Gebhard und Lothar Kübler präsentierten ihre Strategie und die Highlights zur SPS IPC Drives 2018.

Gebhard und Lothar Kübler präsentierten ihre Strategie und die Highlights zur SPS IPC Drives 2018. Redaktion IEE

Erste Erfolge konnte das Unternehmen bereits in diesem Jahr im Rahmen einer Pressekonferenz präsentieren. So werde das Umsatzziel für 2018 von 66 Millionen Euro sogar übertroffen (2017: 60 Millionen Euro). Bis 2022 soll dieser Wert auf 100 Millionen Euro steigen. Daher rechnen die beiden Gesellschafter und Geschäftsführer der Kübler-Gruppe in den nächsten Jahren mit zweistelligem Wachstum. Die Treiber für diese Entwicklung kommen vor allem aus dem Ausland, in dem Kübler ca. 70 % des Umsatzes erwirtschaftet; etwa der EU-Raum (+14 % Umsatz), China (+30 %), Indien (+25 %) und USA (+22 %). Diesen Zahlen gegenüber steht Deutschland mit 10 % Umsatzwachstum.

Im Laufe des Innovationsmarathons steigerte das Unternehmen den Anteil seiner am R&D-Prozess beteiligten Mitarbeiter von 2016 12 auf 16 % und intensivierte die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Für den Herbst ist der Baubeginn für ein Technology-Centre mit ca. 800 m² geplant. Zudem kam der Standort „Engineering Solutions“ in Berlin dazu, der sich positiv entwickelt und weiter wachsen soll.

Lagerlose Drehgeber

Einen Fokus der Präsentation lag auf den lagerlosen Drehgebern, die zu großen Teilen in Berlin entwickelt werden. Hier sieht das Unternehmen seine Stärke in diversen – noch nicht veröffentlichten – Kundenprojekten, bei der der Sensorkopf und der Magnetring in den Motor integriert werden sollen, was den Motor kompakter macht. Laut Lothar und Gebhard Kübler könnten erste Produkte bereits auf der SPS IPC Drives 2018 zu sehen sein.

Kübler plant außerdem seine Drehgeber mit mehr Rechenleistung smarter zu machen, um so nicht mehr nur die Position übermitteln zu können, sondern auch Daten zu Beschleunigung, Drehzahl, Vibration und Tempereratur – aufbereitet durch den Drehgeber. Diese Paramter eignen sich beispielsweise für eine vorausschauende Wartung (predictive maintenance). Dabei setzt das Unternehmen auf klassische, am Markt etablierte Schnittschnellen sowie auf die offene Single Cable Schnittstellen, die Kübler gemeinsam mit Hengstler und Baumer ins Leben gerufen hat. Zudem sollen die Drehgeber zur Identifikation eine Art Personalausweis erhalten. Ziel ist die ‚Smart Identification‘, um die Inbetriebnahme zu vereinfachen und Stillstandszeiten bei einem Komponententausch zu verringern.

Aufzugspositioniersystem und Schleifringe

Zu den weiteren Neuheiten zählt ein sicheres Aufzugspositioniersystem für die wachsende Aufzugsindustrie vor allem in China, aber auch in Europa und den USA. Auch Weiterentwicklungen im Bereich der Schleifringe für die Segmente Abfülltechnik, Verpackung, Mobile Maschinen wurden vorgestellt. Kübler verfügt bei seinen Schleifringe über einen Technologiebaukasten, wodurch sich Kundenprojekten, die vom Standard abweichen, schneller realisieren lassen.

Kübler auf der SPS IPC Drives 2018: Halle 7A, Stand 506