Schutztechnik für Elektroinstallationen
Easy9 Pro erweitert den Installationsschutz
TME hat Komponenten der Serie Easy9 Pro von Schneider Electric in sein Sortiment aufgenommen. Das Programm umfasst Leitungs-, Fehlerstrom- und Überspannungsschutz sowie ergänzende Module für elektrische Verteilungen.
Die Easy9-Pro-Serie umfasst Leitungs-, Fehlerstrom- und Überspannungsschutz sowie Module für die Fernabschaltung.
TME
Zum Easy9-Pro-Programm gehören elektromagnetische Leitungsschutzschalter mit einem bis vier Polen. Sie sind für Wechselspannungen von 230 beziehungsweise 400 V ausgelegt und decken Nennströme von 2 bis 63 A ab. Damit lassen sich sowohl einphasige als auch dreiphasige Stromkreise absichern.
Die Leitungsschutzschalter stehen mit den Auslösecharakteristiken B und C zur Verfügung. Schalter mit B-Charakteristik lösen bei einem Strom aus, der etwa dem Drei- bis Fünffachen des Nennstroms entspricht. Bei der C-Charakteristik liegt dieser Bereich beim Fünf- bis Zehnfachen. Letztere kommt unter anderem bei Verbrauchern mit erhöhten Einschaltströmen infrage, beispielsweise bei Motoren oder Transformatoren. Für den Anschluss sind Schraubklemmen vorgesehen. Je nach Nennstrom können Leiterquerschnitte von 1 bis 35 mm² angeschlossen werden.
Wie schützen Fehlerstromschutzschalter Personen und Anlagen?
Easy9 Pro umfasst ein- und dreiphasige Fehlerstromschutzschalter für elektrische Verteilungen in Gebäuden, Werkstätten und industriellen Anwendungen. Die Geräte sind für Nennspannungen von 230 beziehungsweise 400 V sowie für Nennströme von 25, 40 oder 63 A ausgelegt.
Für den Fehlerstrom stehen Varianten mit Auslöseschwellen von 30 mA und 300 mA zur Verfügung. Ein Auslösestrom von 30 mA wird für den Personenschutz eingesetzt, während 300-mA-Ausführungen unter anderem dem Brandschutz dienen. Nach Angaben des Anbieters entsprechen die Geräte den Anforderungen der IEC EN 61008.
Wie reagiert Easy9 Pro auf Überspannungen?
Zur Serie gehört außerdem der Überspannungsauslöser EZ9A32223. Seine Aufgabe besteht darin, bei länger anliegenden oder plötzlich auftretenden Überspannungen eine Abschaltung des angeschlossenen Schutzgeräts auszulösen. Der Auslösewert liegt bei 255 V.
Für das nach EN 50550 ausgelegte Modul nennt der Anbieter unterschiedliche Reaktionszeiten in Abhängigkeit von der Spannung. Bei 275 V beträgt die Reaktionszeit bis zu 15 Sekunden, bei 350 V bis zu 0,75 Sekunden und bei 400 V maximal 200 Millisekunden. Das Modul lässt sich mit Leitungsschutzschaltern und Fehlerstromschutzschaltern mit Überstromschutz der Serie kombinieren.
Wie lassen sich Stromkreise aus der Ferne abschalten?
Für Anwendungen mit externer Abschaltfunktion steht innerhalb der Serie ein Fernauslöser zur Verfügung. Das Modul benötigt auf der DIN-Schiene die Breite einer Teilungseinheit und wirkt mechanisch auf ein benachbartes Schutzgerät. Wird die Steuerspannung angelegt, löst der Mechanismus aus und schaltet das gekoppelte Gerät ab.
Die Ansteuerung kann mit 100 bis 415 V AC oder 110 bis 130 V DC erfolgen. Dadurch können beispielsweise Sensoren oder externe Schalter in eine Abschaltfunktion eingebunden werden. Ein mögliches Einsatzgebiet ist das Trennen eines Stromkreises nach einem extern erfassten Signal.
Diese Ergänzungen stehen für Verteilungen bereit
Das Easy9-Pro-Programm enthält neben den Schutzgeräten auch Hilfs- und Signalkontakte sowie Installationszubehör. Dazu zählen unter anderem gerade und abgewinkelte Stromschienen sowie Abdeckungen. Die Komponenten sind auf den gemeinsamen Einsatz innerhalb von Verteilungen ausgelegt.
Die Komponenten der Serie Easy9 Pro sind über TME erhältlich. Die Produktfamilie deckt mehrere Funktionen innerhalb des Installationsschutzes ab – von Überstrom- und Fehlerstromschutz bis zu Überspannungsüberwachung, Fernabschaltung und ergänzenden Verbindungselementen.