Die Maschinenrichtlinie (MRL) ist das zentrale Element, das Themen rund um den Maschinenbau regelt. Ziel ist es, ein hohes Maß an Sicherheit und Schutz für Maschinenbenutzer und andere exponierte Personen zu gewährleisten sowie den freien Verkehr von Maschinen im Binnenmarkt zu gewährleisten. In der Mai-Ausgabe der IEE berichtete Klaus Stark, Vorsitzender des Technischen Ausschusses Sicherheit (TASI) im ZVEI über den Stand einer Überarbeitung der Maschinenrichtlinie und den möglichen weiteren Ablauf des Verfahrens.

Die Maschinenrichtlinie ebnet den freien Handel von Maschinen und Anlagen innerhalb des EWR.

Die Maschinenrichtlinie ebnet den freien Handel von Maschinen und Anlagen innerhalb des EWR. bluedesign – stock.adobe.com

Mittlerweile wurde von der Kommission eine in englischer Sprache umgesetzte sogenannte Public Consultation gestartet, die noch bis Ende August läuft. Diese Umfrage kann nach der Registrierung von allen Interessierten eingesehen und bearbeitet werden. In einem sehr umfangreichen Fragenkatalog werden unter anderem die Erfahrung, Meinung, Bewertung und eine Einschätzung zu den Konsequenzen verschiedener Überarbeitungsszenarien abgefragt, unter anderem

  • Questions for potential improvement/simplification of existing provisions
  • Questions for potential adaptation to robotics and artificial intelligence (machine learning)
  • Questions for potential adaptation to cybersecurity
  • Questions on conversion into a Regulation
  • Questions for alignment to the NLF

Sehr explizit sind in den Konsultationen ‚quasi überfällige Themen‘ enthalten, beispielsweise eine ‚online Darreichungsform‘ der Dokumentationen, die dem Umfang, der Sprachenvielfalt aber auch den Versionen beziehungsweise der Aktualität am besten Rechnung trägt. Das Thema Machine Learning (KI) und Technologien wie Cyber Security sind absolut notwendig und hilfreich. Da es sich um Technologiethemen mit Querschnitts-Charakter handelt, ist dies nicht allein ein Thema der MRL, Diese gilt es deshalb ‚handwerklich geschickt‘ zu integrieren.

„Umfang und Art der weiteren Fragestellungen geben den Befürchtungen über eine eher umfangreichere Anpassung neue Nahrung“, meint Klaus Stark vom ZVEI. Er legt deshalb allen am Markt Betroffenen und Beteiligten nahe, diese Umfrage zu nutzen und sich einzubringen, insbesondere um den Bedürfnissen des Marktes Rechnung zu tragen und unnötigen Aufwand zu reduzieren.