.
Feiern ihren Doppelsieg: Daniel Abt und Lucas Di Grassi vom Team Audi Sport Abt Schaeffler, gefolgt von Jean-Eric Vergne von Techeetah, noch ganz ruhig auf dem Podium ...
... aber dann ausgelassen mit der unvermeidlichen Champagner-Dusche...
... und im schwarz-rot-goldenen Konfettibad.
Und so sieht der Wagen für die fünfte Saison der Formel E aus. Formel-E-Chef Alejandro Agag brachte für die Saison 2018/19 die Idee eines "Hyperboost" ins Spiel – ob und wie dieser Vorschlag konkret umgesetzt wird, ist noch unklar.
Und auch die Reifen für die nächste Saison kommen wieder von Michelin – ein Reifen für jedes Wetter, keine spezifischen Reifen wie bei der Formel 1 für Regen oder trockenes Wetter.

Der Anbieter von Technologie zur kontaktlosen Energieübertragung, Witricity, erwirbt Qualcomm Halo. Durch die Transaktion ist Qualcomm Incorporated ein Anteilseigner von Witricity.

Witricity übernimmt Qualcomm Halo.

Witricity übernimmt Qualcomm Halo. Hier ein Lade-Pad von Qualcomm-Halo für das Formel-E-Safety-Car. Alfred Vollmer

Witricity übernimmt dabei bestimmte Technologieplattformen und Patente von Qualcomm Incorporated und Qualcomm Technologies.

Bereits in der Vergangenheit haben Qualcomm Incorporated und Witricity mit globalen Standardisierungsorganisationen zusammengearbeitet, die die Referenzdesigns unterschiedlicher Anbieter prüfen. Die Übernahme soll die Ratifizierung der Standards und die Interoperabilität mit Fahrzeugen verschiedener Hersteller vereinfachen.

Elektrofahrzeuge sollen jede Ladeplatte, die mit dem Standard kompatibel ist, zum Aufladen ihres Fahrzeugs verwenden können. Der Fahrer parkt das Auto dann über dem Ladepad und das Fahrzeug wird mit Strom versorgt – zu Hause, in Garagen und auf öffentlichen Parkplätzen. Für künftige autonome Fahrzeugflotten ist nach Ansicht von Witricity ein kabelloses Aufladen erforderlich, da für die Fahrzeuge keine menschlichen Fahrer vorgesehen sind.

Mehr zu der Ladetechnik von Witricity steht in dem Artikel Elektrofahrzeuge mit Magnet-Resonanz-Technologie laden.

„Die Integration der Qualcomm Halo-Technologie in das Witricity-Portfolio vereinfacht die Interoperabilität der Ladestationen mit verschiedenen Fahrzeugen weltweit und beschleunigt die Kommerzialisierung der Ladelösungen erheblich“, sagte der CEO von Witricity, Alex Gruzen.

Witricity hatte mehrere neue Lizenzabkommen unterzeichnet, darunter mit Mahle in Deutschland und Anjie Wireless in China. Anfang Februar stellten Honda und Witricity auf der CES in Las Vegas ihr kontaktloses Vehicle-2-Grid-Lademodell vor und nutzten dabei das DRIVE 11-Ladesystem von Witricity. 2018 wurde auch das weltweit erste Serienfahrzeug vorgestellt, das mit einer Vorrichtung zum kontaktlosen Laden ausgestattet ist: Die Limousine des BMW 530e iPerformance.

Bereits seit Beginn der Formel E wird bei jedem Rennen das Safety Car (ein modifizierter BMW i8) mit der Halo-Technologie von Qualcomm geladen, so dass die Amerikaner mit der in Neuseeland „erfundenen“ Halo-Technologie in dem in München von Qualcomm modifizierten BMW i8 schon einige Erfahrung sammeln konnten.

Wie Elektrofahrzeuge auch das öffentliche Stromnetz entlasten können, erläutert der Artikel Kontaktlose Ladetechnik für den bidirektionalen Energietransfer.